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Mein Papa, mein Lehrer

In den USA werden immer mehr Kinder zu Hause unterrichtet von Julien Brygo

Tief im Tal der einstigen Bergbauregion am Hocking River im Südosten von Ohio erfüllt Vogelgezwitscher die Luft. Hier steht das Häuschen der Familie Tompkins, mit der echten Schildkröte unterm künstlichen Wasserfall und dem in eine Art Archiv umgewandelten Wohnzimmer. Vor den Wandregalen mit hunderten von Büchern stehen zwei Computer mit Breitbandinternetzugang. Ohne Tafel und Kreide gehört dieser Raum zu einem der vielen tausend privaten Klassenzimmer, in denen Eltern ihre Kinder unterrichten.

Jane Tompkins, früher Professorin für Kunstgeschichte an der Universität von Athens, erklärt ihr pädagogisches Credo: „Eines unserer wichtigsten Prinzipien lautet: Wenn du etwas nicht weißt, weiß es ein anderer, vielleicht ein Internetnutzer, ein Elternteil aus der Kooperative oder ein Autor.“ Anstelle des Treueschwurs auf die Verfassung der USA betet sie allmorgendlich mit ihren Kindern, Will, 12 Jahre alt, und Becky, 15 Jahre. Und im Anschluss lesen sie noch eine Passage aus der Bibel.

Während des „Unterrichts“ sitzen die Kinder auf ihren Plätzen, sie hören ihrer „Lehrerin“ zu und bekommen „Aufgaben“ für die nächste „Stunde“. Die einzige Besonderheit: Will, Becky und die beiden Kinder einer katholischen Nachbarsfamilie werden nicht benotet, sie lernen nach ihrem eigenen Rhythmus und können den Unterricht jederzeit unterbrechen. Ihr Lehrstoff orientiert sich weitgehend an den üblichen Curricula, zugeschnitten auf die Fähigkeiten der Mutter und die Vorlieben der Kinder: Klavierstunden, Geschichte, Naturkunde, Mathe, Maschineschreiben und anderes mehr.

Ob rechts- oder linksgerichtet, die Verfechter des Homeschooling sehen dessen Hauptvorteil in der Durchlässigkeit von Lehren und Lernen. Erziehung und Bildung immer und überall, von morgens bis abends, an Wochenenden und in den Ferien. Ausgestattet mit Lehrbüchern, die sie per Internet oder Versandhandel beziehen, zusammengeschlossen in selbstverwalteten Kooperativen, vernetzt über Blogs und Websites, gewinnen die Homeschooler zunehmend an Boden, und zwar nicht nur in den USA, sondern auch in Frankreich, England, Neuseeland, Australien und Kanada.1

Als gläubige Christin hat Mrs Tompkins beschlossen, ihre Kinder „wegen des schlechten Einflusses“ von der staatlichen Schule zu nehmen. Diese Einstellung bildet das Fundament der Hausunterrichtsbewegung. Der Besuch sowohl öffentlicher als auch privater Schulen sei nicht nur unproduktiv, sondern sogar schädlich, weil dort die falschen Werte vermittelt würden. „Fortschrittsdogmen“, soziale Vermischung, mangelnde Disziplin, Sexualkunde und eine laxe Einstellung zur Abtreibung belasten aus der Sicht von Müttern wie Jane Tompkins das harmonische Heranwachsen guter kleiner Christen.

Meldungen von Geiselnahmen und blutigen Schießereien an Schulen und Universitäten haben das Schreckensbild von der gefährlichen Schule noch verschärft. Außerdem wollen die Eltern die Fäden lieber selbst in der Hand behalten. Linke Homeschooler – für Mrs Tompkins sind das alles Hippies – treiben völlig andere Beweggründe um. Sie fürchten, die Schulen könnten aus ihren Kindern staatshörige Patrioten, kleingeistige Bürokraten und konsumfixierte Egoisten machen.

