09.04.2026

Imperial digital

zurück

Imperial digital

Wie die USA ihre KI-Vorherrschaft sichern

von Sébastien Broca

Riitta Päiväläinen, Obis, 2004, aus der Serie Aomori Blue Forest, C-Print, Diasec, 175 × 245 cm
Audio: Artikel vorlesen lassen

Seit wir mit jedem neuen Krieg der drohenden „Weltunordnung“ immer näher kommen, hat der Begriff Imperialismus eine neue Aktualität gewonnen. Zumal er seit Beginn der zweiten Amtszeit von Donald Trump immer wieder herangezogen wird, um die Außenpolitik der USA zu kritisieren.

Dabei hatte das Wort Imperialismus ursprünglich eine präzisere Bedeutung als heute: Es bezeichnete die enge Verbindung zwischen Staaten und großen Wirtschaftsmonopolen und deren vereintem Expansionsdrang in einer von den Rivalitäten der Großmächte geprägten Welt.

Dieser zu Beginn des 20. Jahrhunderts von mehreren Theoretikern entwickelte Ansatz ist auch heute noch ausgesprochen hilfreich, um die gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen dem US-amerikanischen Staat und den Big-Tech-Unternehmen zu verstehen.

Das internationale System war in der postnapoleonischen Ära (ab 1815) lange Zeit stabil geblieben; doch in den Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg hatten sich – auch im Zeichen der kolonialen Expansion in den 1880er ­Jahren – die Rivalitäten zwischen den Großmächten verschärft. Sie verlegten sich in ihrer Handels- und Wirtschaftspolitik zunehmend auf einen Pro­tek­tio­nis­mus, der in krassem Widerspruch zum Wirtschaftsliberalismus der vorangegangenen Ära stand.

In seinem 1902 publizierten Hauptwerk bezog der britische ­Ökonom John Hobson den Begriff Imperialismus auf genau diese historische Konstella­tion, die für ihn durch die Konfronta­tion zwischen „jeweils vom selben Streben nach politischer Expansion und wirtschaftlichem Gewinn geleiteten rivalisierenden Imperien“ gekennzeichnet war.1

Mit demselben Thema befassten sich kurz darauf aus marxistischer Sicht unter anderen Rudolf ­Hilferding, Rosa Luxemburg, Nikolai Bucharin – und Lenin. Ihre Erklärungsansätze unterschieden sich zwar in einigen Punkten, fußten aber allesamt auf einer Analyse der wirtschaftlichen Veränderungen. Ihr Ausgangspunkt war, dass der Kapitalismus in seiner weiteren Entwicklung durch die Fusion von Industriekapital und Bankkapital (Hilferdings „Finanzkapital“) sowie durch das Bündnis zwischen den Großunternehmen und ihren Herkunftsstaaten gekennzeichnet sei.

Nach Ansicht Bucharins entsteht auf diese Weise „eine Art von ‚national‘-staatlichem Trust“.2 Denn nunmehr benötige ein seinen nationalen Markt beherrschendes Großunternehmen, um im weltweit immer härter werdenden Wettbewerb zu bestehen, die politische und militärische Macht des Staats.

Lenin zufolge markiert der Impe­ria­lismus die Entwicklung des kapitalistischen Systems zu einer höheren wirtschaftlichen und sozialen Ordnung. Diese Anschauung hat die Geschichte widerlegt. Der Imperialismus erscheint inzwischen eher als eine Form des Kapitalismus, die zyklisch wiederkehrt, wenn eine Hegemonialmacht um ihre

gefährdete Vorherrschaft kämpft. So lässt sich der Übergang vom Liberalismus zum Imperialismus vor 1914 durch den industriellen Niedergang Großbritanniens erklären, das darauf mit einem protektionistischen Kurs reagierte, um den Aufstieg seiner Rivalen aufzuhalten.

Sind wir heute an einem ähnlichen Wendepunkt? Die Schwäche der USA hat zur Folge, dass die unter ihrer Aufsicht entwickelte, am Freihandel orientierte Globalisierung infrage gestellt wird. Davon zeugen etwa die Marginalisierung der Welt­han­dels­or­ga­ni­sa­tion (WTO), die Zollpolitik der Trump-Regierung und die Zurückdrängung des Völkerrechts. So hat US-Handelsminister Howard Lutnick am 20. Januar in Davos rundweg erklärt: „Die Globalisierung hat dem Westen und den Vereinigten Staaten von Amerika nicht gedient. Sie ist eine Politik, die gescheitert ist.“

Ähnlich wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat die Kapitalkonzentra­tion in den letzten Jahren spektakulär zugenommen. Im Januar 2026 repräsentierten die sieben größten US-Technologieunternehmen (Nvidia, Alphabet, ­Apple, Microsoft, Amazon, Meta, ­Tesla) 34 Prozent des Gesamtwerts der 500 größten börsennotierten US-Unternehmen (S&P-500-Index). Zehn Jahre vorher waren es lediglich 12,5 Prozent.

