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Die Toten geben keine Ruhe

Die Toten geben keine 

Ruhe

Die historische Aufarbeitung ist mit der Umbettung Francos noch lange nicht zu Ende

von Pauline Perrenot und Vladimir Slonska-Malvaud

Der Bus überwindet die letzten Kurven und erreicht den riesigen Vorplatz im ­Valle des los Caídos („Tal der Gefallenen“) im Nordosten von Madrid. Schon von der Straße aus ist das 150 Meter hohe Kreuz, das auf dem Berg die Gedenkstätte überragt, weithin zu sehen. In der riesigen Basilika, die zwischen den Kiefern und Zistrosen der Sierra de Guadarrama errichtet wurde, ruhten bis vor Kurzem die sterblichen Überreste Francisco Francos (1892–1975) in einer 300 Meter in den Berg hineingetriebenen Krypta.

Der Diktator selbst hatte sein Mausoleum als Symbol der „Versöhnung“ der verfeindeten Lager im Spanischen Bürgerkrieg entworfen. In den 1940er und 1950er Jahren mussten tausende republikanische Gefangene dieses Mahnmal ihrer Demütigung in den Fels schlagen. Hier wird täglich eine katholische Messe gelesen, die Anhänger des alten Regimes paradieren mit faschistischem Gruß, und Busse bringen jedes Jahr hunderttausende Touristen her. Keine Tafel erläutert die Geschichte oder die gigantomanische faschistische Symbolik des Mahnmals.

Für viele Spanier ist das Tal der Gefallenen ein Ort der Verhöhnung der Opfer der Diktatur. Am 24. September 2019 gab der oberste Gerichtshof grünes Licht für den im Juni 2018 beschlossenen Plan der sozialistischen Regierung unter Pedro Sánchez, die Gebeine des Caudillos in die Fami­lien­grabstelle beim Königspalast El Pardo am Rande von Madrid umzubetten. Trotz des Widerstands, der von der Volkspartei (Partido Popular, PP), der katholischen Kirche und rechtsextremen Organisationen angeführt wurde, und trotz wiederholter Einsprüche der Familie Franco gelang es der So­zia­lis­ti­schen Arbeiterpartei (PSOE) nach monatelangem Hin und Her, die Überführung der Gebeine des Generals am 24. Oktober – also noch vor den Parlamentswahlen am 10. November – durchzusetzen.

Die Gedenkstätte im Tal der Gefallenen ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs franquistischer Nostalgie. Während die Überreste der geschätzten 100 000 bis 115 000 Opfer der Diktatur und des Spanischen Bürgerkriegs (1936–1939) in teilweise unbekannten Massengräbern liegen, wird der Generalissimus an seinem Todestag, dem 20. November, stets gefeiert – übrigens auch bei manchen Demonstrationen gegen die Unabhängigkeit Kataloniens.

Das toxische Schweigen der Transición

Mit dem Einzug der rechtsextremen Partei Vox ins andalusische Regionalparlament im Dezember 2018 und ins spanische Abgeordnetenhaus, die Cortes, im April 2019 wurde der schwelende Konflikt um den Umgang mit der Vergangenheit neu angefacht. Der stellvertretende Vox-Fraktionsvorsitzende im andalusischen Parlament, Rodrigo Alonso Fernández, erklärte, Spanien behandle das eine Lager schlechter als das andere: „Die Besiegten werden als Märtyrer dargestellt und die Sieger verteufelt.“

Diesen Standpunkt teilt natürlich auch die Francisco-Franco-Stiftung (FFF), die ein Jahr nach dem Tod des Diktators gegründet wurde, um „das Vermächtnis, das Denken und die Erinnerung an Francisco Franco und den Staat, der von 1936 bis 1977 die Geschicke Spaniens lenkte, zu verbreiten und zu fördern“. So erklärt es uns der Stiftungsvorsitzende Juan Chicharro Ortega, den wir in den Räumen der Stiftung in Madrid treffen.

