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in Sprecher der palästinensischen Fatah teilte am 3. Juli mit, die vor kurzem verhafteten Mitglieder der Hamas hätten ein Attentat auf den Präsidenten der Autonomiebehörde Mahmud Abbas geplant.

Der Wahrheitsgehalt dieser Behauptung lässt sich nicht überprüfen. Kein Zweifel besteht allerdings an der erbitterten Konkurrenz beider Lager. Die Wurzeln ihrer Rivalität und die zunehmende geografische Aufteilung der Macht versteht besser, wer die Analyse von Amira Hass gelesen hat: „Arbeiten für Hamas, streiken für Fatah – Die Doppelherrschaft in Palästina vertieft die Kluft zwischen Westjordanland und Gazastreifen“, Le Monde diplomatique, Oktober 2008.

Anfang Juli hat die Welthandelsorganisation (WTO) in Genf ihren dritten Protektionismus-Bericht vorgelegt. Für 2009 prognostiziert die WTO eine Schrumpfung des Welthandels um 10 Prozent, des Handels zwischen den Industriestaaten sogar um 14 Prozent. Beklagt wird ein Anstieg protektionistischer Maßnahmen im Gefolge der globalen Finanzkrise, die häufig als „Anti-Dumping-Initiativen“ getarnt seien.

Dass die WTO „den Protektionismus“ dämonisiert, gehört zu seinen erklärten Aufgaben als PR-Agentur des Freihandels. Wer ein komplexeres, historisch fundiertes Bild gewinnen will, kann sich noch einmal in das „Dossier Protektionismus“ vertiefen (Le Monde diplomatique, März 2009) und insbesondere den Beitrag von Jacques Sapir lesen: „Den Welthandel gestalten – Warum Protektionismus kein Zeichen von Feigheit ist“.

Le Monde diplomatique vom 10.07.2009

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