Kunst

In jeder Ausgabe präsentiert die deutschsprachige LE MONDE diplomatique eine/n (zumeist zeitgenössische/n) KünstlerIn mit ausgewählten Werken. So erhalten unsere LeserInnen kleine Einblicke in außersprachliche Darstellungen und Verarbeitungen individueller wie gesellschaftlicher Prozesse. Neben einem kurzen einführenden Text gibt es Hinweise auf aktuelle Ausstellungen und Kataloge zum Weitersehen.

Der Zeichner, Maler und Bildhauer Henrik Eiben, 1975 in Tokio geboren, hat in Enschede, Baltimore und Karlsruhe studiert. Er lebt und arbeitet in Hamburg. Insbesondere seine Aquarelle wirken leicht und spontan. Er berichtet, dass seine Papierarbeiten und die dreidimensionalen Werke sich gegenseitig beeinflussen. Manchmal funktioniert eine skulpturale Arbeit auch ganz buchstäblich als Zeichnung, wie es zum Beispiel bei „boo’d up“ der Fall ist – bei Lichteinfall wird eine zart farbige Zeichnung an die Wand geworfen. Die Skulpturen, die sich oft durch ungewöhnliche Materialkombinationen auszeichnen, lassen sich als Zeichnungen mit anderen Mitteln lesen. Er charakterisiert seine Kunst als „leise, also nicht so aufdringlich“. Für ihn sei Kunst „eine visuelle Gefühlssprache“. Die Berliner Galerie Schwarz Contemporary, der wir für das Bildmaterial danken (Fotos: def image) zeigt vom 11. 9. bis zum 16. 10. 2021 neue Werke des Künstlers in einer Einzelausstellung. www.schwarz-contemporary.com

Wilhelm Werthern