2025 rührte das Wachstum der US-Wirtschaft größtenteils von den gigantischen Investitionen der Techbranche in den Aufbau neuer Infrastrukturen für die KI-Entwicklung und von der Unterstützung der „Stars“ der Branche, OpenAI und Anthropic. 2026 werden diese Investitionen weitersteigen und dürften laut Reuters vom 23. Februar allein bei Amazon, Alphabet (Google), Microsoft und Meta 650 Milliarden US-Dollar erreichen.

Die Gewinne dieser Unternehmen haben lange enorm zugelegt, doch das reicht nun nicht mehr aus. Deshalb wollen OpenAI und Anthropic 2026 durch ihren Börsengang an neue Mittel kommen. Die Branche beschafft sich auch vermehrt Kapital bei Private-Equity-Fonds, Vermögensverwaltungen und privaten Kreditgebern.

Die KI-Infrastrukturanbieter ­Oracle und CoreWeave sollen bereits mit 100 Milliarden US-Dollar verschuldet sein. Große Player wie Amazon, ­Google und Meta beschaffen sich Fremdkapital mittels ausgeklügelter Fi­nanz­kon­struk­te.3 Somit ist die Techbranche stärker denn je mit dem Finanzsektor verflochten, obwohl die Gewinnaussichten nach wie vor unsicher sind. OpenAI etwa rechnet damit, erst 2029 in die Gewinnzone zu kommen.

All dies erklärt, dass die US-Regierung neuerdings bemüht ist, die Risiken der KI-Finanzierung zu reduzieren. Am 5. November 2025 plädierte ­Sarah Friar, Finanzchefin von ­OpenAI, im Wall Street Journal für eine Art „Bundesgarantie“, die Investitionen in die KI-Infrastruktur absichern soll. Das löste solche Empörung aus, dass Friar ihren Vorschlag zurücknahm. Doch die Botschaft war angekommen: OpenAI ist inzwischen „too big to fail“ – der Staat müsste eingreifen, sollte das Unternehmen in Schwierigkeiten kommen.

Die KI-Strategie der Trump-Regierung geht darüber hinaus: Sie fördert den Bau von Rechenzentren samt den dafür nötigen Kohle- und Atomkraftwerken auf staatseigenen Grundstücken – und zwar ohne die Umweltverträglichkeitsprüfungen, die der ­National Environmental Policy Act (­Nepa) vorschreibt. Zudem hat das Weiße Haus das Handelsministerium aufgefordert, solche strategischen Projekte durch Darlehen, Bürgschaften, Subventionen, steuerliche Anreize oder auch Zollbefreiungen zu unterstützen.4 Die heutige Realität hat mit einem sich selbst regulierenden Markt also nichts mehr zu tun.

Pax Silica, internationale Allianz gegen China

Vor 111 Jahren schrieb Bucharin über die Widersprüche der imperialistischen Strategie: „Einerseits internationalisiert sie das Wirtschaftsleben, andererseits ist sie mit allen Kräften bestrebt, es in den ‚nationalen‘ Rahmen einzuzwängen.“ Diese Feststellung gewinnt heute wieder an Relevanz. Seit mehreren Jahrzehnten eignen sich die US-amerikanischen Techunternehmen dank der neoliberalen Globalisierung den Großteil des in den weltweiten Produktionsketten geschaffenen Werts an, wobei sie auf zahlreiche, vorwiegend südostasiatische Zulieferer angewiesen sind.

Allerdings wird diese Wirtschaftsordnung mittlerweile infrage gestellt, weil die USA damit in strategische Abhängigkeit von anderen Staaten geraten sind. Washington bemüht sich – nicht erst seit Trump –, diese Abhängigkeit zu reduzieren; zugleich aber setzt man auf KI, um den Vorsprung der USA gegenüber China zu verteidigen. Das ergibt einen Zielkonflikt zwischen der Notwendigkeit, die US-amerikanische Techbranche innerhalb der globalisierten wirtschaftlichen Strukturen zu verankern, und dem Bestreben, die Wertschöpfungsketten entsprechend den Erfordernissen der nationalen Sicherheit umzustrukturieren.

Der wirtschaftliche Interventionismus der USA nimmt deshalb unterschiedliche Formen an. Zum einen steigt der Staat direkt in Unternehmen ein, die als strategisch wichtig erachtet werden, vor allem in Branchen wie dem Bergbau, der Halbleiterindustrie oder der Atomenergie. Die Regierung hat beispielsweise mit Nvidia eine 25-prozentige Beteiligung an den Erlösen aus dem Verkauf von Nvidias KI-Chips H200 an China ausgehandelt, die zuvor einem Embargo unterlagen. Das Wall Street Journal schrieb am 11. August daher über das Entstehen eines neuen „Staatskapitalismus“.

