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Böse Saat in Andra Pradesh

Die Verschuldung der indischen Bauern ist im letzten Jahrzehnt dramatisch gestiegen. Sie treibt immer mehr Menschen in den Selbstmord von Palagummi Sainath

Der Bauer, den wir in den Nallamada-Hügeln im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh trafen, war ein undankbarer Kerl. Er fluchte über seine engsten Freunde, die ihm das Leben gerettet hatten. Kurz nachdem der Mann eine größere Menge Pestizide geschluckt hatte, hatten ihn seine Freunde gefunden und sofort ins Krankenhaus gebracht.

„Aber deine Freunde haben dich doch gerettet“, meinten wir. „Deine Familie sollte ihnen dankbar sein.“ Da geriet der Mann nur noch mehr in Rage: „Ihr kapiert gar nichts. Ich habe versucht, mich umzubringen, weil ich meine Schuld von 100 000 Rupien nicht abzahlen konnte. Ich hatte die Gläubiger am Hals. In vier Jahren habe ich 100 000 Rupien Schulden gemacht, und hier im Krankenhaus sind allein in vier Tagen schon wieder über 50 000 Rupien dazugekommen. Wo soll ich das Geld hernehmen? Warum konnten mich diese Idioten nicht sterben lassen?“

150 000 Rupien sind ungefähr 2 650 Euro. Die Verschuldung der indischen Bauern hat sich im letzten Jahrzehnt fast verdoppelt. In diesen zehn Jahren hat sich Indien den Ruf einer aufsteigenden Wirtschaftsmacht erworben. Nach den Zahlen der staatlichen Statistikbehörde NSSO (National Sample Survey Organisation) waren vor zehn Jahren etwa 26 Prozent der Bauern verschuldet. Bis 2003 hat sich diese Zahl auf 48 Prozent erhöht.1 Allein im Bundesstaat Andhra Pradesh2 kletterte der Anteil der verschuldeten Haushalte inzwischen auf die Rekordhöhe von 84 Prozent. Und das sind die offiziellen Zahlen, die sonst im Ruf stehen, die Realität eher zu verharmlosen.

Je mehr Haushalte auf dem Land überschuldet waren, umso rasanter stieg hier die Selbstmordrate. Im Mai 2006 berichtete Indiens Landwirtschaftsminister Sharad Pawar dem Parlament, dass sich zwischen 1993 und 2003 im ganzen Land mehr als 112 000 Bauern das Leben genommen hatten. Auch diese hohe Zahl ist zu niedrig angesetzt, denn tausende Dorfbewohner werden von der Definition „Bauer“ gar nicht erfasst. So gelten Frauen nicht als Bauern, obwohl sie den Großteil der landwirtschaftlichen Arbeit leisten. Den Status des Bauern erhält man durch Landbesitz, und da der Grund und Boden in den Dörfern fast immer auf den Namen von Männern eingetragen ist, fallen Frauen aus der Definition heraus. Wenn sich also eine Frau umbringt, wird das zwar als Selbstmord, nicht aber als Selbstmord einer Bäuerin registriert.

Die Zahl von 112 000 Toten erfasst wie gesagt nur das Jahrzehnt bis Ende 2003. In mehreren Regionen gab es danach einen dramatischen Anstieg der Selbstmordrate, zum Beispiel in der Baumwollregion Vidharbha im reichen Bundesstaat Maharashtra. 25 000 Dollarmillionäre leben heute in Maharashtras Hauptstadt Mumbai (früher Bombay). In sechs Landkreisen von Vidharbha leben fast zwei Millionen Bauernfamilien, das sind insgesamt etwa zehn Millionen Menschen. Von diesen leben nach der amtlichen Statistik zwei Millionen Menschen in „größter Not“, nahezu drei Viertel offiziell in „mittlerer Not“.3 In diesen sechs Distrikten war die Zahl der Selbstmorde von Bauern 2006 fünfundzwanzigmal so hoch wie 2001. Insgesamt müssen wir für das gesamte ländliche Indien, wenn wir die Zahlen des Ministers bis 2006 hochrechnen, von 130 000 Selbstmorden ausgehen.