Es handelt sich um eine Art Museum des Franco-Regimes mit Büsten, riesigen Porträts und Fahnen mit dem franquistischen Adler. Ortega, Generalmajor der Marineinfanterie a. D., ehemaliger Adjutant von König Juan Carlos und (wie auch Franco selbst) Angehöriger der französischen Ehrenlegion, berichtet uns von den Ungerechtigkeiten, die sein politisches Umfeld derzeit zu erleiden habe: „Spanien ist das einzige Land, das den Kommunismus mit Waffengewalt besiegt hat. Das haben sie uns nie verziehen oder vergessen. Die Arbeit der überwiegenden Mehrheit der Geschichtsvereine beruht auf Lügen, der seit Lenins Zeiten wichtigsten Waffe des Marxismus.“

Für die extreme Rechte gab es den Putsch der Offiziere gegen die demokratisch gewählte Regierung der Zweiten Spanischen Republik 1936 gar nicht – und auch keinen Unterschied zwischen dem schlecht organisierten, manchmal auch mörderischen Widerstand der Anhänger der Republik und der organisierten, systematischen und massiven Repression des darauffolgenden Franco-Regimes.

Dieses Wiedererstarken der franquistischen Reaktion ist keine neuartige Erscheinung. „In Spanien wurde das Vergessen auf allen politischen Ebenen institutionalisiert“, sagt Bonifacio Sánchez, Sprecher des „Vereins für die Rückgewinnung des historischen Gedächtnisses“ (Asociación para la Recuperación de la Memoria Histórica, ARMH). Es geht dabei vor allem um die sogenannte transición, den Übergang zur Demokratie, der nach dem Tod Francos im November 1975 begann und im Oktober 1982 in einen überwältigenden Sieg der unter Franco verbotenen Sozialisten mündete.1

Mit Unterstützung der Kommunistischen Partei Spaniens (PCE) organisierten der rechte und der linke Block den bruchlosen Übergang. Dafür mussten die Erinnerungen an die Republik, die durch den Militärputsch vom 17. Juli 1936 zerstört worden war, den darauffolgenden Krieg und vierzig Jahre Diktatur in der Versenkung verschwinden. Der kommunistische Abgeordnete Marcelino Camacho hatte selbst über zehn Jahre im Gefängnis gesessen und erklärte sich dennoch einverstanden mit der Verpflichtung, Stillschweigen über die alten Wunden zu bewahren. Am 15. Oktober 1977 stimmte er für ein entsprechendes Amnestiegesetz. Bei eine Rede vor dem Parlament bezeichnete er es als „Meisterstück einer Politik der nationalen Versöhnung“ und erklärte, seine Seite habe „die Toten und den Groll begraben“.2

Die Sozialisten von der PSOE, die Organisatoren derTransición, scheuten keine Mühe, um eine möglichst konfliktfreie Versöhnung zu inszenieren. So widmeten sie 1985 das Denkmal am Madrider Bahnhof Atocha für die erschossenen Widerstandskämpfer gegen die napoleonische Besetzung vom 3. Mai 1808 in ein Denkmal für alle „für Spanien Gefallenen“ um. Vor der Parade der Streitkräfte umarmten sich zwei Veteranen, ein Falangist und ein Republikaner. 20 Jahre später, am 12. Oktober 2004, nahm der sozialistische Regierungschef José Zapatero eine Parade zum Nationalfeiertag ab, an der sowohl ein Republikaner teilnahm, der im Zweiten Weltkrieg aufseiten der Franzosen gekämpft hatte, als auch ein Ehemaliger der Blauen Division – einer Truppe spanischer Freiwilliger, die auf Francos Geheiß an der Seite der deutschen Wehrmacht für die Ostfront eingezogen wurden.