Bei den Tompkins war die Entscheidung 1994 gefallen, kurz nach der Legalisierung des Hausunterrichts in den fünfzig US-Bundesstaaten: Eines Tages kam die älteste Tochter aus der Schule und berichtete entsetzt von den Schimpfwörtern und Flüchen, die sie auf dem Pausenhof aufgeschnappt hatte. Ein paar Tage zuvor hatte Mrs Tompkins im Autoradio die landesweit übertragene Predigtsendung „Focus on the Family“ des berühmten Evangelikalen James Dobson gehört. „Damals dachte ich, Unterricht zu Hause sei nur etwas für Hippies“, erinnert sie sich. „Aber Dobson erklärte, dass eigentlich jeder seine Kinder selbst unterrichten könne, man brauche nur Lehrbücher und müsse sich mit anderen Familien zusammentun.“ Mrs Tompkins folgte seinem Rat und meldete ihre Tochter prompt von der örtlichen Schule ab. Dabei gibt es keinen friedlicheren Ort als Athens County!

In drei der fünf Distrikte von Athens besuchen insgesamt 3 700 Kinder öffentliche Schulen, während etwa hundert von ihren Eltern unterrichtet werden. Das sind immerhin knapp 3 Prozent der Kinder im schulfähigen Alter. Zwischen 1999 und 2006 ist die Zahl der US-amerikanischen Familien, die ihre Kinder aus der Schule abgemeldet oder sie gar nicht erst angemeldet haben, von 850 000 auf über 2 Millionen gestiegen.2

Der 15-jährige John Colvins, dessen aufopfernd engagierte Mutter seit zehn Jahren den Hausunterricht für fünf Familien organisiert, hat nie eine Schule von innen gesehen. Aber er hat so seine Vorstellungen, ziemlich genaue sogar: „Was wir machen, ist meiner Ansicht nach eine gute Alternative. Jeder weiß doch, dass Mao und die Nazis die öffentlichen Schulen benutzt haben, um ihre Propaganda zu verbreiten.“ Für seinen jüngeren Bruder Ben hat das Lernen zu Hause vor allem den Vorteil, „dass man sich seine Zeit selbst einteilen kann und eine religiöse Erziehung bekommt“. Doch ihre Mutter versichert, die Religion sei nicht das einzige Motiv. „Wir wollen verhindern, dass der Staat das Denken unserer Kinder beeinflusst“, lautet das Resümee der Berkeley-Absolventin, die sich nichts Geringeres als die Abschaffung des Erziehungsministeriums wünscht.

In der letzten Untersuchung von 2006, die eben dieses Ministerium zum Thema Homeschooling veröffentlichte, wurden die Eltern, die ihre Kinder keiner Schuleinrichtung anvertrauen wollten, nach ihren Beweggründen gefragt. Als ausschlaggebend nannten 31 Prozent ihre Besorgnis um „die Atmosphäre und das Milieu, in denen sich der Unterricht in den Schulen abspielt“.3 Für 30 Prozent war es der Wunsch, „ihren Kindern eine moralische und religiöse Erziehung zu geben“. Die dritte Erklärung – 16,5 Prozent der Befragten – bezog sich auf ihre Unzufriedenheit mit „der intellektuellen Ausbildung, die von den Schulen geboten wird“. Darüber hinaus wurden besondere Bedürfnisse des Kindes (7 Prozent) und körperliche oder geistige Probleme (ebenfalls 7 Prozent) angegeben.

Die Schulkritik kam Ende der 1960er-Jahre auf. In ihrem Buch „Better late than early“ (1975) stellten die amerikanischen Erziehungswissenschaftler Raymond und Dorothy Moore, beide fundamentalistische Christen, ihre Forschungsergebnisse vor: Die Kinder würden zu früh eingeschult, der Schulbesuch schade ihnen körperlich, moralisch, intellektuell und sozial. Schulunterricht sei erst mit acht oder zehn, wenn nicht gar mit zwölf Jahren zu empfehlen.

Und die Linken kritisierten, dass die Schule soziale Ungleichheit reproduziere und Chancengleichheit bloß vorgaukele. Man bemängelte die willkürliche Auswahl des Lehrstoffs, den traditionellen Frontalunterricht und das hierarchische Lehrer-Schüler-Verhältnis. Immer häufiger ging es um die Schule an sich, um ihre Ziele und Methoden – bis am Ende die Schule als Institution radikal infrage gestellt wurde.

