Kunst

In jeder Ausgabe: KünstlerIn des Monats

In jeder Ausgabe präsentiert die deutschsprachige LE MONDE diplomatique eine/n (zumeist zeitgenössische/n) KünstlerIn mit ausgewählten Werken. So erhalten unsere LeserInnen kleine Einblicke in außersprachliche Darstellungen und Verarbeitungen individueller wie gesellschaftlicher Prozesse. Neben einem kurzen einführenden Text gibt es Hinweise auf aktuelle Ausstellungen und Kataloge zum Weitersehen.

Die US-Amerikanerin Nicole Eisenman, 1965 in Verdun geboren, produziert seit den 1990er Jahren epische Bildwelten und Tableaus: Grundlage ihrer Arbeiten sind meist Beobachtungen aus dem Alltag. Ihre kunsthistorischen Zitate, die sie mit Elementen aus Untergrund- und Populärkultur vermischt, reichen von Brueghel bis zu Philip Guston. Eisenman geht mit viel Humor und scheinbar naiver Unverblümtheit ans Werk. Ihre Arbeiten sind oft politisch, und sie interessiert sich für das Narrative: „Es geht nicht um die Figur – es ist das Geschichtenerzählen, das mich anfixt“, sagt sie. „Ich spiegele meine Erfahrung der Welt wider, in der ich mich bewege.“ Seit einigen Jahren arbeitet sie verstärkt auch bildhauerisch. Nicole Eisenman lebt und arbeitet in Brooklyn. Noch bis zum 17. Februar 2019 widmet ihr die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden eine große Einzelausstellung, deren Fokus auf ihren Skulpturen liegt. Für das Bildmaterial danken wir der Anton Kern Gallery New York und der Künstlerin.
www.antonkerngallery.com
www.kunsthalle-baden-baden.de

Wilhelm Werthern