Eine wegweisende staatliche Ini­tia­tive ist auch die Pax-Silica-Allianz, die dem Außenministerium zugeordnet ist und dort dem Undersecretary of State für Wirtschaftsfragen, Jacob Helberg, untersteht. Helberg war früher Berater von Palantir-Boss Alex Karp und ist für seine kompromisslose Haltung gegenüber China bekannt.

Pax Silica strebt eine Koalition aus „vertrauenswürdigen Verbündeten und Partnern“ an, die unter der Schirmherrschaft der USA die gesamte KI-Wertschöpfungskette – von seltenen Erden bis hin zu den neuesten technologischen Entwicklungen – abdecken und absichern soll.5

Derzeit gehören dieser Initiative zwölf weitere Länder an: Australien, Großbritannien, Indien, Israel, Japan, Katar, Singapur, Südkorea, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), dazu die drei EU-Länder Griechenland, Niederlande und Schweden.

Die Beiträge der einzelnen Länder sind naturgemäß unterschiedlich. So liefert etwa Australien kritische Metalle, während Katar und die VAE günstige Energie sowie Investitionskapazitäten beisteuern und Japan und Südkorea wiederum ihr Fachwissen im Halbleiterbereich. Mit Pax Silica behält Washington die Kontrolle über die entscheidenden Innovationsprozesse und sichert sich zugleich die Absatzmärkte ihrer Technologieprodukte.

Somit stellt die Initiative eine Antwort auf Chinas Politik der technologisch-wissenschaftlichen Autonomie dar. Vor allem macht sie deutlich, dass die Techbranche der USA sich keineswegs autark entwickeln könnte, sondern internationalen Abhängigkeiten unterliegt. Dementsprechend müssen die USA ihre außenpolitischen Prioritäten ständig neu überdenken.

Auch heute ist, wie in jeder historischen Konstellation des Imperialismus, die militärische Frage von zen­tra­ler Bedeutung. Die wechselseitige Abhängigkeit zwischen dem US-Staat und der Techbranche existiert in höchstem Maße für den Bereich Verteidigung und Sicherheit.

Das wurde im Februar am Konflikt zwischen dem Pentagon und Anthropic deutlich: Als das KI-Unternehmen dem Verteidigungsministerium die Nutzung seines GPT-Modells Claude verweigerte – das nicht nur die Steuerung autonomer Waffen ohne menschliche Aufsicht ermöglicht, sondern auch zur Überwachung der US-Bevölkerung dienen kann –, wies Trump die Bundesbehörden an, jegliche Zusammenarbeit mit dem Unternehmen einzustellen.

Viele der mit dem Etikett KI entwickelten Technologien dienen dazu, die militärische Vorherrschaft und die wirtschaftliche Überlegenheit der USA abzusichern. Das Weiße Haus strebt eine „unumstrittene und unbestreitbare weltweite technologische Vorherrschaft“ an. Das Pentagon erklärte KI sogar zu „America’s next ­manifest destiny“ (deutsch: offensichtliche Bestimmung) und zur aktuellen „new ­frontier“ – in Anspielung auf die territoriale Expansion der USA im 19. Jahrhundert.6

Vom Techmanager zu Trumps Chefberater

In einem solchen Kontext überwinden die allermeisten Unternehmen des ­Silicon Valley ihre Vorbehalte gegenüber einer Zusammenarbeit mit der Polizei und dem Militär. Die Rechtfertigung für diesen Gesinnungswandel liefert Alex Karp, der Mitbegründer von Palantir, der „das Bündnis von Staat und Softwareindustrie“ für notwendig hält, um die Vorherrschaft der USA aufrechtzuerhalten.

Amazon stellt bereits seit 2013 seine Clouddienste der CIA zur Verfügung, seit 2021 auch der ­National Security ­Agency (NSA) und seit 2022 außerdem dem Verteidigungsministerium, das gleichzeitig die Dienste von Google, Microsoft und Oracle eingekauft hat.

Auch Facebook-Betreiber Meta gestattet mittlerweile die militärische Nutzung seines KI-Modells LLaMA und hat ­Scale AI übernommen, das als Juwel der Militärtechnologiebranche gilt. Chefstratege des Unternehmens war Michael Kratsios, bis ihn Trump zu seinem Chefberater in technologischen und wissenschaftlichen Fragen machte. Was die Pentagon-Aufträge betrifft, so hat ­Scale AI inzwischen die Nachfolge des in Ungnade gefallenen Konkurrenten Anthropic angetreten.