„Dank dieses Systems hat der Franquismus im kollektiven Unbewussten überleben können“, sagt der Journalist Juan Miguel Baquero. Die fehlende Erinnerung an die (Zweite) Republik ermögliche die neuerliche Leugnung der Geschichte – ein Phänomen, das Baquero als „desmemoria“ (auf Deutsch etwa: Ent-Erinnerung, verfälschte Erinnerung) bezeichnet. Deshalb ist die Arbeit der Geschichtsvereine so wichtig, die seit neunzehn Jahren Massengräber exhumieren und versuchen, die sterblichen Überreste zu identifizieren.3

Von den 2400 vom Justizministerium verzeichneten Gräbern wurden bis 2018 erst 740 geöffnet. „In Sevilla erklärten die Rechten noch in den 2000er Jahren, die Republikaner hätten ebenso viele Menschen getötet wie die Faschisten“, berichtet Cecilio Gordillo, Mitglied der „Gruppe zur Wiedererlangung der Erinnerung an die Sozialgeschichte Andalusiens“, die zur anarchistischen Gewerkschaft CGT gehört. „Die Exhumierungen dienen nicht nur dazu, den Familien ihre Toten wiederzugeben. Es geht auch darum, zu wissen, wie viele überhaupt dort liegen.“

Diese Forderungen wurden am 29. Juni 2018 im Rahmen eines Änderungsvorschlags für das Gesetz über das historische Gedenken (Ley de Memoria Histórica) von 2007 von dem Abgeordneten Alberto Garzón der Vereinigten Linken, einer Koalition unter Federführung der Kommunistischen Partei, im Parlament vorgetragen.

Dass diese Initiative überhaupt zustande gekommen ist, hat mit dem Wandel der politischen Landschaft in Spanien zu tun: Die Wirtschaftskrise von 2008 und die Lawine der Korruptionsskandale innerhalb der PP4 – in etwas geringerem Maße auch in der PSOE – haben das seit der Transición bestehende Zweiparteiensystem erschüttert. Die 2014 gegründete linke Partei Podemos schloss sich mit ihrer parlamentarischen Fraktion Unidos Podemos dem Vorschlag der Vereinigten Linken an.

Ohne die kontinuierliche Arbeit der Geschichtsvereine wäre dieser Umschwung nicht möglich gewesen. Als ihr Gründungsdatum wird oft das Jahr 2000 genannt, weil damals anlässlich der Öffnung des Massengrabs von Pria­ranza del Bierzo (Provinz León) der Verein ARMH gegründet wurde, doch zahlreiche andere Gruppen führen den Kampf um das Gedenken bereits seit vielen Jahren. „Die Erinnerung war immer da, es gab kein Vergessen“, erklärt Ricard Vin­yes, Historiker an der Universität Barcelona und Autor zahlreicher Bücher über die Franco-Zeit. Als Beispiel nennt er den „Katalanischen Verein der ehemaligen politischen Gefangenen des Franquismus“ (Acepf), der 1976 legalisiert wurde. Er entstand aus den Solidaritätskomitees von Ex-Gefangenen für die Inhaftierten des Franco-Regimes. „Ähnliche Vereine wurden von Leuten gegründet, die im Bürgerkrieg, im Zweiten Weltkrieg und während der Diktatur im Widerstand gewesen waren“, erzählt der Acepf-Vorsitzende Carles Vallejo. „Die republikanischen Piloten und Polizisten, all diese Leute kämpften für ihre Recht. Heute gibt es diese Organisationen nicht mehr.“

Die Struktur der Vereine, die sich vor allem um die Exhumierungen kümmerten, veränderte sich durch einen Generationenwechsel. „Es war sehr aufwühlend, als die Kinder und Enkel ihre Eltern und Großeltern nach ihren Geschichten zu fragen begannen“, erzählt Vallejo. „Die bestialische Repression hatte Angst und Schrecken verbreitet, Schweigen war eine Frage des Überlebens, und das wurde auf die nächste Generation übertragen.“ Mit der Öffnung der Massengräber bekamen die Vereine immer mehr Zulauf, da es so viele Familien gab, die Verschwundene zu beklagen hatten.

Unter dem Druck dieser Bewegung verabschiedete die PSOE 2007 das erste landesweite Gesetz zum historischen Gedenken. Es schrieb vor, die Massengräber zu lokalisieren und zu untersuchen, den Zugang zu den Archiven zu öffnen und franquistische Symbole aus dem öffentlichen Raum zu entfernen. Die Vereine kritisierten, dass das Gesetz die politisch motivierten Urteile und Strafen unter Franco lediglich für „ungesetzmäßig“ erklärte, ohne sie zu revidieren. Später wurden unter der Regierung von Mariano Rajoy (PP) sämtliche Gelder für die Erinnerungsarbeit gestrichen.