Der Preis für einen Sack Dünger stieg auf das Vierfache

Am 15. August 2006 gestand der indische Premierminister Manmohan Singh zum ersten Mal ein, das die indische Landwirtschaft in einer großen Krise steckt. Dabei verwies er ausdrücklich auf Vidharbha, höchst ungewöhnlich für eine Rede zum Unabhängigkeitstag. Was ist schiefgelaufen? Die Antwort lautet: praktisch alles, jedenfalls für die kleinen, marginalisierten oder landlosen Bauern, das heißt für die meisten Inder.

Die hohe Selbstmordrate ist nur ein Symptom oder Ergebnis dieser Krise. Selbst in Dörfern, wo kein einziger Selbstmord vorkam, ist die Lage der Bauern bedrückend. Utsa Patnaik, Indiens führende Professorin für Agrarökonomie, die an der Jawaharlal-Nehru-Universität lehrt4 , kann einen der Gründe für diese Tragödie nennen: Die Entwicklungsausgaben des indischen Staates wurden in den letzten fünfzehn Jahren dramatisch zusammengestrichen. 1989 entsprachen diese Ausgaben noch etwa 14,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), bis 2005 waren sie auf 5,9 Prozent gefallen. Das bedeutet für die ländlichen Gebiete ein Minus an Investitionen von jährlich umgerechnet 5,2 Milliarden Euro. Und die Einkommensverluste, die diese Investitionslücke nach sich zieht, liegen pro Jahr etwa viermal so hoch.

Nachdem die öffentlichen Investitionen in die Landwirtschaft dermaßen eingebrochen waren, nahm dementsprechend die Beschäftigungslosigkeit auf dem Lande zu. Eine der größten Migrationswellen von den Dörfern in die Städte setzte ein, die städtische Armutsbevölkerung nahm zu. Wer sich weiter in der Landwirtschaft abmühte, erlebte die schwierigsten Jahre seit langer Zeit.

Indien befindet sich seit dem Ende der 1990er-Jahre in der schlimmsten Agrarkrise seit dem Ende der Grünen Revolution.5 Diese Krise war und ist eine Folge politischer Entscheidungen – unter anderem durch den Beschluss, nicht mehr in die Landwirtschaft zu investieren.

Der nächste Schritt war die agrarpolitische Deregulierung: In dem Maße, in dem die Kontrollen nachlässiger wurden, stiegen die Preise der Inputs, vor allem von Saatgut. Das Agrobusiness machte glänzende Geschäfte, denn es konnte seine Preise nach Belieben festsetzen und den Bauern verkaufen, was sie wollten. Deren Ausgaben schossen in die Höhe. Der Preis für einen Sack des Düngemittels Diammoniumphosphat, der 1991 noch 120 Rupien (etwas über 2 Euro) betragen hatte, stieg bis 2000 auf das Vierfache. Bei Saatgut betrug der Preisanstieg je nach Sorte zwischen 100 und 300 Prozent. So verlangten etwa Monsanto und seine Tochterfirmen für ein 450-Gramm-Paket genetisch modifizierten Baumwollsamen zwischen 1 600 und 1 850 Rupien (27 bis 32 Euro). Als ein indischer Bundesstaat drohte, dagegen zu klagen, senkten sie den Preis dann plötzlich auf 750 Rupien (13 Euro). Aber selbst zu diesem Preis ist das Monsanto-Saatgut weitaus teurer als das für die hybriden Sorten, die in der Region üblich sind.

Die Standards für die Qualität des Saatguts wurden ebenfalls drastisch gesenkt. Während früher garantiert sein musste, dass mindestens 85 Prozent der Saatkörner richtig auskeimen, wurde dieser Prozentsatz in etlichen Fällen auf 60 Prozent gesenkt. Wenn ein Dorf also 1 000 Tüten Saatgut kauft, lassen sich davon eigentlich nur 600 verwenden, der Rest ist Ausschuss.

