Seit dem 15. April 2023 tobt in Sudan ein Bürgerkrieg, dem inzwischen schätzungsweise mehr als 150 000 Menschen zum Opfer gefallen sind. Bis Mitte 2025 wurde mit rund 14,3 Millionen Menschen fast ein Drittel der Gesamtbevölkerung in die Flucht getrieben – innerhalb des Landes sowie in die Nachbarländer. Und von der durch die Kämpfe verursachten Hungersnot waren zeitweise mehr als 25 Millionen Menschen betroffen.
Das riesige ostafrikanische Land droht zu zerfallen durch den tödlichen Machtkampf zwischen den beiden Hauptakteuren des Konflikts: den Sudanese Armed Forces (SAF) unter dem Befehl des De-facto-Staatschefs Abdel Fattah al-Burhan, und der paramilitärischen RSF (Rapid Support Forces), die von Mohammed Hamdan Daglo, genannt Hametti (im sudanesischen Arabisch „mein Beschützer“), angeführt wird. weiterlesen ...
Inhalt
Gestern in LMd, heute in den Nachrichten
Aktion für Palästina
Eine britische Protestgruppe wird mit Terrorgesetzen mundtot gemacht
von Rayan Freschi, Mathieu Rigouste
Venezuela unter Feuer
Nach monatelangen Vorbereitungen und Überfällen auf Schiffe in der Karibik haben die USA ihre Drohungen wahr gemacht. Präsident Maduro sitzt in New York in Haft. Für die Venezolaner:innen ist die Zukunft nun ungewisser denn je.
von Xabier Coscojuela
Die Oligarchenrepublik
Eine Chronik der nicht endenden Korruption in der Ukraine
von Sébastien Gobert
Atomkraft für Chatbots
Warum in den USA wieder massiv in Kernenergie investiert wird
Wahlumfragen gehören zum politischen Tagesgeschäft wie der Apfelsaft zum Kindergeburtstag
von Alain Garrigou
Gestern und heute in Maracaibo
Fast drei Millionen Venezolaner:innen sind aufgrund der katastrophalen sozioökonomischen Lage im Land nach Kolumbien geflohen. Doch lange Zeit war es umgekehrt: Kolumbianer:innen migrierten nach Venezuela, vor allem wegen des dortigen Ölreichtums. Eine Reise durch die Grenzregion.
von Hernando Calvo Ospina
Zukunft im Provisorium
Kyaka II in Uganda ist anders als andere Flüchtlingslager – jedenfalls ein bisschen
Mit einer völkerrechtswidrigen Militäraktion haben die USA den Präsidenten Venezuelas entführt. Es ist nicht die erste derartige Operation. US-Interventionen in Lateinamerika haben eine lange Geschichte. In Anlehnung an die Monroe-Doktrin von 1823 brüstet sich Donald Trump heute mit seiner neuen „Donroe-Doktrin“.