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Peter Aerschmann

ist 1969 in Freiburg (Schweiz) geboren und befasst sich hauptsächlich mit Video- und Computerinstallationen. Er filmt sein Bildmaterial in Alltagssituationen, löst die bewegten Bilder aus ihrem Zusammenhang und montiert sie dann auf dem Computer neu. Das Ergebnis sind deutlich konstruierte, geradezu hyperrealistische Wirklichkeiten.

Die Figuren in seinen interaktiven Installationen bewegen sich und kommen nicht vom Fleck, gehen aufeinander zu und bleiben doch einsam, was eine melancholische Komik erzeugt. In den Loops sind sie in ihrem Alltagstrott gefangen. Das Surreale und Absurde lässt an Beckett oder Marthaler denken.

Aerschmann hat in Basel und Bern studiert und lebt und arbeitet in Bern. Als Teil des Europäischen Monats der Fotografie sind seine Arbeiten ab 2. November in der Berlinischen Galerie in Berlin zu sehen. www.aerschmann.ch Abbildungen: Courtesy Galerie Anne de Villepoix, Paris. Wilhelm Werthern

Le Monde diplomatique vom 10.10.2008,