Die dieses Marktsegment beherrschenden Betrugskartelle sorgen dafür, dass die Kosten für gefälschtes wie echtes Markensaatgut mittlerweile in absurde Dimensionen steigen. Andhra Pradesh ist bekannt für seine IT-Industrie. Dabei liegt der Umsatz seiner Saatgutindustrie weit höher als seines weltweit gerühmten IT-Sektors.

Entsprechend der gängigen Weltbank- und IWF-Rezepte, die von allen Regierungen des Bundesstaats Andhra Pradesh begeistert umgesetzt wurden, sind die Kosten für Wasser und Strom enorm gestiegen. Die Stromtarife wurden praktisch über Nacht um rund 70 Prozent heraufgesetzt, und Wasser wird immer teurer, da die Wasserversorgung überall durch die Hintertür privatisiert wird.

In dieser Phase, als die Bauern solch gewaltige Kostensteigerungen verkraften mussten, begannen die Kreditquellen für sie zu versiegen. Auf dem flachen Lande machten in den letzten zehn Jahren rund 4 000 Bankfilialen dicht, während die Regierung noch behauptete, das Gesamtvolumen der landwirtschaftlichen Kredite habe sich erhöht. Damit wurden die Bauern den Geldverleihern in die Arme getrieben. Kein Wunder also, dass sich die Schuldenlast der Bauern verdoppelt hat.

Im selben Zeitraum zielte die offizielle Kreditpolitik vor allem darauf ab, immer mehr Geld für die obere Mittelklasse und deren Luxuskonsum bereitzustellen. In meinen Reportagen über die Probleme der ländlichen Bevölkerung schrieb ich damals häufig über Bauern, die Selbstmord begangen hatten, weil sie Kredite auf ihre künftige Ernte nur zu extrem hohen Zinssätzen bekommen konnten. In die Stadt zurückgekehrt, fand ich einmal ein Angebot meiner Bank vor, die mir für den Kauf eines Mercedes einen Kredit zu nur 6 Prozent Zinsen anbot.

Derweil hat sich im ländlichen Indien eine ganz neue Klasse von Geldverleihern etabliert. Die wichtigste Gruppe sind die Händler von Saatgut und anderen Produktionsfaktoren, die zur Hauptkreditquelle geworden sind. Im Zuge einer Entwicklung, die unsere landwirtschaftlichen Fakultäten zu Ausbildungslabors für transnationale Unternehmen gemacht hat, übernehmen die Input-Händler auch noch die Rolle von technischen Beratern. Häufig agieren sie zudem als Aufkäufer von Ernten, die sie den Bauern zu extrem niedrigen Preisen abnehmen können, weil sie deren Verschuldung als Druckmittel einsetzen.

Der Erlös für ein Kilo Vanille sank auf ein Fünfzigstel

Der dritte Schlag, der die Bauern nach der Kreditklemme und dem Anstieg der Input-Preise traf, war der Verfall der Preise, die sie für ihre Ernte erzielen. Millionen indischer Klein- und Kleinstbauern, die weniger als ein Hektar Land besitzen, sind der Volatilität der Weltmarktpreise schutzlos ausgeliefert. Schlimmer noch: Ihre unzureichenden Absicherungen gegenüber Marktrisiken wurden gemäß der neuen Spielregeln nunmehr ganz abgeschafft. Zugleich überredete der Staat – ganz im Sinne des alten, exportorientierten Wachstumsmodells – immer mehr Bauern, nicht etwa Nahrungspflanzen für den eigenen Bedarf anzubauen, sondern „cash crops“, also zum Verkauf auf dem Weltmarkt bestimmte Produkte, die mit hohem Kostenaufwand und hohem Risiko verbunden sind.

Ein Beispiel: Ein Bauer in Kerala hat für sein ein Hektar großes Reisfeld 7 000 Rupien aufgewendet. Nach der Umstellung auf den Anbau von Vanilleschoten muss er das Zwanzigfache ausgeben. Das bedeutet für ihn höhere Kredite, eine weit größere Zinsbelastung und stark erhöhte Risiken. Und dann wird er auch noch ein Opfer manipulierter Weltmarktpreise, denn in Indien gibt es keinen Binnenmarkt für Vanille. Zunächst wurden die Bauern mit fantastischen Anfangspreisen angelockt: 2003 konnten sie für ein Kilogramm Vanille bis zu 4 500 Rupien (knapp 80 Euro) erzielen. Heute liegt der Abnahmepreis bei 86 Rupien (1,50 Euro), der viele dieser Bauern in den Bankrott trieb.

