Comics

Die Comic-Welt von LE MONDE diplomatique

Die letzte Seite gehört dem avantgardistischen, kritischen Comic: eigens für die Zeitung gezeichnet, werden hier Bildergeschichten erzählt, die Themen aus Politik und Alltag aufgreifen: meist frech, oft absurd, manchmal melancholisch. Unter anderen waren bisher vertreten: Elvis Studio, Anke Feuchtenberger, Holger Fickelscherer und ATAK.

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In seinem berühmten Aufsatz „Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte“ von 1851/1852 schreibt Karl Marx: „Hegel bemerkte irgendwo, daß alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen, hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.“ Das hörte Tom Gauld in einem Radiofeature auf BBC und kritzelte es gleich in sein Skizzenbuch. Und weil er gern mit Worten spielt, habe es sich angeboten, der „Tragödie“ und „Farce“ weitere Gattungsnamen hinzuzufügen, je alberner und überraschender, umso besser. Seit sich Gauld einmal in der Woche für den Guardian einen Cartoon rund um das Thema Buch ausdenken muss, weiß er nämlich nur zu gut, wie sich die Suche nach den passenden Wörtern anfühlt. Und wer weiß, vielleicht ging es dem großen Karl Marx genauso?

Tom Gauld ist 1976 geboren und in Aberdeenshire (Schottland) aufgewachsen. Heute lebt er mit seiner Familie in London. Seine Illustrationen und Cartoons erscheinen regelmäßig im Guardian, in der New York Times und im New Scientist. Bei Reprodukt erschien auf Deutsch „Goliath