Im Jahr 2008 hatte der Richter Baltasar Garzón begonnen, in Fällen von gewaltsamem Verschwinden zu ermitteln. Diese Verfahren scheiterten. Daraufhin reichten zwei Nachkommen von Opfern der Franco-Diktatur 2010 in Argentinien Klage ein. Eine argentinische Richterin erklärte sich für zuständig, im Namen des Universalitätsprinzips zu ermitteln. Doch Spanien gab ihren Ersuchen, die Verdächtigen zu verhören, niemals statt, obwohl interna­tio­na­le Haftbefehle gegen sie erlassen worden waren.

Der „Querella Argentina“ (argentinische Streitsache) haben sich inzwischen fast 9000 Kläger angeschlossen.5 Zu ihnen zählt auch José María Galante vom Verein La Comuna; er war Mitglied der Revolutionären Kommunistischen Liga Spaniens und wurde als Student wegen gewerkschaftlicher Aktivitäten verhaftet: „Ich wurde dreimal verurteilt und gefoltert, ich habe fünf Jahre meines Lebens im Gefängnis verbracht, und keiner der Verantwortlichen wurde jemals vor Gericht gestellt“, berichtet er.

Trotz dieser Blockaden machten die Vereine weiter und erzielten einige Erfolge auf lokaler Ebene. Seit 2016 gibt es ein Netzwerk der „Städte gegen die Straflosigkeit“, zu dem Madrid, Valencia, Pamplona, Saragossa, Barcelona und La Coruña gehören. In Madrid und Saragossa eröffnete im November 2018 ein Büro für die Opfer franquistischer Verbrechen. Im Nordosten Barcelonas wurde am 24. Februar 2019 im Parc del Fòrum direkt am Meer das Mahnmal für das Lager Camp de la Bota eingeweiht. Auf der 100 Meter langen „Wand der Hingerichteten“ erstreckt sich zwischen Archivfotos und Briefen von Gefangenen die Liste mit den Namen der 1706 Menschen, die nach dem Sieg Francos zwischen 1939 und 1952 umgebracht wurden. Es bleibt abzuwarten, ob die neuen Stadtregierungen diese Politik fortsetzen werden: Die meisten linken Koalitionen, die 2015 in die Rathäuser der „rebellischen Städte“6 eingezogen waren, haben bei den Kommunalwahlen im Mai 2019 verloren.

Einige autonome Regionen gingen mit gutem Beispiel voran und erließen eigene Gesetze zum historischen Gedenken, die weitergingen als das landesweite Gesetz. Nicht nur Andalusien ist hier aktiv geworden, auch Aragon hat am 8. November 2018 ein Gesetz zur „demokratischen Erinnerung“ verabschiedet. Es sieht Strafen für Gemeinden vor, die die Symbole der Franco-Zeit nicht aus dem öffentlichen Raum entfernen, sowie eine ständige Aktualisierung der Karte der Massengräber, ein laufendes Exhumierungsprotokoll und eine DNA-Datenbank zur Identifizierung der Leichen.

Trotzdem gibt es weiterhin heftige Spannungen zwischen den Behörden und den Geschichtsvereinen. Die „Gruppe zur Wiedererlangung der Erinnerung an die Sozialgeschichte Andalusiens“ musste über zehn Jahre lang die Gemeinde- und Regionalverwaltungen bearbeiten, bis endlich am 13. April 2019 Hinweisschilder auf das Konzentrationslager La Corchuela7 aufgestellt wurden. Die Vereine sind vom guten Willen führender Politiker abhängig, und die sind auf Wählerstimmen bedacht; besonders wenig Unterstützung finden sie vor allem dann, wenn es um die Aufarbeitung der historischen Rolle von Kirche und Industrie geht.