Es ist kein Wunder, dass die Personaldrehtür zwischen dem militärischen Sektor und Big Tech zunehmend in Bewegung ist.8 Diese Realität ist meilenweit entfernt von einstigen technolibertären Fantasien, die großen Technologieunternehmen würden sich völlig vom Staat emanzipieren. Vielmehr ist ein militärisch-digitaler Komplex entstanden, also eine ähnliche Symbiose aus öffentlichem Sektor und Privatwirtschaft, wie sie sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts herausgebildet hatte.

Doch diese neuere Entwicklung hat auch zeitspezifische Züge. Heute ist der Wettbewerb zwischen den imperialistischen Mächten – auch wenn die Hegemonie der USA gefährdet ist – weitaus weniger ausgewogen als vor 1914. Im Übrigen schmieden der Staat und das Kapital ihr Bündnis in einem Kontext, in dem die Verflechtung der Volkswirtschaften viel größer ist als zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Deshalb sind die politischen Machthaber und die kapitalistischen Eliten zwischen widerstreitenden Strategien hin- und hergerissen.

Die Trump-Regierung ist gespalten zwischen den „Falken“, die eine harte Linie gegenüber China vertreten, und der eher neoliberalen Strömung, die auf eine Lockerung der technologischen und handelspolitischen Beschränkungen drängt.9 Dieselbe Ambivalenz ist auch im Silicon Valley zu beobachten: Unternehmen wie Nvidia und Oracle wollen auf keinen Fall auf den Handel mit China verzichten, während die Defense-Tech-Branche eher die Zuspitzung der Rivalität zwischen China und den USA vorzieht.

Der imperialistische Kurswechsel der Techbranche führt jedoch zu Un­ruhe innerhalb der Unternehmen selbst. Das zeigt sich etwa bei Google, dessen Belegschaft mehrheitlich den Demokraten zuneigt.10 Zudem drohen die skandalösen Fälle von Korrup­tion, Vetternwirtschaft und Amtsmissbrauch, die das Bündnis der Techbranche mit der Trump-Regierung kennzeichnen, die Kluft zwischen den Eliten des Silicon Valley und der Basis der MAGA-Bewegung noch zu ver­größern.

Eine letzte, nicht zu unterschätzende Unbekannte ist die Technologie selbst: In Expertenkreisen gibt es durchaus Stimmen, die eine Entwicklung der KI um jeden Preis für einen strategischen Fehler halten. Der ­renommierte Neurowissenschaftler ­Gary Marcus hält es für denkbar, „dass sich als eigentlicher Gewinner das Land erweist, das sich nicht bis zum fi­nan­ziel­len Ruin verschuldet – im sinnlosen Bestreben, ein Rennen zu gewinnen, das nicht gewonnen werden kann“.11 Es läuft auf die alte Erkenntnis hinaus, dass Imperien meist an ihrer eigenen Hybris zugrunde gehen.

1 John A. Hobson, „Imperialism. A Study“, New York (James Pott & Co.) 1902.

2 Nikolai Bucharin, „Imperialismus und Weltwirtschaft“ (1914/15), 8. Kapitel, Frankfurt am Main (Verlag Neue Kritik) 1969.

3 Siehe Advait Arun, „Bubble or nothing: data ­center project finance“, Center for Public Enterprise, November 2025.

4 Siehe Brian J. Chen, „The big AI state. How the Trump administration is shaping US industrial policy toward ‚global technological dominance‘ “, Data & Society, 21. Januar 2026.

5 „What is Pax Silica?“, United States Department of State.

6 „Winning the race. America’s AI action plan“, The White House, Juli 2025; und: „The War Department ­Unleashes AI on New GenAI.mil Platform“, United States Department of War, 9. Dezember 2025.

7 Alexander Karp und Nicholas Zamiska, „The Technological Republic. Hard Power, Soft Belief, and the Future of the West“, New York (Crown Publishing), 2025.

8 Siehe Francesca Bria, „United States of Palantir“; sowie Evgeny Morozov, „Europas Illusion von der souveränen KI“, LMd, November 2025.

9 Siehe Mathilde Velliet, „Les trumpistes veulent-ils ­vraiment faire la guerre à la Chine?“, Institut français des relations internationales (Ifri), Paris, 3. Februar 2026.

10 Siehe Kali Hays, „Google staff call for firm to cut ties with ICE“, BBC, 6. Februar 2026; sowie Frédéric Lordon, „Marx va avoir raison (IA et lutte des classes)“, Les Blogs du „Diplo“, 2. März 2026.

11 Gary Marcus, „The core misconception that is driving American AI policy“, Marcus on IA, 14. Dezember 2025.

Aus dem Französischen von Markus Greiß

Sébastien Broca ist Dozent für Informations- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Paris VIII.

Le Monde diplomatique vom 09.04.2026, von Sébastien Broca