In einem seiner Werke forderte der Philosoph und katholische Priester Ivan Illich (1926–2002) sogar die „Entschulung der Gesellschaft“4 : Die „Überwachungsanstalt“ Schule solle durch eine Vielfalt frei zugänglicher, kommunikativer Bildungsangebote ersetzt werden. Denn Schulpflicht, höhere Schulen oder der begehrte Hochschulabschluss würden nur obrigkeitshörige Bürger hervorbringen, die bereitwillig aufnähmen, was die „Autoritäten“ ihnen vorsetzten.

Selbst bestimmter Lehrplan

In den USA gründete der Pädagoge und Erfolgsautor John C. Holt (1923–1985) 1977 die Zweimonatsschrift Growing Without Schooling. Holt und ein Teil der – teils schwärmerischen, teils radikalen – Linken entwickelten sich zu Vertretern des informellen Lernens in häuslicher Umgebung, wofür Holt den Begriff „unschooling“ prägte. In der Bücherei von Athens, der Hauptstadt des gleichnamigen County, treffen sich mittlerweile zahlreiche Anhänger dieser Idee, um ihren Kindern drei- oder viermal im Monat gemeinsamen Unterricht zu erteilen.

Auch die Leiterin der Abteilung Jugendbuch, Amy King, hat ihre Tochter 2001 aus der öffentlichen Schule genommen. Im gleichen Jahr hatten Demokraten und Republikaner das neue Bildungsgesetz mit überwältigender Mehrheit verabschiedet: den von US-Präsident Bush eingebrachten No Child Left Behind Act. Dieser spornt die Schulen zu mehr Wettbewerb untereinander an, er erleichtert den Zugang zu Privatschulen und eröffnet unter anderem mit „Bildungsgutscheinen“5 einen regelrechten Bildungsmarkt. Laut Amy King hat die Standardisierung der Lehrpläne, die sich aus diesem „katastrophalen“ Gesetz ergab, „den Schulen ein noch rigideres Korsett verpasst und die Ungleichheit zwischen den Schülern verschärft“.

Auf einem Sofa hinten in der Bücherei sitzt der 33-jährige Scott Grandy. Der junge Vater ist Musiker, baut Biogemüse an und kommt maximal auf 20 000 Dollar im Jahr, umgerechnet gut 1 000 Euro im Monat. Während seine beiden Töchter Jorah und Sorell in der Bücherei aushelfen, macht er seine Abrechnung. „Schule ist grausam. Sechs Stunden am Tag sollen die Kinder auf dem selben Platz sitzen. Bei uns zu Hause liegen immer Bücher auf dem Tisch, und wir setzen uns jeden Tag hin, um etwas zu machen, mal Mathe – Bruchrechnen, Addieren, Dividieren und so –, mal Schreiben, Lesen, Musik oder Kunst. … Wir bringen ihnen auch Brotbacken bei, bauen mit ihnen kleine Häuser und schulen ihr kritisches Denken.“

Die 7-jährige Sorell erklärt: „Ich finde das ganz toll so, weil ich lernen kann, was ich will. Außerdem sind da alle meine Freundinnen, die auch zu Hause unterrichtet werden, und das finde ich schön.“ Ihre Eltern haben sich – genau wie die Christen im Tal des Hocking Rivers – einem Kollektiv angeschlossen, das sich einmal in der Woche versammelt und von den Religiösen „die Kooperative“, von den Atheisten „die Gruppe“ genannt wird. Sie dient dem Zweck, die Kenntnisse und Fertigkeiten der Eltern zu sammeln und gemeinsame Kurse zu organisieren. Die Gruppe, der Scott Grandy angehört, besteht aus acht Familien. Auf das Alter, meint er, komme es in Sozialbeziehungen nicht an: „Man lernt sein ganzes Leben lang von Jüngeren wie von Älteren. In unserer Gruppe sind die Schüler eher undiszipliniert und frei, darum ist eine Familie, die das zu wild für ihre Kinder fand, neulich wieder ausgetreten. Mit solchen Problemen müssen wir uns eben auseinandersetzen. Es geht darum, die richtige Mitte zu finden zwischen stundenlangem Stillsitzen und Machen, was man will.“

Kritiker des Homeschooling betonen nicht nur, dass beim Hausunterricht das soziale Lernen zu kurz kommt. Sie misstrauen auch dem vermittelten Wissen. Schließlich verfügt kaum einer der „Hauslehrer“ über eine entsprechende Ausbildung. Mehrere Untersuchungen bescheinigen den von den Eltern unterrichteten Schülern jedoch, dass sie auf die Universität gut vorbereitet sind und überdurchschnittliche Leistungen erbringen.

