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Ausgabe vom 11. Januar 2018

Theorie und Praxis der US-Außenpolitik

US-Präsident Trump hat in seinem ersten Jahr einen außenpolitischen Fehler nach dem anderen gemacht und die Rolle der USA als globale Ordnungsmacht geschwächt. Doch das Lavieren hat Tradition, auch seine Vorgänger schwankten zwischen Nationalismus, Militarismus und moralischem Sendungsbewusstsein.

von Olivier Zajec

Fast genau ein Jahr nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten schrieb die Kolumnistin Michelle Goldberg in der New York Times über das "Jubiläum des Weltuntergangs". Trumps Präsidentschaft sei ein Albtraum und das Undenkbare Alltag geworden.

Goldbergs Angriff war nicht die einzige wütende Litanei von Vertretern des Ostküsten-Establishments an die Adresse Trumps. Die Meinungsverschiedenheiten zwischen traditioneller Elite und gegenwärtiger Regierung haben die US-Innenpolitik zum Schauplatz eines permanenten Kulturkampfs gemacht. Hasserfüllte Konservative, Populisten oder Progressive ersparen einander keinen noch so hässlichen Tiefschlag.
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Inhalt

  • Theorie und Praxis der US-Außenpolitik
    US-Präsident Trump hat in seinem ersten Jahr einen außenpolitischen Fehler nach dem anderen gemacht und die Rolle der USA als globale Ordnungsmacht geschwächt. Doch das Lavieren hat Tradition, auch seine Vorgänger schwankten zwischen Nationalismus, Militarismus und moralischem Sendungsbewusstsein. von Olivier Zajec
  • Die Wahhabiten
    Monarchie und Religion in Saudi-Arabien von Nabil Mouline
  • Brief aus Bloemfontein
    von Johann Rossouw
  • Das Innere nach außen kehren
    Die Kunst der Rachel Whiteread von Jon Bird
  • Zielscheibe Iran
    von Serge Halimi
  • Die Jerusalemfrage
    Seit Beginn der Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern vor 25 Jahren war die Heilige Stadt stets ein zentraler Streitpunkt. Trumps umstrittene Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt Israels hat eine Einigung nun noch unwahrscheinlicher gemacht. von Charles Enderlin, Akram Belkaïd
  • Mit den Kurden, gegen die Kurden
    Erdoğans Kurdenpolitik schwankt seit Jahren zwischen den Extremen. In der Türkei werden nach einer Phase der Verständigung heute wieder tausende Kurden verfolgt. Die Kooperation mit Irakisch-Kurdistan ist vorbei. Und in Syrien rächt sich jetzt die Ächtung der PKK-nahen kurdischen Milizen. von Günter Seufert
  • Panarabische Brigaden für Assad
    Ein paar hundert Freiwillige aus Ländern der Region kämpfenan der Seite der syrischen Armee von Nicolas Dot-Pouillard
  • Fragwürdige Wahl in Honduras
    Die USA machen ihren Einfluss geltend – zugunsten des amtierenden Präsidenten von Alexander Main
  • Die Wut der chilenischen Rentner
    Eine radikal neoliberale Politik und ihre Folgen von Sandra Weiss
  • Mit uns wird es nur langsam schlimmer
    Kurzer Abriss der neueren SPD-Geschichte von Mathias Greffrath
  • Rivalen, Partner, Gegner
    Wenn sich China und die USA nicht vertragen, wird es gefährlich von David Shambaugh
  • Vor der Insel Iki
    Japanische Fischer kämpfen für den Blauflossenthunfisch von Yuta Yagishita
  • Dienende in einem patriarchalischen Land
    Über die Lage der Frauen in Israel von Laura Raim
  • Schwarz und britisch
    von Sadiah Qureshi
  • Comic - Nine Antico
  • Kunst - Rachel Whiteread

Die nächste Ausgabe erscheint am 8. Februar 2018

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Comic | Nine Antico

Kunst | Rachel Whiteread