09.07.2026

Wetten auf alles

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Wetten auf alles

Das fragwürdige Geschäft der Prognosemärkte

von David Futrelle

Melanie Siegel, Pool, 2021, Acryl und Öl auf Leinwand, 120 × 190 cm Thomas Lomberg
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Prognosemärkte sind als Anla­geplattformen getarnte On­line­casinos. Sie ­ermöglichen, Wetten auf quasi alles abzuschließen: vom klassischen Sporttipp bis zu der Frage, wer bei Taylor Swifts Hochzeit Brautjungfer wird. In Deutschland und vielen anderen EU-Staaten sind ausschließlich Wetten auf Sportereignisse erlaubt und die Prognosemärkte deswegen als illegales Glücksspiel verboten.

Aber in vielen anderen Ländern, vor allem in den USA, werden die Plattformen immer beliebter. Das Volumen dieser Märkte ist im letzten Jahr regelrecht explodiert. Laut TRM Labs, einem Spezialisten für die Analyse von Krypto-Assets, stieg ihr monatliches Trans­aktions­volumen von 1,2 Milliarden US-Dollar Anfang 2025 auf über 20 Mil­liarden im Januar 2026. Die kumulierte Marktkapitalisierung der beiden ­führenden Plattformen ­Polymarket und Kalshi hat die Marke von 30 Milliarden US-Dollar überschritten, wodurch ihre jungen Gründer in den Kreis der Mil­liar­däre katapultiert worden sind.1

Dass es diese Hybridkonstrukte – halb Terminmarkt, halb Spielautomat – gibt, hat ein breiteres Publikum erst durch die jüngsten Medienberichte erfahren, die enthüllten, wie politische Insider diese Plattformen nutzen, um mit Wetten auf Krieg und Tod leicht Geld zu verdienen.

So warf Anfang Januar ein Polymarket-Konto, das offensichtlich eine Woche vor der US-Operation in Venezuela eingerichtet worden war, einen Gewinn von mehr als 400 000 US-Dollar ab. Der Nutzer hatte 33 000 US-Dollar auf die Absetzung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gesetzt. Am 23. April erhob das US-Justizministerium Anklage gegen einen US-Elitesoldaten, der an der Planung der Militäroperation in Venezuela beteiligt gewesen war.2

Nächster Schauplatz: Iran. Ab Dezember 2025 nahm Polymarket Wetten auf einen US-Angriff an, die ein Gesamtvolumen von 529 Millionen US-Dollar erreichten. Und auf Kalshi setzten Nutzer 54 Millionen US-Dollar auf die Absetzung von Ajatollah Ali Chamenei, der am 28. Februar bei einem israelisch-amerikanischen Angriff ums Leben kam.

Laut New York Times gingen auf Polymarket in den 24 Stunden vor Beginn der Luftangriffe mehr als 300 Wetten mit Einsätzen von mindestens 1000 Dollar ein, wobei mehr als 16 Nutzer sogar jeweils mehr als 100 000 US-Dollar setzten.3 Ein Nutzer gewann mit einem Wettbetrag von 60 000 US-Dollar fast eine halbe Million und ein weiterer unter dem Pseudonym „Magamyman“ mehr als 553 000 US-Dollar.

Ein anderer Polymarket-Nutzer erzielte laut CNN durch erstaunlich präzise Vorhersagen über israelische und US-amerikanische Angriffe auf Iran in den letzten Jahren fast 1 Million US-Dollar an Gewinnen.4 So viel Wettglück macht dann doch skeptisch.

Um den eigenen Ruf besorgt, teilte ­Kalshi mit, dass auf der Plattform keine Wetten akzeptiert würden, die mit dem Tod von Personen verbunden sind. Entsprechend hat das Unternehmen sämtliche Wetten auf das Ausscheiden Chameneis aus dem Amt annulliert und die betreffenden Einsätze zurückerstattet – und sich so den Zorn derjenigen Nutzer zugezogen, die mit ihrem Tipp richtiggelegen hatten.

