Kunst

In jeder Ausgabe präsentiert die deutschsprachige LE MONDE diplomatique eine/n (zumeist zeitgenössische/n) KünstlerIn mit ausgewählten Werken. So erhalten unsere LeserInnen kleine Einblicke in außersprachliche Darstellungen und Verarbeitungen individueller wie gesellschaftlicher Prozesse. Neben einem kurzen einführenden Text gibt es Hinweise auf aktuelle Ausstellungen und Kataloge zum Weitersehen.

Jan Köchermann ist 1967 in Lüdenscheid geboren und hat in Hamburg studiert, zunächst an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, dann an der Hochschule für Bildende Künste. Als Bildhauer und Installationskünstler widmet er sich auf oft spielerische Art dem Thema Schwelle und Übergang – zwischen innen und außen, Privatheit und Öffentlichkeit, Wissenschaft und Fiktion, Dystopie und Utopie.

Eine zentrale Rolle spielen bei ihm Schächte als begehbare Skulpturen. Er nimmt plastische Eingriffe an Architekturen und urbanen Situationen vor, aber er arbeitet auch mit Modellen. Dabei inszeniert er Räume in Objektkästen, oft mit Videos als Bewegungselementen, die real wirken, aber auch allegorisch gelesen werden können. So werden die von ihm kreierten Räume zum Schauplatz von Geschichten und stellen Fragen an Gegenwart und Zukunft.

Jan Köchermann lebt und arbeitet in Hamburg. Für das Bildmaterial, dessen Copyright bei der VG Bild-Kunst, Bonn, liegt, danken wir dem Künstler und der Galerie Mathias Güntner, die Jan Köchermann noch bis zum 7. Februar eine Einzelausstellung in Hamburg widmet. www.mathiasguentner.com, www.koechermann.com.

Wilhelm Werthern