Kunst

In jeder Ausgabe präsentiert die deutschsprachige LE MONDE diplomatique eine/n (zumeist zeitgenössische/n) KünstlerIn mit ausgewählten Werken. So erhalten unsere LeserInnen kleine Einblicke in außersprachliche Darstellungen und Verarbeitungen individueller wie gesellschaftlicher Prozesse. Neben einem kurzen einführenden Text gibt es Hinweise auf aktuelle Ausstellungen und Kataloge zum Weitersehen.

Der Maler, Bildhauer und Installationskünstler Agostino Iacurci, 1986 in Foggia geboren, beschreibt seinen Umgang mit Farben als intuitiv und instinktiv: sie sind oft leuchtend und knallig. Für seine Bildsprache greift er Motive und Ornamente aus der gesamten Kunst- und Kulturgeschichte auf, von der Antike bis zum Futurismus, postmodernem Design und Volkskunst. Für seine meist großformatigen Werke bemalt er nicht nur Leinwände, sondern auch mal ganze Häuserfassaden und staffiert Gärten und Höfe mit seinen Skulpturen aus. In seinen neuesten Stillleben zeigt er ausschließlich Dinge, die sich in seinem Atelier beziehungsweise seiner häuslichen Umgebung befinden. Diese Arbeiten sind paradoxerweise gleichzeitig überschwänglich und reduziert.

Agostino Iacurci hat bildende Kunst an der Accademia di Belle Arti in Rom studiert. Heute lebt und arbeitet er in Bologna. Für das Bildmaterial danken wir der Galerie Robert Grunenberg, die noch bis zum 24. Oktober neueste Arbeiten des Künstlers in einer Einzelausstellung zeigt. www.robertgrunenberg.de.

Wilhelm Werthern

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