Comics

Die Comic-Welt von LE MONDE diplomatique

Die letzte Seite gehört dem avantgardistischen, kritischen Comic: eigens für die Zeitung gezeichnet, werden hier Bildergeschichten erzählt, die Themen aus Politik und Alltag aufgreifen: meist frech, oft absurd, manchmal melancholisch. Unter anderen waren bisher vertreten: Elvis Studio, Anke Feuchtenberger, Holger Fickelscherer und ATAK.

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Comiczeichner sind scheue Wesen. Ganz besonders trifft das auf Steve Ditko zu, der Anfang der 1960er Jahre die Marvel-Figuren „Spider-Man“ und „Doctor Strange“ miterschuf und damit für die Wiederbelebung des Superheldencomics nach dem Krieg sorgte. Trotz großen Erfolgs brach er bereits 1966 mit Marvel und zog sich weitestgehend zurück. 2007 produzierte die BBC eine Doku über ihn, der Titel: „In Search of Steve Ditko“ („Auf der Suche nach Steve Ditko“) – angeblich machte Ditko nicht mal die Tür auf, als die BBC ihn interviewen wollte. Der Comickünstler Tom Scioli, selbst ein großer Fan, war da etwas erfolgreicher. Zumindest öffnet sich in seiner gezeichneten Hommage „Meeting Mister Ditko“ eine Tür. Doch der ältere Herr mit Brille und Halbglatze, der dahinter zum Vorschein kommt, verschwindet im selben Augenblick auf Nimmerwiedersehen im labyrinthischen Treppenhaus.

Tom Scioli lebt und arbeitet in Pittsburgh, Pennsylvania. Von ihm erschienen unter anderem die beiden Comicbuch-Reihen „American Barbarian“ und „Gødland“. Derzeit arbeitet er an einer Comic-Biographie über den anderen legendären Superhelden-Zeichner Jack Kirby, der bei Marvel an der Schöpfung von „Fantastic Four“, „X-Men“ und „The Avengers“ beteiligt war. www.tomscioli.com