12.03.2026

Kinderarbeit in Kalifornien

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Kinderarbeit in Kalifornien

Hunderttausende, teils minderjährige Mi­gran­t:in­nen halten die US-Agrarindustrie am Laufen – schlecht bezahlt und in ständiger Angst vor ICE

von Robert Lopez

Mi­gran­t:in­nen in Coachella, Kalifornien ROBERT GALLAGHER picture alliance/zumapress
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Das Salinas Valley in Kalifornien gilt als „Salatschüssel der Welt“: Hier wachsen die meisten grünen Blattgemüse und auch die meisten Beeren, die in den USA konsumiert werden. Während die Sommersonne selbst durch die Wolken hindurch brennt, arbeiten sich die Pflückerinnen und Pflücker – viele von ihnen sind noch minderjährig – gebeugt oder in der Hocke in schnellem Tempo durch unendlich scheinende Erdbeerreihen. Sie zupfen die Früchte von den Pflanzen und legen sie in Plastikschalen. Acht Schalen passen in eine Kiste; dafür bekommen sie 2,40 Dollar (2 Euro).

Der 14-jährige José arbeitet seit er 11 ist in den Sommerferien und am Wochenende auf den Obstplantagen, um das Einkommen seiner Mutter aufzustocken. Sie ist ebenfalls Erdbeerpflückerin, genauso wie Josés Brüder, Schwestern, Onkel und Cousins, von denen vier minderjährig sind.

Vor einiger Zeit hat sich José den Knöchel verrenkt, als er mit einer Box in den Händen über den Acker lief und hinfiel. Es schmerzte noch tagelang, aber José hielt den Mund, weil er Angst hatte, der Chef könnte ihn entlassen. „Man muss die Zähne zusammenbeißen und weitermachen“, erklärt er mir, als wir uns an einem Sonntag treffen, seinem einzigen freien Tag in jener Woche.

Gemeinsam mit tausenden anderen Kindern und Jugendlichen sorgt José dafür, dass die Supermärkte in den USA täglich mit frischem Obst und Gemüse beliefert werden können. Sie halten die gigantische Maschinerie der kalifornischen Agrarindustrie am Laufen, mit einem jährlichen Umsatz von 60 Milliarden US-Dollar (50,5 Milliarden Euro) die produktivste im Land und auch weltweit eine der bedeutendsten.

Die kalifornischen Behörden sind stolz auf das strenge Arbeitsschutzgesetz in ihrem Bundesstaat, dessen Vorschriften über die bundesgesetzlichen weit hinausgehen. Für den Schutz von Minderjährigen gelten eigene Bestimmungen, ebenso für die Arbeit im Freien bei großer Hitze – hier war Kalifornien ein Vorreiter – und den Einsatz von Pestiziden.

Das Mindestalter für die Beschäftigung in der Landwirtschaft liegt hier bei 12 Jahren, in den meisten anderen Branchen sind es 14 Jahre. Kinder unter 16 dürfen außerhalb der Schulzeit maximal 8 Stunden pro Tag und 40 Stunden in der Woche arbeiten, und für die Schulzeiten gelten noch mal andere Regeln. Minderjährige dürfen nur beschäftigt werden, wenn eine Erlaubnis der zuständigen Schulbehörde vorliegt, die die Schü­le­r:in­nen auch über ihre Rechte aufklären muss.

Die Plantagenbetreiber müssen das Alter ihrer Mitarbeitenden kennen und einen Akkordlohn zahlen, der wenigstens dem Mindeststundenlohn entspricht, der in den meisten Beschäftigungsverhältnissen in Kalifornien aktuell bei 16,50 Dollar (14 Euro) liegt, landesweit dagegen bei 7,25 Dollar (6 Euro). Laut Gesetz soll es für die Beschäftigten auch Schulungen zu Hitzeschäden geben. Bei Temperaturen über 26 Grad müssen sie raschen Zugang zu schattigen Pausenplätzen und „reinem sowie ausreichend frischem“ Trinkwasser haben.