Die Kirche spielte im franquistischen Repressions- und Gefängnisapparat eine entscheidende Rolle, sie predigte damals, der „Wert der Arbeit“ sei Teil der Reue.8 „Die Pfarrer besaßen dank der Beichte gewisse Informationen“, erklärt Galante. „Die Kirche hat die ersten Todeslisten für Oppositionelle aufgestellt, darauf standen die schwarzen Schafe des Dorfs, die Fischer und die Roten.“ Die katholische Bischofskonferenz Spaniens hat zwar 2007 ein paar zaghafte Entschuldigungen geäußert, doch treibt sie dieses düstere Kapitel ihrer Geschichte weiter um.

Auch Unternehmen machten sich schuldig. „Der Militärputsch von 1936 wurde durch Wirtschaftskreise unterstützt, die wie in anderen Ländern Europas auf den Faschismus setzten“, sagt Galante. „Nach dem Bürgerkrieg haben sie die Rendite dieser Investi­tion kassiert.“ Die Großunternehmen profitierten in großem Maßstab von den Zwangsarbeitern, die die Diktatur hauptsächlich für den Ausbau der In­fra­struktur (Verkehr, Elektrizität, Staudämme, Häfen) einsetzte.9 Das ist der dunkle Hintergrund des spanischen „Wirtschaftswunders“ der 1960er Jahre, auf das ein großer Teil der politischen Klasse bis heute stolz ist. „Das Land war ideal für westliche Investoren“, meint Sánchez von der ARMH. „Arbeitskräfte waren billig, Gewerkschaften und Arbeiterorganisationen verboten, Arbeitskämpfe ausgeschlossen. So sah das sogenannte Wunder aus.“

In einem öffentlichen Park am Stadtrand von Sevilla sammelt Cecilio Gordillo Plastiktüten und Dosen auf, die verstreut um ein kleines Mahnmal liegen, das seine Gruppe aufgestellt hat: ein Stück Kanalisationsrohr in einem vergitterten, dicken Betonrahmen. Die Stäbe sind so verbogen, dass man an einen Gefängnisausbruch denkt. Ein paar hundert Meter weiter entstand unter der Diktatur das Kon­zen­tra­tions­lager El Colector, dessen Insassen im Auftrag der Firma Entrecanales y Travora ein Kanalisationssystem bauen mussten. Von dem Lager ist nichts mehr übrig. Fast nichts: An diesem Ort stehen jetzt Lagerhäuser des Baukonzerns Acciona, Nachfolger von Entrecanales y Travora.

1 Die Verlierer waren die Union des Demokratischen Zentrums (Unión de Centro Democrático, UCD) und die Volksallianz (Alianza Popular, AP), Vorgängerin der Volkspartei (Partido Popular, PP).

2 Zitiert nach dem Protokoll der Sitzung der Cortes vom 14. Oktober 1977.

3 Siehe José Maldavsky, „Massengräber am Straßenrand“, LMd, Januar 2003.

4 Die PP versammelte bis zur Abspaltung der rechtsextremen Vox Ende 2013 alle rechten Strömungen, von gemäßigten Konservativen bis zu den Anhängern der Diktatur.

5 Ein Dokumentarfilm darüber, „The Silence of Others / El silencio de otros“ von Almudena Carracedo, lief im spanischen Fernsehen und wurde in Deutschland 2018 auf der Berlinale gezeigt.

6 Siehe Pauline Perrenot und Vladimir Slonska-Malvaud, „Aufbruch von unten“, LMd, Februar 2017.

7 Es handelt sich um eines der zehn Konzentrationslager in der Region, das in einem Park am südlichen Stadtrand von Sevilla liegt. Dort mussten ungefähr 1500 Gefangene zwischen 1940 und 1943 Zwangsarbeit leisten.

8 Vgl. Gutmaro Gómez Bravo, „Le rôle de l’Église dans la répression franquiste“, Vingtième Siècle. Revue d’histoire, Nr. 127, Paris, Juli–September 2015.

9 Vgl. José Luis Gutiérrez Molina, „Franquismo y trabajo esclavo, una deuda pendiente“, www.todoslosnombres.org.

Aus dem Französischen von Sabine Jainski

Pauline Perrenot und Vladimir Slonska-Malvaud sind Journalisten.

Le Monde diplomatique vom 07.11.2019, Pauline Perrenot