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Ägyptens Ultras

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Ägyptens Ultras

Wer für die 74 Toten und 1 000 Verletzten im Stadion von Port Said am 1. Februar verantwortlich war, wird sich vielleicht nie ermitteln lassen. Die meisten der mit Stichwaffen und Pistolen getöteten Opfer waren Anhänger des Kairoer Fußballteams al-Ahly. In den Medien ist die Rede von einem „geplanten Massaker“, das dem Militär den Vorwand für die Erneuerung des Ausnahmezustands liefern sollte.

Die Anhänger von al-Ahly haben ihre eigene Theorie. Sie sehen das Massaker als Vergeltung für ihr politisches Engagement auf Seiten der ägyptischen Revolution und der Demonstranten auf dem Tahrirplatz. Die politische Rolle der Kairoer Al-Ahly-Ultras war vor der Tragödie von Port Said für die internationalen Medien kein Thema. Eine Ausnahme war der Journalist James M. Dorsey, der auf seinem Blog „The Turbulent World of Middle East Soccer“ seit einem Jahr über die Politisierung der ägyptischen Fußballszene berichtet. Für Le Monde diplomatique schreib Dorsey in der Ausgabe vom Januar 2012 den Artikel „Ultras gegen Kamelreiter“. Darin schildert er, wie Fußballfans in der ägyptischen Revolution an vorderster Front gekämpft und dabei sogar die Erzfeindschaft zwischen den beiden Großvereinen al-Ahly und Zamalek begraben haben.

Mexikos Drogenmafia

Die Kämpfe zwischen mexikanischen Drogenkartellen und der Regierung gehen unvermindert weiter. Allein in Monterrey im Norden des Landes wurden seit Jahresbeginn 19 Frauen als „Spitzel“ ermordet. Die Verschränkungen von Politik und organisierter Kriminalität beschrieb der mexikanische Schriftsteller Juan Villoro in seinem „Brief aus Mexiko City“, vom September 2010. Wer die besondere Position Mexikos im lateinamerikanischen Drogenhandel verstehen will, kann die geopolitische Analyse von Adriana Rossi nachlesen. „Koks für die Welt“ erschien in der Le Monde diplomatique vom Juni 2009. Die Situation der Jugendlichen in Nordmexiko war Thema unseres Comics vom August 2011.

Le Monde diplomatique vom 10.02.2012

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