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Ausgabe vom 13. Juni 2019

Iran – bedingt verteidigungsbereit

Wegen der internationalen Isolation des Landes ist die reguläre iranische Armee notorisch schlecht ausgerüstet. Sollte es zu einer bewaffneten Auseinandersetzung mit den USA und ihren Verbündeten kommen, müsste sich Teheran verstärkt auf seine Revolutionsgarden verlassen.

von Akram Kharief

Am 5. Mai dieses Jahres verkündeten die Vereinigten Staaten die Verlegung des Flugzeugträgers "USS Abraham Lincoln" und eines Bombergeschwaders in die Nähe des Persischen Golfs. Donald Trumps nationaler Sicherheitsberater John ­Bolton sprach von einer "Antwort auf eine Reihe beunruhigender Anzeichen und Hinweise, die zu einer Eskalation geführt haben". Gleichzeitig warnte er Teheran vor jeglichen Angriffen auf die Interessen der USA in der Region.

Seither hat sich die Lage noch weiter zugespitzt. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, beides Verbündete Washingtons, machten Teheran mehr oder weniger direkt für Sabotageakte gegen Öltanker in der Straße von Hormus wie auch für das Wiederaufflammen der Huthi-Rebel­lion im Jemen verantwortlich. Zwar betonte Bolton, man wolle keinen Krieg mit dem iranischen Regime. Gleichzeitig aber tönte er, die USA seien darauf vorbereitet, "auf jeden Angriff zu reagieren, ob von Stellvertretern, den islamischen Revolutionsgarden oder regulären iranischen Truppen".
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Inhalt

  • Iran – bedingt verteidigungsbereit
    Wegen der internationalen Isolation des Landes ist die reguläre iranische Armee notorisch schlecht ausgerüstet. Sollte es zu einer bewaffneten Auseinandersetzung mit den USA und ihren Verbündeten kommen, müsste sich Teheran verstärkt auf seine Revolutionsgarden verlassen. von Akram Kharief
  • Ausverkauf
    Der Preis der Privatisierung in Frankreich von Mathias Reymond
  • Gestern in LMd, heute in den Nachrichten
  • Brief aus Caracas
    von Toni Keppeler
  • Jonathan Lasker
    von Wilhelm Werthern
  • Die zwei Sieger der Europawahl
    von Ivan Krastev
  • Boltons Traum
    von Serge Halimi
  • Die Folgen der Sanktionen in Iran
    von Marmar Kabir
  • Revolutionen brauchen ihre Zeit
    Acht Jahre nach dem Arabischen Frühling weckten die jüngsten Proteste in Algerien und Sudan neue Hoffnungen auf einen friedlichen demokratischen Wandel in der Region – doch seit Anfang Juni geht das Militär in Khartum mit brutaler Gewalt gegen die Opposition vor. von Gilbert Achcar
  • Kein Weg mehr durch Agadez
    Die Stadt in Niger lebte früher von durchreisenden Migranten. Das ist vorbei von Rémi Carayol
  • Der vergessene Tyrannenmörder
    Als Dimitri Tsafendas am 6. September 1966 den südafrikanischen Premier­minister Hendrik Verwoerd mit vier Messerstichen tötete, schockte er das ganze Land und stürzte meine Familie in Panik, Angst und Verzweiflung. von Nikos Konstandaras
  • Salvini, der Aufsteiger
    Vom padanischen Kommunisten zum Superstar der europäischen Rechtspopulisten von Matteo Pucciarelli
  • Uniform und teuer
    Wie in Frankreich Staat und Kommunen die Stadtplanung privaten Investoren überlassen von Pierre Pastoral
  • Wasserkraft voraus!
    In Frankreich sind Staudämme und Pumpkraftwerke weitestgehend in staatlicher Hand – noch von David Garcia
  • Die Unverdrossenen
    Kurze Geschichte der Demokratischen von Bhaskar Sunkara
  • Basisdemokratie auf kubanisch
    Bei der neuen Verfassung durfte die Bevölkerung mitreden, aber keine Grundsatzkritik üben von Simone Garnet, Grégoire Varlex, Katharina Döbler
  • Jokowi, der Pragmatiker
    Indonesiens alter und neuer Präsident ist ein Meister des politischen Ausgleichs von Rémy Madinier
  • Kommt doch rüber
    China umgarnt Taiwans Jugend und attackiert die Regierung in Taipeh von Alice Hérait
  • Der geschäftstüchtige Mister W.
    von Serge Halimi
  • Meldungen des Monats
  • Comic - Tom Scioli
  • Kunst - Jonathan Lasker

Die nächste Ausgabe erscheint am 11. Juli 2019

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