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Community Colleges

Das Joliet Junior College, Amerikas erstes „Community College“, wurde 1901 in Illinois gegründet, um Studierende auf den Bachelor-Abschluss vorzubereiten. Bildung zu geringen Kosten im Dienst der Gemeinde, so definierte im Jahr 1947 die von Präsident Truman eingesetzte Bildungs-kommission „Higher Education for American Democracy“ die Aufgabe der Community Colleges.

Den ersten richtigen Aufschwung gab es in den 1960er Jahren. Dass damals in wenigen Jahren 457 Colleges gegründet wurden, war vor allem das Verdienst der Bürgerrechtsbewegung. Seit 1965 gibt es staatlich geförderte Stipendien, und in den 1970er Jahren kamen zweijährige technische Berufsausbildungsgänge hinzu. Die 1992 in „American Association of Community Colleges“ umbenannte Vereinigung umfasst heute 1 200 Hochschuleinrichtungen mit 11,5 Millionen Studierenden – und die Zahl der Neueinschreibungen ist im Jahr 2009 um 10 Prozent gestiegen.

Ein Problem der Colleges bleibt die hohe Quote der Studienabbrecher: Rund die Hälfte der Studierenden verlässt die Hochschule ohne einen Abschluss. „Das betrifft vor allem Angehörige von Minderheiten“, sagt Kati Haycock, Präsidentin des Education Trust.1 Dies zeigt sich besonders bei den Nachholkursen, die jedes Jahr vor allem in Englisch und Mathematik für fast eine Million Studierende angeboten werden.

Fußnote: 1 „Dropouts Loom Large for Schools“, US News and World Report, Washington, D. C., 19. August 2009; www.usnews.com/articles/education/best-colleges/2009/08/19/dropouts-loom-large-for-schools.html.

Le Monde diplomatique vom 10.09.2010,