So weit die Theorie. In mehr als 100 Interviews, die ich für die kalifornische Non-Profit-Publikation Capital & Main führte, stellte sich allerdings heraus, dass die Realität vor Ort in keiner Weise den gesetzlichen Vorschriften entspricht. In Gesprächen mit 61 Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren schilderten viele von ihnen belastende und gefährliche Arbeitsbedingungen. Doch wie es aussieht, machen die Behörden keine Anstalten, die Einhaltung ihrer eigenen Vorschriften zu überprüfen und damit die Jugendlichen zu schützen.

In den Interviews berichteten die meisten von Kopfschmerzen, Hautausschlägen und Sehstörungen auf Feldern, die nach Chemikalien riechen. Manche erzählten von Akkordlöhnen unter dem Mindeststundenlohn; doch anscheinend wagen es nur wenige, sich gegen die ungerechten Verhältnisse zur Wehr zu setzen. Viele berichteten davon, wie sie im Hochsommer ohne Zugang zu Schattenplätzen oder zusätzliche Trinkpausen hätten schuften müssen. Zudem seien die Mobiltoiletten, in denen es noch nicht einmal Seife gebe, oft verdreckt und würden nur selten geputzt.

Manche dieser Minderjährigen kamen unbegleitet aus Mexiko in die USA, aber die meisten sind wie José in den USA geboren und arbeiten auf dem Land an der Seite ihrer eingewanderten Eltern. Oft sind es Mixtecos, Indigene aus den mexikanischen Bundesstaaten Oaxaca, Michoacán und Guerrero, die mehrheitlich keine Papiere haben.

José arbeitet seit seinem elften Lebensjahr auf den Feldern

Wie alle anderen Im­mi­gran­t:in­nen in den USA stehen auch diese Familien derzeit im Visier der Trump-Administration. Sie leben in ständiger Furcht, voneinander getrennt zu werden. Die Jugendlichen trauen sich wegen der Razzien der Einwanderungspolizei ICE nun noch weniger, sich über ihre Arbeitsbedingungen zu beschweren. Sie haben zudem Angst, dass ihre Chefs sie danach noch mehr drangsalieren. Wenn sie zum Lebensunterhalt ihrer Familie beitragen wollen, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als klaglos weiterzuarbeiten.

Die Redaktion von Capital & Main hat mehrere zehntausend Dokumente des Bundesstaats und der Countys zu Arbeitsschutzkontrollen, Verstößen und Bußgeldern analysiert und kommt zu dem Ergebnis, dass die Gesetze zum Schutz der Minderjährigen bestenfalls punktuell angewendet werden. Die Zahl der Inspektionen und verhängten Bußgelder ging stetig zurück. Die Regeln zum Einsatz von Pestiziden werden weitgehend ignoriert, und selbst Wiederholungstäter, die hunderte Verstöße begangen haben, wurden nie zur Rechenschaft gezogen.

Das California Department for Industrial Relations ist die zentrale Behörde, die den Arbeitsschutz für Minderjährige und Risikopräventionen durchsetzen soll. Doch wenn die Berichte des zuständigen Bureau of Field Enforcement wirklich stimmen, dann wurde in einem großen Teil von Kaliforniens agrarischem Kerngebiet schon seit Jahren kein Arbeitsschutzinspektor mehr gesichtet, der die Bedingungen für minderjährige Land­ar­bei­te­r:in­nen unter die Lupe genommen hätte.

Zwischen 2017 und 2024 gab es lediglich 27 Vorladungen wegen Missachtung geltender Vorschriften, obwohl in diesem Gebiet 17 000 landwirtschaftliche Betriebe niedergelassen sind, wie eine Erhebung der University of California in Davis kürzlich festgestellt hat. Zudem wurden von insgesamt 36 000 US-Dollar (30 000 Euro) Bußgeldern mehr als 90 Prozent nie bezahlt.

