Die letzte Seite gehört dem avantgardistischen, kritischen Comic. Eigens für die Zeitung gezeichnet, werden hier Bildergeschichtenerzählt, die Themen aus Politik und Alltag aufgreifen: meist frech, oft absurd, manchmal melancholisch.Unter anderen waren bisher vertreten: Elvis Studio, Anke Feuchtenberger, Holger Fickelscherer und ATAK.
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Irgendwann stellte Anna Sarvira fest, dass einst schöne Erinnerungen, an die sie immer mit Freude und Dankbarkeit zurückgedacht hatte, sich verändert hatten. Menschen, mit denen sie die Erlebnisse geteilt hatte, wurden im Krieg getötet; Orte, an denen sie sich ereignet hatten, wurden von Raketen zerstört. Der Krieg hat nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Vergangenheit verändert. Und manchmal hat Anna Sarvira den Eindruck, dass es immer weniger Erinnerungen gibt, an die sie noch denken kann, ohne Trauer zu empfinden.
Anna Sarvira lebt als Illustratorin und Kuratorin in Köln. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Itabashi Art Museum in Tokio, im Museu Nacional d'Art de Catalunya in Barcelona sowie auf der Pictoplasma Conference in Berlin gezeigt. Zu ihren Veröffentlichungen zählen das 2023 von der Europäischen Kommission veröffentlichte Kinderbuch „The Girl Who Kept Her Eyes Open“ sowie „The Playground We Love and Loved“, erschienen 2025 bei Hopology Publishing in Taipeh (Taiwan). Sie arbeitete unter anderem zusammen mit dem Museum of Modern Art und UNICEF. 2014 gründete sie gemeinsam mit Oleg Gryshchenko und Olena Staranchuk den Pictoric Illustrators Club. Siehe annasarvira.com