Preismanipulationen sind auch auf dem Kaffee- und dem Pfeffermarkt nicht selten. Der Weltmarktpreis wird von vier großen Konzernen kontrolliert. Das erklärt, warum es selbst zu Zeiten, da Kaffee im Westen zu Höchstpreisen verkauft wurde, weiterhin Selbstmorde bei den Kaffeebauern von Kerala gab – denn die Preissteigerungen waren bei ihnen nicht angekommen. Allein in dem winzigen Territorium von Wayanad in Kerala verloren die Bauern durch den Preisverfall für Kaffee und Pfeffer innerhalb von sechs Jahren umgerechnet rund 1,2 Milliarden Euro.

Zu diesem Preisverfall haben die USA und die EU maßgeblich beigetragen. Auf der einen Seite werden die ärmeren Länder von IWF, Weltbank und WTO weiterhin dazu gedrängt, ihre Zoll- und andere Einfuhrbarrieren zu beseitigen und ihre ohnehin dürftigen Agrarsubventionen zu reduzieren. Auf der anderen Seite unterstützen die USA und die Europäische Union Großfarmer mit geradezu sittenwidrigen Subventionen. In diesen Ländern wird pro Kuh ein täglicher Zuschuss gezahlt, der doppelt so hoch ist wie der indische Mindestlohn für eine landwirtschaftliche Arbeitskraft, der bei 60 Rupien (knapp über 1 Euro) liegt. Vijay Jawandia, Bauernführer in Vidharbha, sagte einmal: „Der Traum eines indischen Bauern ist es, als europäische Kuh wiedergeboren zu werden.“

Es besteht also ein direkter Zusammenhang zwischen den von den USA und der EU gezahlten Baumwollsubventionen und den Selbstmorden tausender Bauern, nicht nur in Vidharbha und Andhra, sondern auch in Afrika. Darauf wollten die Präsidenten von Burkina Faso und Mali hinweisen, als sie im Sommer 2003 in der New York Times einen Artikel zu dem Thema veröffentlichten.6

Im Jahr 2005 wurde die Baumwollproduktion der USA in Weltmarktpreisen auf 3,9 Milliarden Dollar geschätzt. Doch zugleich beliefen sich die Subventionen für die etwa 20 000 amerikanischen Baumwollfarmer auf 4,7 Milliarden Dollar, was zur Folge hatte, dass die Preise weltweit in den Keller gingen. Mit anderen Worten: Durch die unwirtschaftlichen, preisverzerrenden Subventionen der reichen Länder wurden die effizient wirtschaftenden Bauern der armen Länder ruiniert.

Indische Einkommen und globalisierte Kosten

Zu alledem kommt noch der enorme Anstieg der Lebenshaltungskosten, der durch die umfassende Kommerzialisierung und Privatisierungspolitik ausgelöst wurde. Gesundheitsversorgung, Schule und Ausbildung, Verkehrsmittel, Benzin – all das kostet inzwischen mehr als je zuvor. Und dies zu einer Zeit, da die monatlichen Konsumausgaben eines bäuerlichen Haushalts pro Kopf und Monat 503 Rupien (weniger als 9 Euro) betragen. Für viele Millionen Menschen in Indien bedeutet Globalisierung nichts anderes als globalisierte Preise bei nach wie vor indischen Einkommen.

Mit der Vernichtung unserer Landwirtschaft haben wir es mittlerweile sogar geschafft, dass auch die Getreideproduktion pro Kopf zwischen 1991 und 2005 zurückgegangen ist, und zwar von 510 Gramm pro Tag auf 437 Gramm. Professor Patnaik schätzt, dass eine arme Familie auf dem Dorf im Durchschnitt 100 Kilogramm weniger Getreide konsumiert als noch vor sechs bis acht Jahren.7 Wobei die Menschen mit gehobenem Einkommen sich inzwischen natürlich besser ernähren als zuvor.