Lawrence Rudner von der Maryland Universität hat 1998 das Wissen von 20 760 zu Hause unterrichteten Kindern getestet. Die erzielten Noten erschienen ihm „außerordentlich gut“.6 Bei solchen Ergebnissen fällt natürlich ins Gewicht, dass die Anhänger des Homeschooling ihre Rolle wie ein Priesteramt erfüllen und bereit sind, jedes Opfer dafür zu bringen. Mit den öffentlichen Schulen verhält es sich, zumindest in den USA, genau umgekehrt: Insbesondere unter den republikanischen Administrationen gab es hier in den letzten Jahrzehnten massive Kürzungen.

Wer seine Kinder zu Hause unterrichten will, muss sich nicht mit langen Anträgen herumschlagen. In Ohio reicht es aus, wenn die Eltern eine weiterführende Schule abgeschlossen haben. Die Familien melden sich Anfang des Jahres bei den zuständigen Behörden, legen einen Lehrplan vor und sichern zu, dass die Kinder im Laufe des Schuljahrs mindestens 900 Stunden Unterricht erhalten werden. Pflichtfächer sind Lesen, Aussprache, Schreiben, Geografie, die Geschichte der USA und Ohios, Gemeinschaftskunde, Rechnen, Naturkunde, Gesundheit und Brandschutz.

Die Beamten des örtlichen School Board of Education beurteilen allerdings nicht den tatsächlichen Kenntnisstand der Kinder, sondern prüfen am Jahresende lediglich, ob das von den Eltern eingereichte Unterrichtsprotokoll mit den eingangs präsentierten Lehrplänen übereinstimmt.

Dass der Hausunterricht in den USA 1993 landesweit legalisiert wurde, ist dem Einfluss seiner Lobby zu verdanken: der Home Schooling Legal Defense Association, einer evangelikalen Organisation, der über 80 000 Familien angehören. Dennoch unterscheidet sich das Reglement von Bundesstaat zu Bundesstaat. Besonders freizügig sind Florida oder Texas, wo die Eltern ihr Vorhaben nicht einmal offiziell melden müssen, während in North Dakota, Pennsylvania oder Kalifornien strenge Vorschriften gelten.7 Am 8. März dieses Jahres hat ein Berufungsgericht in Kalifornien entschieden, dass Eltern, die keine entsprechende Ausbildung besitzen, ihre Sprösslinge nicht selbst unterrichten dürfen. Damit war von einem Tag auf den anderen der Hausunterricht für 166 000 Schüler illegal, und deren Eltern mussten mit Strafverfolgung rechnen.

Mike Smith, der Präsident der Home Schooling Legal Defense Association, hat sich sofort ins Zeug gelegt und das „Grundrecht auf Erziehung der eigenen Kinder“ in Kalifornien verteidigt: „In allen 49 anderen US-Bundesstaaten dürfen Eltern als Privatschulen auftreten. Laut Verfassung ist die Ausbildung zum Lehrer keine zwingende Voraussetzung: Folglich ist es erlaubt, seine Kinder selbst zu unterrichten.“ Dann verwies er auf eine Studie des Forschungsinstituts Ellison Research in Phoenix (Arizona)8 , nach der 50 Prozent der Befragten die häusliche Beschulung für ebenso erfolgreich einschätzen wie den Unterricht an öffentlichen Schulen. Und das komme einfach daher, dass „die von ihren Eltern unterrichteten Kinder bei den Zulassungsprüfungen an amerikanischen Universitäten oft bessere Ergebnisse erzielen“.