Auch bei der zweiten Abteilung des Departments, der California Division of Occupational Safety and Health (Cal/OSHA), ist die Bilanz nicht besser. Die Behörde ist vor allem für Arbeitsschutzmaßnahmen bei großer Hitze zuständig. Die Analyse ihrer Tätigkeitsberichte zwischen 2015 und dem ersten Trimester 2025 hat ergeben, dass 61 Prozent der 2600 eingereichten Beschwerden wegen fehlendem Hitzeschutz nie nachverfolgt wurden und die Verwarnungen wegen Missachtung der Sicherheitsregeln am Arbeitsplatz um 74 Prozent zurückgegangen sind.

Weniger als die Hälfte der 32 Millionen US-Dollar (27 Millionen Euro) an Bußgeldern, die kalifornische Landwirtschaftsbetriebe in diesen zehn Jahren für sämtliche Verstöße hätten zahlen müssen, wurde von den Behörden auch tatsächlich eingetrieben. In mehr als 600 Fällen beschlossen die Kontrolleure, angezeigte Sicherheitsmängel durch „postalische Inspektion“ statt bei Ortsbegehungen zu überprüfen.

Auf Ebene der Countys scheinen die Aufsichtsbehörden genauso ineffizient zu arbeiten. Zwischen 2018 und Anfang 2024 wurden 240 Betriebe wegen mindestens 1268 Verstößen gegen die Pestizidvorschriften vorgeladen. In nahezu der Hälfte aller Fälle wurden trotz der Gefahrenlage für die Beschäftigten keine Bußgelder verhängt. Die betroffenen Firmen erhielten lediglich Verwarnungen oder wurden aufgefordert, das Problem zu beseitigen. 2023 wurde weniger als 1 Prozent der 687 000 gemeldeten Fälle überprüft, in denen Felder und Obstbäume mit teilweise krebserregenden Pestiziden besprüht worden waren.

Im Department of Industrial Relations entschuldigt man die rückläufigen Kontrollen mit Personalmangel, der wiederum auf die Coronapandemie geschoben wird. Mit schriftlichen Kontrollen – per Brief oder E-Mail – würde man außerdem viel mehr Betriebe erreichen und könne auch viel schneller auf gefährliche Situationen reagieren. Eine interne Prüfung kam allerdings zu dem Ergebnis, dass die Entscheidung, nur per Post zu kontrollieren, nicht immer ausreichend begründet war. Und die schlechte Zahlungsmoral bei den Bußgeldern führt man darauf zurück, dass die Betriebe eben Beschwerde dagegen einlegen können. Die Behörde kann die Strafzahlungen auch halbieren, wenn die Arbeitgeber belegen, dass sie Abhilfe geschaffen haben.

Bryan Little, Cheflobbyist des California Farm Bureau (der Verband vertritt mehrere tausend Landwirtschaftsbetriebe), behauptet, dass er sich nicht daran erinnern könne, bei seinen zahlreichen Besuchen auf den Plantagen „jemals einem Arbeiter begegnet zu sein, der unter 18 zu sein schien“. Schließlich könnten Minderjährige auch gar nicht auf den Feldern arbeiten, weil sie erstens zur Schule gehen müssen und zweitens eine Arbeitsgenehmigung brauchen, meint Little. Und dass in Kalifornien Land­ar­bei­te­r:in­nen ausgebeutet würden, sei eine Erfindung von Aktivistengruppen, die für ihre Behauptungen keine Beweise vorlegen könnten.

Im San Joaquin Valley kann man allerdings sehr wohl einem 12-jährigen Jungen dabei zuschauen, wie er auf eine hohe Leiter steigt und Zitronen pflückt. In Hollister hantieren minderjährige Geschwister mit scharfen Messern, um damit Aprikosen aufzuschneiden, die sie entkernen und anschließend zum Trocknen in die Sonne legen. Und im Santa Maria Valley sehen wir ein zierliches Mädchen von 15 Jahren, die sich mit einem 10-Kilo-Sack Tomatillos auf dem Rücken abschleppt. Für jeden befüllten Sack wird sie gerade mal 3 Dollar (2,50 Euro) erhalten.

