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Ausgabe vom 11. November 2021
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Der Preis der Energie

In diesem Herbst sind die Energiepreise steil angestiegen. Das liegt nicht nur an der anziehenden Konjunktur und der steigenden globalen Nachfrage. In den EU-Ländern bekommen die Konsumenten auch die Folgen der Deregulierung zu spüren, die ihre Stromversorgung einem volatilen Markt überlassen hat.

von Aurelien Bernier

Seit Ende des Sommers 2021 steigen die Energiepreise weltweit. In Frankreich wurde der Regeltarif für Haushaltsgas in diesem Jahr bereits um 57 Prozent angehoben. Die Strompreise für Normalverbraucher sind bereits über die letzten zehn Jahre von 120 Euro pro Megawattstunde auf 190 Euro angestiegen, 2022 werden sie einen weiteren Schub erleben.

Die Energiepreise treiben die Inflationsrate in der Eurozone auf den höchsten Stand seit 2008 (im September lag sie bei 3,4 Prozent), was insbesondere Menschen in prekären Verhältnissen und Unternehmen trifft. Die Inflation ist nicht nur konjunkturell bedingt, ihre eigentlichen Ursachen liegen in Brüssel. weiterlesen ...

Inhalt

  • In diesem Herbst sind die Energiepreise steil angestiegen. Das liegt nicht nur an der anziehenden Konjunktur und der steigenden globalen Nachfrage. In den EU-Ländern bekommen die Konsumenten auch die Folgen der Deregulierung zu spüren, die ihre Stromversorgung einem volatilen Markt überlassen hat.
    von Aurelien Bernier
  • Die Vigilanten
    Recht schaffen auf eigene Faust
    von Gilles Favarel-Garrigues, Laurent Gayer
  • Gestern in LMd, heute in den Nachrichten
  • Brief aus Lemon City
    von Edna Bonhomme
  • Matthias Garff
    von Wilhelm Werthern
  • Die Pressefreiheit der anderen
    von Serge Halimi, Pierre Rimbert
  • Teure Waffen für Athen
    von Serge Halimi
  • Nur für Franzosen
    Die nationale Präferenz, Allheilmittel der französischen Rechten, löst kein einziges Problem
    von Benoît Breville
  • Erhöhte Temperatur
    Historische Fieberkurve der algerisch-französischen Beziehungen
    von Akram Belkaïd
  • Showdown in Bosnien
    In Bosnien und Herzegowina droht der mächtigste serbische Politiker, Milorad Dodik, mit der Abspaltung des serbischen Teils der Föderation. Porträt eines Mannes, der gekonnt auf der Klaviatur des Populismus spielt.
    von Sead Husic
  • Ortega – Revolutionär, Opportunist, Autokrat
    Bei der Präsidentenwahl in Nicaragua am 7. November war die Beteiligung sensationell niedrig und die Opposition ausgeschaltet. Mit der Inhaftierung alter Weggefährten und politischer Gegner sicherte Ortega seine vierte Amtszeit. Trotzdem hat er innerhalb der internationalen Linken immer noch Unterstützer.
    von Gabriel Hetland
  • No Cup of Tea
    Auch in Großbritannien steigen die Energiepreise – vor allem Erdgas wird knapp
    von James Meek
  • Warum die Transformation radikal sein muss
    von John Feffer
  • Weniger Soldaten, mehr Drohnen
    Welche Lehren die USA aus den gescheiterten Militäreinsätzen der letzten Jahrzehnte für die Kriege der Zukunft ziehen
    von Gilbert Achcar
  • China öffnet sich – ein bisschen
    Freihandel unter staatlicher Kontrolle
    von Philip S. Golub
  • Chinatown, New York
    Asian Americans werden in den USA immer öfter Opfer von Hassverbrechen und beginnen sich zu wehren
    von Maxime Robin
  • Islamabad oder Riad
    Tausende asiatische Arbeits­migranten, die während der Pandemie nach Hause gefahren sind, können nicht nach Saudi-Arabien zurückkehren – weil sie mit dem falschen Vakzin geimpft wurden.
    von Sebastian Castelier, Quentin Müller
  • Barbara Bauer
    Am 28. Oktober ist die langjährige Projektleiterin der deutschen Ausgabe von Le Monde diplomatique in Berlin gestorben. Wir erinnern uns an eine wunderbare Kollegin, Chefin und Freundin
    von Martin Bauer
  • Comic - Martin Heynen
  • Kunst - Matthias Garff

Die nächste Ausgabe erscheint am 9. Dezember 2021

Ältere Ausgaben finden sie in unserem Textarchiv

Kommende Ausgabe

LE MONDE diplomatique im Dezember 2021

Angst und Gier
Jean-Luc Racine über das neue Great Game um Afghanistan

Es war einmal in Virginia
Barbara und Karen Fields über weiße Leibeigene, Sklaverei und die Wurzeln des Rassismus

Viel Ärger um Bolloré
Fanny Pigeaud über die umstrittenen Afrika-Geschäfte des französischen Großkonzerns

Die US-Armee und ihr ökologischer Fußabdruck
Bruce Stanley über die giftige Hinterlassenschaft der Militäreinsätze im Nahen und Mittleren Osten

Hauptsache gegen den Kreml
Hélène Richard über Lettlands russische Nichtbürger und die Versuche der Rigaer Regierung, das sowjetische Erbe loszuwerden

Angriff bei Nacht
Laurent Perpigna Iban über das Erstarken des IS im Nord-Irak

Zwischen Bioko und Barcelona
Jean-Christophe Servant über die äquatorialguineische Diaspora in Spanien und das Erbe der Franco-Zeit

Mit Kunst von Ala‘Hamameh und einem Comic von Julia Kluge.

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