Die Schule bleibt Babysitter der Nation

George H. Wood, Direktor des Forum for Education and Democracy und Leiter der Federal High School von Stewart im Südosten Ohios, zieht ein Buch aus dem Regal, an dem er selbst mitgeschrieben hat: „Many Children Left Behind“.9 Ihm bereitet die Geldnot an den öffentlichen Schulen mehr Sorgen als der mögliche Aufschwung des Homeschooling. „Aber der Einfluss, dem diese irgendwann mündigen Staatsbürger in ihren Familien ausgesetzt sind, macht sie nicht gerade aufgeschlossen für die Reflexion und Meinungsvielfalt, die jede Demokratie braucht. Wenn man als Kind erlebt, wie die Eltern den Umgang mit Menschen anderer Hautfarbe oder aus anderen gesellschaftlichen Schichten oder einem anderen Bildungsmilieu einschränken, dann wird man später, als erwachsenes Mitglied einer Demokratie, immer dazu neigen, die Meinungen dieser anderen von vornherein abzulehnen.“

Ähnlich argumentiert die Lehrergewerkschaft National Education Association (NEA). Von Rod Paige, dem Architekten des No Child Left Behind Act, als „Terroristengruppe“ tituliert, zählt sie zu den erbittertsten Gegnern des Homeschooling. „Was auch immer an den öffentlichen Schulen auszusetzen sein mag, sie erfüllen eine wesentliche Aufgabe: Sie erklären den Schülern die Gesellschaft, in der sie leben“, meint die Grundschullehrerin Jen Thomson, Mitglied der NEA von Ohio. „In der Schule werden Kinder mit anderen Meinungen konfrontiert, und bloß weil sie ‚einen schlechten Einfluss‘ befürchten, haben Eltern nicht das Recht, ihre Kinder davon fernzuhalten.“

Wie viele Beobachter glaubt Aimee Howley, die als erziehungswissenschaftliche Forscherin an der Universität von Athens tätig ist, das Homeschooling werde ganz von allein an seine Grenzen stoßen. „Die Kinder selbst zu unterrichten, ist unendlich aufwendig und kostet die Eltern, vor allem die Mutter sehr viel Kraft. Auch wenn der Hausunterricht zunimmt, er wird ein Randphänomen bleiben. Die traditionelle Schule hat gute Zeiten vor sich, schließlich vertraut ihr nach wie vor die Mehrheit der Eltern ihre Kinder an, ohne viel darüber nachzudenken, was da eigentlich gelehrt wird. Die öffentliche Schule ist und bleibt der größte Babysitter der Nation.“

Fußnoten: 1 In Deutschland besteht allgemeine Schulpflicht. Homeschooling gibt es in Griechenland, Frankreich, der Schweiz, Mexiko, Japan, Russland und Südafrika. 2 Siehe Brian D. Ray, „Research Facts on Homeschooling“, National Home Education Research Institute, 10. Juli 2006; www.nheri.org. 3 Homeschooling in the United States: 2003, Statistical Analysis Report, National Center for Education Statistics, U.S. Department of Education, NCES 2006-042; nces.ed.gov/pubs2006/homeschool. 4 Ivan Illich, „Deschooling society“, New York (Harper and Row) 1970; Deutsch: „Entschulung der Gesellschaft“, übersetzt von Helmut Lindemann, München (Kösel) 1972. 5 Der US-Ökonom Milton Freeman schlug 1955 erstmals „Bildungsgutscheine“ vor: Das Steuergeld fließt nicht mehr dem Bildungsträger zu, sondern wird als Gutschein den steuerzahlenden Eltern ausgehändigt, die ihn auf dem Schulmarkt bei einer Bildungseinrichtung ihrer Wahl einlösen können. In den USA wird seit Jahrzehnten mit diesem Konzept herumexperimentiert. 6 Lawrence Rudner, „Scholastic Achievement and Demographic Characteristics of Home School Students in 1998“, in: Educational Policy Analysis Archives, Bd. 7, Nr. 8, Arizona State University 1999. 7 Die Home School Legal Defense Association (HSLDA) listet die Bundesstaaten nach den gesetzlichen Erleichterungen beziehungsweise Hürden für die Homeschoolers auf: www.heritage.org. 8 www.ellisonresearch.com/releases/20080424. htm. 9 George H. Wood und Deborah Meier (Hg.), „Many Children Left Behind: How the No Child Left Behind Act is damaging our children and our schools“, Forum for Education and Democracy, Boston (Beacon Press) 2004.

Aus dem Französischen von Grete Osterwald

Julien Brygo ist Journalist.

Le Monde diplomatique vom 12.09.2008,