Die meisten der von mir befragten jungen Land­ar­bei­te­r:in­nen arbeiten in den Sommerferien sechs Tage in der Woche und während der Schulzeit samstags und sonntags. Ihnen war auch nicht klar, dass sie eigentlich eine Genehmigung des Schulamts dafür brauchen. Ein 15-jähriger Teenager erzählte mir, er arbeite seit seinem siebten Lebensjahr, ein Mädchen meinte, sie habe mit 9 Jahren angefangen zu arbeiten. Die Mehrheit von ihnen wurde im Alter zwischen 11 und 13 Jahren in den Knochenjob auf den Plantagen eingearbeitet.

Über solche Stichproben hinaus findet man in der Forschung zu Kinderarbeit keine verlässlichen Zahlen zur Beschäftigung von Minderjährigen in der kalifornischen Landwirtschaft. Wegen der ständig wechselnden Einsatzorte und der mangelhaften Kontrollen durch die Behörden gibt es zu wenig gesichertes Quellenmaterial, sagen die Forscher:innen. Doch wenn man unsere Erkenntnisse aus Gesprächen mit Fachleuten und Gewerkschaftern mit den landesweiten Statistiken zu Land­ar­bei­te­r:in­nen aus den Jahren 2015 bis 2019 kombiniert, arbeiten schätzungsweise zwischen 5000 und 10 000 Kinder und Jugendliche auf den Feldern.

Etwa 20 der interviewten Jugendlichen berichteten, sie hätten bereits mit 12 oder 13 Jahren bis zu zehn Stunden täglich gearbeitet. Manche sagten, sie hätten falsche Papiere vorgelegt; in den meisten Fällen hatten die Arbeitgeber jedoch gar nicht nach ihrem Alter gefragt – wie bei dem heute 16-jährigen Mädchen aus Santa Barbara, das anonym bleiben möchte. Seit vier Jahren arbeitet die schüchterne Jugendliche, die gerne Krankenpflegerin werden möchte, auf kleinen Ranches, wo sie an der Seite ihrer Mutter und anderer Familienmitglieder Unkraut jätet, Beerensträucher pflanzt oder alte Plastikplanen beseitigt.

Brians Familie ist auf Essen von der Food Bank angewiesen

2023 arbeiteten sie über einen Monat lang unbezahlt. An manchen Tagen gab es weder Mobiltoiletten noch Trinkwasser oder einen schattigen Platz. Jedes Mal, wenn die Erwachsenen vom Chef ihren Lohn forderten, sagte er: „Ich bezahle euch nächste Woche.“ Schließlich bekamen sie am Ende ihres Arbeitseinsatzes Bargeld in die Hand gedrückt, doch das Mädchen erzählt, dass es sich nicht sicher ist, ob sie tatsächlich ihren gesamten Lohn für ihre Arbeit erhalten haben.

In dieser fruchtbaren Gegend, wo einige der größten Erdbeerfelder des Landes liegen, seien Ausbeutung und Misshandlung gängige Praxis, berichtete ihre Mutter auf Spanisch. Die Arbeitgeber wüssten ganz genau, dass sie nicht zur Rechenschaft gezogen würden. „Wenn wir uns bei den Chefs beschweren, dann antworten sie: ‚Wenn es euch hier nicht gefällt, dann gibt es viele andere, die euren Job gerne übernehmen.‘ “

Die Zweigstelle des Bureau of Field Enforcement in Fresno ist für die Kontrollen in einem 8000 Quadratkilometer großen Gebiet zuständig, in dem die ergiebigsten Obstplantagen von ganz Kalifornien liegen. Nach ihren Aufzeichnungen haben sie zwischen 2017 und 2024 im Schnitt weniger als vier Inspektionen pro Jahr durchgeführt – obwohl dort über 3000 landwirtschaftliche Betriebe ansässig sind.