All diese Faktoren erklären, warum es unter der bäuerlichen Bevölkerung eine derart steigende Selbstmordrate gibt. Die Unzufriedenheit auf dem Land brachte 2004 auf nationaler Ebene die Regierung der United Progressive Alliance (UPA) an die Macht. Die Kongress-Partei als stärkste Kraft dieser Allianz verabschiedete unter dem Druck ihrer linken Bündnispartner sogar ein „Nationales Programm garantierter Beschäftigung“, das armen Familien ein Mindesteinkommen garantieren soll. Aber dieses Programm ist finanziell viel zu schwach ausgestattet, und es garantiert den Beschäftigten nur 100 Tage Arbeit im Jahr. Damit hat die UPA die grundlegende Strategie der vergangenen fünfzehn Jahre kaum verändert. Ihre Politik führt zwangsläufig dazu, dass die indische Landwirtschaft von den großen Agrobusiness-Konzernen übernommen wird. Tatsächlich war es der heutige Premierminister, der bereits 1991 als Finanzminister in der damaligen Kongress-Regierung den aggressiven Liberalisierungs- und Privatisierungskurs eingeleitet hatte.

Heute kann man dem Wirtschaftsmagazin Forbes entnehmen, dass Indien mit 36 Dollarmilliardären in der Weltrangliste hinter den USA, Deutschland und Russland an vierter Stelle liegt.8 In der Rangliste des Human Development Reports liegt das Land dagegen auf Platz 128.9 Die Kluft zwischen Reichen und Armen ist heute tiefer, als sie es jemals in Zeiten der Kolonialherrschaft war.

In Indien wächst heutzutage nicht der Software- oder Hightech-Sektor am schnellsten, sondern die Ungleichheit in allen Bereichen der Wirtschaftstätigkeit. Aufgrund des marktradikalen Entwicklungsmodells, das wir seit 1991 verfolgen, sind die großen Verlierer die Menschen, die von der Landwirtschaft leben. Und das sind noch immer fast 60 Prozent der indischen Bevölkerung.

Fußnoten: 1 Die NSSO ist die größte datenerhebende Institution in Indien. Alle hier zitierten Angaben über die Verschuldung der Bauern stammen aus dem 59. Bericht der NSSO. 2 Im Westen galt der Staat Andhra Pradesh lange als positives Modell. Chandrababu Naidu, bis 2004 an der Regierung, war der Liebling der westlichen Konzerne. Während seiner neunjährigen Amtszeit haben sich sehr viele Bauern umgebracht. 2004 erlitt Naidu unter dem Eindruck der landwirtschaftlichen Krise eine der größten Wahlniederlagen in der Geschichte des Staates. 3 Die Daten stammen aus einer von der Regierung von Maharashtra in Auftrag gegebenen Studie. Die Auswertung dieser Studie (der größten, die je in diesem Staat durchgeführt wurde) wurde bei einer FAO-Konferenz präsentiert, die am 3. Oktober 2006 in Neu-Delhi stattfand. 4 Detaillierte Informationen in den Publikationen von Professor Patnaik, vor allem „Republic of Hunger“, unter www.macroscan.com. 5 Vgl. Susan George, „Wie die andern sterben. Die wahren Ursachen des Welthungers“, Berlin (Rotbuch) 1990. 6 Ein Beitrag von Malis Präsident Amadou Toumani Touré and Burkina Fasos Präsident Blaise Compaoré: „Your farm subsidies are strangling us“, New York Times, 11. Juli 2003. 7 Siehe Patnaik, a. a. O. (Anm. 4). 8 Siehe The World’s Billionaires, Forbes.com. 9 Siehe Human Development Report 2007/2008 des United Nations Development Programme (UNDP). hdr.undp.org/en/statistics/.

Aus dem Englischen von Niels Kadritzke Der vielfach ausgezeichnete indische Journalist Palagummi Sainath ist Redakteur bei der Tageszeitung The Hindu und Autor von „Everybody loves a good drought. Stories from India’s poorest districts“, New Delhi (Penguin) 2004.

Le Monde diplomatique vom 11.01.2008,