Derweil verteidigt Polymarket seine Kriegsprognosemärkte als „wertvolle“ Informationsquellen. Die Firma rühmt in einer surreal anmutenden Pressemitteilung die „Weisheit der Massen“ und behauptet: „Durch Gespräche mit den direkt von den Angriffen betroffenen Menschen, die Dutzende von Fragen hatten, haben wir erkannt, dass Prognosemärkte ihnen die Antworten liefern konnten – und zwar auf eine Weise, wie es Fernsehnachrichten und X nicht möglich war.“5

Diese Behauptung ist abwegig, zeigt aber, dass es bei den Prognosemärkten nicht nur ums Geld geht, sondern auch um Ideologie. „Kalshi ersetzt Debatten, subjektive Meinungen und Diskussionen durch Märkte, Genauigkeit und Wahrheit“, erklärt der Mitbegründer und CEO des Unternehmens, Tarek Mansour, mit dem für die Tech­szene typischen Überschwang.6 Laut Mansour haben Prognosemärkte „eine neue Art geschaffen, Informationen zu konsumieren und sich mit ihnen auseinanderzusetzen“. Heute sei es schwer, „sich eine Meinung über die Zukunft zu bilden, ohne an Kalshi zu denken“.

Und genau darin liegt das Problem: Die Ambitionen Mansours und anderer Vorkämpfer der Prognosemärkte machen nicht vor Kriegen und Taylor Swift halt. Langfristig geht es laut Mansour darum, „alles zu finanzialisieren und jede Meinungsverschiedenheit in eine Handelsposition zu verwandeln“.7

Robin Hanson, Wirtschaftswissenschaftler an der George Mason University in Virginia und geistiger Vater der Prognosemärkte, geht noch einen Schritt weiter. Er preist die Prognosemärkte als eine Art Demokratieersatz, sie könnten viele Aufgaben des Staatsapparats übernehmen.

1988, als er noch Forscher beim Rüstungsunternehmen Lockheed war, kam ihm die Idee: Kann man Märkte aufbauen, die sich den kollektiven gesunden Menschenverstand zunutze machen, um auf Wunsch alle sich stellenden Fragen zu beantworten?8

Sein Projekt basierte auf einer Grundthese des libertären Ökonomen Friedrich Hayek. Sie besagt, dass der freie Markt durch die aus Angebot und Nachfrage bestimmten Preise alle relevanten Informationen besser abzubilden vermag, als es ein zentraler Wirtschaftsplaner je könnte. Hanson wollte Prognosemärkte zunächst im Kleinen realisieren. Für das Start-up Xanadu schuf er 1990 den ersten unternehmensinternen Prognosemarkt – die Wetteinsätze wurden damals auf einem großen Plakat im Gemeinschaftsraum vermerkt.

In seiner 1997 am California Insti­tute of Technology eingereichten Doktorarbeit präzisierte Hanson seine Theo­rie. Seit Jahrzehnten ist er überzeugt, dass ihm die Geschichte recht geben wird, und gewissermaßen ist das bereits geschehen.

Kalshi wurde 2018 von Tarek Mansour und Luana Lopes Lara gegründet. Beide studierten am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und haben für den Hedgefonds ­Citadel gearbeitet. Im Arabischen bedeutet das Wort kalshi „alles“, was die Ambitionen und womöglich auch die Hy­bris der Ini­tia­tor:in­nen widerspiegelt. Rund zwei Jahre später hob der damals 21-jährige Studienabbrecher Shayne Coplan ­Polymarket aus der Taufe, wobei er sich von Hansons Arbeiten inspirieren ließ.

Kalshi erhielt im November 2020 den Status eines lizensierten regulierten Markts und wurde im Folgejahr als Plattform lanciert. Polymarket ging etwa zeitgleich an den Start, tat dies aber ohne Zulassung. Im Januar 2022 verurteilte die US-Aufsichtsbehörde Polymarket deshalb zu einer Geldstrafe von 1,4 Millionen US-Dollar.