Der 17-jährige Brian gehört zu den jungen Arbeitern, die im „Citrus Belt“ schuften. Hier wächst der Großteil der in den USA verzehrten Orangen, Mandarinen und Zitronen, vor allem in den Countys Fresno, Tulare und Kern. Die Agrarindustrie der drei Countys gehört zu den produktivsten des Landes, 2024 beliefen sich ihre Einnahmen zusammengenommen auf 25 Milliarden US-Dollar.

Neben Brian arbeiten sein 16-jähriger Cousin und sein 13-jähriger Bruder. Die drei leben mit vier weiteren Familienmitgliedern nicht weit von den üppigen Obstgärten des San Joaquin Valleys in einem alten Trailer Park.  Brians Zuhause steht auf gestampfter Erde, ringsum picken Hühner. Die Miete beträgt 1200 US-Dollar (1000 Euro) im Monat für drei winzige Schlafzimmer und einen offenen Bereich, der als Küche, Wohn- und Esszimmer dient. Am Fenster hängt eine kleine Klimaanlage, die ein wenig Frischluft in das stickige Zimmer pustet.

Im Sommer und an den Wochenenden helfen die drei Teenager Brians Vater bei der Orangen-, Zitronen- und Grapefruit-Ernte. Ob sie Arbeit haben, hängt nicht nur von der Saison und dem Reifegrad der Früchte ab, sondern auch von der Konkurrenz. Wenn sie Glück haben, gibt es mehrere Tage am Stück verlässlich zu tun. Ansonsten stehen sie vor Tagesanbruch auf, frühstücken, bereiten sich einen Burrito als Proviant vor und fahren zu den Obstplantagen, um einen Job zu ergattern.

Für eine Erntekiste Orangen (225 Kilo) bekommen sie zwischen 20 und 25 Dollar (17 bis 21 Euro). An einem gewöhnlichen Sechs-Stunden-Tag schaffen Brian und sein Cousin je drei Kisten, was einem Stundenlohn zwischen 10 und 12,50 Dollar (8,50 bis 10,50 Euro) entspricht – weniger als der Mindestlohn. Für Grapefruits gibt es noch weniger Geld: zwischen 8 und 10 Dollar (6,80 bis 8,50 Euro) pro Kiste. Pausen werden nicht bezahlt. Brians Vater sagt auf Spanisch: „Wenn du dich ausruhen musst, ist das dein Problem.“

Seit Beginn der ICE-Razzien bleibt die Familie häufiger zu Hause. Und wenn sie auf der Straße unterwegs sind, drehen sie sich ständig um. „Viele von uns haben Angst, dass ICE oder der Grenzschutz ein Familienmitglied verhaftet und wir alles verlieren“, sagt Brians Vater. Er ist mit 13 von der Schule abgegangen, damals noch in Mexiko, um mit seinen Eltern auf dem Feld zu arbeiten.

In guten Wochen, wenn die Ernte auf Hochtouren läuft, bringen die Jungs zwischen 300 und 500 Dollar (250 bis 425 Euro) zusätzlich nach Hause. Trotzdem muss die Familie einmal im Monat zur Tafel (Food Bank), wo sie Grundnahrungsmittel wie Reis und Bohnen bekommt. Brians Vater hofft, dass es seinen Kindern einmal besser gehen wird als ihm, aber im Augenblick braucht er sie, um überhaupt über die Runden zu kommen.

Die Behörden versichern, dass bald Maßnahmen ergriffen würden, um die Arbeitgeber „zu sensibilisieren“ und die Kontrollen vor Ort zu verstärken. Doch bis es dazu kommt, werden die jugendlichen Tagelöhner weiterhin bei Hitze und Regen auf den Feldern Kaliforniens schuften müssen und sich Rücken, Beine und Schultern kaputtmachen.

Aus dem Französischen von Sabine Jainski

Robert Lopez ist freier Journalist. Der vorliegende Beitrag basiert auf einer Reportage mit Unterstützung des Fund for Investigative Journalism für das Online-Magazin Capital & Main, die am 20. November 2025 erschien.

Le Monde diplomatique vom 12.03.2026, von Robert Lopez