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Adam Adach

wurde 1962 in Warschau geboren. Zuerst hat er Veterinärmedizin studiert, ist dann aber 1989 nach Frankreich gezogen, um in Lyon und Paris Kunst zu studieren. Er lebt und arbeitet in Paris und Warschau. Sein Blick auf die eigene Heimat ist also ebenso von Vertrautheit wie von einer Außenperspektive geprägt.

Adach malt nach fotografischen Vorlagen und benutzt seine Digitalkamera wie ein einfaches Skizzenbuch, verwendet aber auch Bilder aus Familienalben, Büchern und Zeitschriften, die er oft auf Flohmärkten entdeckt. Auch dadurch entsteht die kühle Distanz, die seine Malerei auszeichnet. Als vorzüglicher Beobachter der Gesellschaft setzt er sich auch mit der Geschichte Polens auseinander und reflektiert die rasanten Veränderungen und Schwierigkeiten des Landes in seinen Bildern – vom problematischen Umgang mit der Vergangenheit bis hin zum erstarkenden Nationalismus und der Verunsicherung in einer Zeit des Wandels.

Für die Abbildungen danken wir der Galerie Arndt & Partner, Berlin/Zürich (www.arndt-partner.com). Wilhelm Werthern

Le Monde diplomatique vom 13.06.2008,