Dann begann der Goldrausch: 2025 stieg die Trading-App Robinhood in den Markt für Prognosewetten ein. Danach folgten die Sportwettengiganten FanDuel, DraftKings und Fanatics. So können sie auch das Sportwettenverbot umgehen, das in einigen US-Bundesstaaten noch immer gilt, und erhalten Zugang etwa zu den riesigen Märkten von Kalifornien und Texas.

Die Chefs der Plattformen hassen es, wenn man ihr Geschäft mit Glücksspiel vergleicht. Dann müsse man „den gesamten Finanzmarkt als Glücksspiel bezeichnen“, empört sich Mansour.9 Wenn es darum geht, den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen, sind die Prognosemärkte auf jeden Fall genauso effizient wie jedes x-beliebige Casino.

Laut einem aktuellen Bericht der Citizens Bank (zitiert von Bloomberg am 4. Februar 2026) verlieren die „­Trader“ an diesen Märkten in den ersten drei Monaten sogar mehr Geld als die Nutzer von Sportwetten­websites. Bei einem Viertel von ihnen beläuft sich der Verlust auf rund 28 Cent pro investiertem US-Dollar.

Sportwetten und Prognosemärkte unterscheiden sich aber in einem wichtigen Punkt: Im Gegensatz zu Sportwetten wollen die Prognosemärkte über den ebenfalls primär bearbeiteten Sportsektor hinaus letztlich den gesamten Informationsbereich abdecken.

Und dafür machen sie mächtig Werbung. CNN, CNBC, Dow Jones und Yahoo Finance haben bereits Verträge mit verschiedenen Plattformen abgeschlossen, um in Echtzeit über Wetten an den Prognosemärkten berichten zu können. Als CBS im Januar die Verleihung der Golden Globes übertrug, konnten die Zuschauer in einem eingeblendeten Banner auch live mitverfolgen, wie sich die Wettquoten auf Polymarket entwickelten.

Wie der CEO von Kalshi offen einräumt, soll letztlich jede Meinungsverschiedenheit handelbar gemacht werden. So mutieren nicht nur Sportergebnisse zur Handelsware, sondern auch Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Promiwelt, Wissenschaft und Kultur. Wird diese Vision Wirklichkeit, könnte bald neben jedem Nachrichtenbeitrag ein Wettbutton erscheinen.

Vom Bürger zum Trader

Sportwetten-Apps sind darauf ausgelegt, ihre Nutzer ständig in Alarmbereitschaft und nach der nächsten Wette Ausschau zu halten. Prognosemärkte dehnen diesen Zustand der Wachsamkeit auf die gesamte Realität aus.

Natasha Dow Schüll, Anthropologin an der New York University, hat untersucht, welche Auswirkungen diese Allgegenwart auf das individuelle Verhalten haben kann. „Das führt zu einer permanenten unterschwelligen Wachsamkeit“, so Schüll, „einem impulsiven Abtasten des Informationsumfelds, das nie aufhört.“ Menschen schauen sich dann nicht einfach die Nachrichten an, sondern sondieren Möglichkeiten. Sie verfolgen keine Reden mehr, sondern bewerten deren Preis.

Wenn letztlich alles zu einem Handelsgegenstand verkommt, verändert sich aus Sicht von Schüll das Verhältnis zur Welt. „Man ist dann kein Bürger oder Wähler mehr, der einer Rede zuhört, kein Sportfan, der ein Spiel verfolgt. Man wird zum Trader.“

Das führt zurück zu Hanson und seinem Ziel, Prognosemärkte zum Fundament einer neuen Regierungsform zu machen, die er etwas unbeholfen „Futarchie“ (Herrschaft der Zukunft) nennt.

Die Grundidee, die er seit dem ­Erscheinen seines Artikels „Shall We Vote on Values, But Bet on Beliefs?“ (Sollen wir Werte wählen, aber auf Überzeugungen wetten?)10 im Jahr 2000 weiterentwickelt hat, lautet nach Hansons schiefem Demokratieverständnis in etwa so: Bür­ger:in­nen gehen zwar weiterhin zur Wahl, um zu signali­sieren, welche gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ergebnisse sie von ­ihrer Regierung erwarten. Doch welche politischen Maßnahmen am ehesten zu diesen Ergebnissen führen, wird dann über Prognosemärkte ermittelt.

