09.04.2026

Riitta Päiväläinen

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Riitta Päiväläinen

von Wilhelm Werthern

Red Spin, 2005, aus der ­Serie ­Aomori Blue Forest, Archival ­pigment print, 90 × 70 cm

Die finnische Künstlerin Riitta Päiväläinen, geboren 1969 in Maaninka, ist für ihre orts­spezifischen, in der Natur inszenierten und dann fotografierten Stoffinstallationen bekannt. Es handelt sich dabei um zarte, temporäre Interventionen an abgelegenen, scheinbar von menschlicher Aktivität gänzlich unberührten Orten wie Wäldern, Tälern und Flussufern, die so zu temporären Bühnen werden. Dabei kommen Secondhandkleidung und auf Flohmärkten gekaufte Stoffe zum Einsatz und schaffen einen poetischen, skulpturalen Raum. Die Installationen werden dann nur ­einmal fotografiert – dafür wartet die Künst­lerin geduldig auf das perfekte Zusammenspiel aus Licht, Wind und Atmosphäre; das Unvorhersehbare und der Zufall spielen also auch immer eine Rolle. Riitta ­Päiväläinen lebt und arbeitet in Helsinki. Bis zum 25. ­April 2026 zeigt die Berliner Galerie Persons Projects ihre Ausstellung Phantasma. Für das Bildmaterial danken wir der Künstlerin und Persons ­Projects (www.riittapaivalainen.com, www.personsprojects.com).

Wilhelm Werthern

Le Monde diplomatique vom 09.04.2026, von Wilhelm Werthern