Der Gesetzgeber hat so keine andere Wahl, als diese Maßnahmen umzusetzen. Mit anderen Worten: Die Märkte prognostizieren nicht nur die Ergebnisse, sondern schreiben dem Verwaltungsapparat des Landes auch die Mittel und Wege vor, um diese Ergebnisse zu erzielen.

Oder wie Hanson es im Gespräch formulierte: „Sollten wir jemals Märkte haben, die direkt zu bestimmten Entscheidungen raten, wäre das fantastisch. Die meisten Organisationen treffen wichtige Entscheidungen. Menschen treffen Entscheidungen. Dabei steht einfach sehr viel auf dem Spiel.“

Dieses System schustert die politische Macht offensichtlich denjenigen Akteuren zu, die über das meiste Geld verfügen und Märkte in ihrem Sinne lenken können. Hansons Antwort auf diesen Einwand lautet: Zwar könnten die Superreichen versuchen, Entscheidungen am Markt zu manipulieren, indem sie massiv auf die von ihnen bevorzugten politischen Maßnahmen setzen. Bei einer offensichtlichen Fehlbewertung schlössen sich dann aber andere Trader zusammen, um gegen sie zu wetten. Soll heißen: Die Magie des Markts wird die Preisverzerrung schon korrigieren.

2013 führte Hanson in einer überarbeiteten Fassung seines Artikels das Beispiel von Bill Gates an: Trotz seines immensen Vermögens sei dieser nicht in der Lage, die Entwicklung eines Prognosemarkts gegen die Weisheit der Massen zu steuern.

Damals belief sich Gates’ Vermögen auf rund 70 Milliarden US-Dollar. Heute ist der reichste Mann der Welt, Elon Musk, gut 1000 Milliarden US-Dollar schwer. Das entspricht fast einem Viertel des Gesamtvermögens der ärmeren Hälfte der US-Bevölkerung. Obwohl sich die Kräfteverhältnisse derart verschoben haben, hält Hanson an seiner Meinung fest. Auch sonst hindere man die Menschen ja nicht da­ran, leichtsinnig zu leben, so Hanson. „Wir lassen junge Leute selbst entscheiden, mit wem sie ausgehen, wir lassen sie sogar den Versuch unternehmen, Schauspieler:innen oder Musiker:innen zu werden. Das sind sehr riskante Wetten. Die Frage lautet also: Welche anderen unterhaltsamen Risiken sollen Menschen noch eingehen dürfen?“

Natürlich sollte es Menschen freistehen, wen sie lieben und was sie mit ihrem Leben anstellen. ­Eine ­Handy-App, die dazu verführt, das Ersparte auf die Auswahl von ­Taylor Swifts Brautjungfern zu setzen, ist aber etwas ganz anderes.

Man könnte über die „Futarchie“ und die Obsessionen eines exzentrischen Ökonomen schmunzeln, wären die Prognosemärkte nicht ein boomender, bereits mehrere dutzend Milliarden US-Dollar schwerer Sektor. Das zeigt, dass Hansons Ideen vielfach sehr ernst genommen werden.

Im „Manifest der Kommunistischen Partei“ schreiben Karl Marx und Friedrich Engels, der Aufstieg der Bourgeoisie habe „kein anderes Band zwischen Mensch und Mensch übrig gelassen als das nackte Interesse, als die gefühllose ,bare Zahlung‘.“ Seitdem habe sie jeden Aspekt unserer Existenz „in dem eiskalten Wasser egoistischer Berechnung ertränkt“.

In dieses Bad tauchen die Anhänger der Prognosemärkte fröhlich ein. Das Einzige, was noch nicht zu Geld gemacht worden war – das menschliche Denken, das Vertreten einer Ansicht, die Erfahrung einer Meinungsverschiedenheit –, ist nun als handelbares Gut mit schwankendem Preis zu haben. Überzeugungen kondensieren so zu Handelskontrakten.

Doch noch ist die Zukunft nicht vorgezeichnet. Je mehr Erfahrungen Menschen mit Online-Sportwetten sammeln, desto stärker wird die Ablehnung. Im Juli 2025 hielten 43 Prozent der US-Amerikaner:innen sie für gesellschaftsschädlich, gegenüber 34 Prozent im Juli 2022.11

Vor allem teilten 47 Prozent der Männer unter 30 Jahren diese Meinung, verglichen mit 22 Prozent 2022. Diejenigen, die von den Wettfirmen am aggressivsten umworben wurden und den größten Schaden erlitten ­haben, fangen also an, sich abzu­wenden.

Und weil immer mehr Menschen überhaupt erst von den Prognose­märkten erfahren, weil über den ­Insiderhandel bei Wetten auf Krieg und Tod berichtet wird, könnte die Lust, selbst mitzumischen, weiter ab­nehmen.

Wenn sich dieser Trend fortsetzt, lässt sich der Aufschwung der Pro­gnosemärkte womöglich bremsen oder gar stoppen, bevor sie das Volumen von Sportwetten erreichen – und kulturell sowie politisch so allgegenwärtig sind, wie es sich Hanson und andere Ideologen erträumen.

Die ersten Umfragen sind ermutigend: Eine in diesem Jahr für das American Institute for Boys and Men (AIBM) durchgeführte Ipsos-Umfrage ergab, dass 61 Prozent der US-amerikanischen Bevölkerung Transaktionen an den Prognosemärkten eher als Glücksspiel denn als Investition betrachten. Lediglich 8 Prozent der Befragten glauben den Beteuerungen der Branche, an diesen Märkten würden Anlageinstrumente gehandelt. Und nur 4 Prozent stufen sie als nützlich für die Gesellschaft ein.12

Selbst Hanson sieht den Sturm aufziehen: Es bestehe die Gefahr einer Gegenreaktion. „In diesem Fall wird es länger dauern, bis meine Vision Wirklichkeit wird. Aber ich hoffe, dass diese Gegenreaktion nicht so schnell kommt.“ Ob er darauf auch wetten würde?

1 Carlos Garcia, „Kalshi locks in $22 billions valuation, gaining slight edge over its rival Polymarket“, Fortune, 20. März 2026.

2 Bobby Allyn, „U.S. soldier charged with using ­classified ­information to bet on Maduro“, NPR, 23. April 2026.

3 Amy Fan, „How Anonymous Bettors Cashed In on the Iran Strike, Just Hours Before It Happened“, The Upshot/New York Times, 3. März 2026.

4 Marshall Cohen, „Exclusive: Trader made nearly $1 ­million on Polymarket with remarkably accurate Iran bets“, CNN, 24. März 2026.

5 Zitiert nach: Aisha Down, „ ,Abhorrent‘: the inside story of the Polymarket gamblers betting millions on war“, The Guardian, 11. April 2026.

6 „Kalshi reaches $11 billion valuation as app takes over America“, news.kalshi.com, 2. Dezember 2025.

7 „Kalshi founders Tarek Mansour & Luana Lopes Lara on turning events into assets“, citadelsecurities.com, 14. November 2025.

8 Robin Hanson, „Ideas futures“, George Mason University.

9 Nathan Bomey, „Sports event contracts are not gambling, Kalshi CEO says“, Axios, 17. April 2025.

10 Robin Hanson, „Shall we vote on values, but bet on beliefs?“, George Mason University, Juli 2000.

11 John Gramlich, „Americans increasingly see legal sports betting as a bad thing for society and sports“, Pew Research Center, 2. Oktober 2025.

12 Jonathan D. Cohen, „Most Americans see ­prediction ­markets as more like gambling than investing, new AIBM/Ipsos poll finds“, AIBM, 17. März 2026.

Aus dem Englischen von Markus Greiß

David Futrelle ist Autor. Eine Fassung dieses Textes erschien in The Nation.

Le Monde diplomatique vom 09.07.2026, von David Futrelle