Gestern in LMd, heute in den Nachrichten
Einigung in Syrien

Ende Januar verkündete die syrische Regierung in Damaskus eine Vereinbarung mit den kurdischen Kräften im Nordosten des Landes. Zuvor hatten sich beide Seiten wochenlange Kämpfe geliefert, bei denen die syrische Armee große Teile des Nordostens eroberte, der mehr als ein Jahrzehnt lang unter der Kontrolle der SDF gestanden hatten. Laut dem Abkommen sollen die kurdischen Einheiten in die syrische Armee integriert und die Verwaltung von Rojava in die staatliche Administration eingegliedert werden. Die USA haben zudem begonnen, die in Lagern im Nordosten Syriens inhaftierten ehemaligen IS-Kämpfer in Gefängnisse im Irak zu verlegen – wohl auch, weil sie den syrischen Truppen deren Bewachung nicht zutrauen. Im Laufe der Kämpfe zwischen der syrischen Armee und den SDF waren zahlreiche IS-Häftlinge entkommen. Über den Kampf der SDF gegen ein Wiedererstarken des IS und die schwierige Reintegration von Frauen ehemaliger IS-Kämpfer berichtete unsere Autorin Kristin Helberg in ihrem Text „Wie sicher ist Syrien?“ im August 2024.
Giftiges Gold aus Ghana
Über das Jahr 2025 stieg der Goldpreis um 65 Prozent. Ende Januar 2026 erreichte er einen neuen Allzeitrekord von mehr als 5500 US-Dollar pro Feinunze, bevor er kurzzeitig wieder einbrach. Allgemein wird der aktuelle Goldrausch auf die globale Instabilität der vergangenen Jahre zurückgeführt, die durch den Überfall Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 ausgelöst wurde. Eineinhalb Jahre später brach der Gazakrieg aus. Die damit einhergehende Unsicherheit ließ den Goldpreis noch weiter steigen. In der LMd-Oktoberausgabe 2025 berichtete Jocelyn C. Zuckerman in „Giftiger Goldrausch“, wie der Boom in Ghana zu einer Ausbreitung des illegalen Bergbaus führt – mit fatalen ökologischen Folgen.
Atombewaffnet
Am 5. Februar ist mit dem New-Start-Abkommen die letzte Vereinbarung über die Reduzierung von Nuklearsprengköpfen zwischen Russland und den USA ausgelaufen. Fortan gibt es also für die USA und Russland keinerlei Beschränkungen mehr, die den Ausbau ihrer einsatzfähigen Atomwaffenarsenale begrenzen könnten. De facto wird jedoch schon seit Jahren auch von anderen Mächten wie China oder Frankreich längst wieder nuklear aufgerüstet, wie Jean-Marie Collin im August 2025 in LMd in seinem Beitrag „Atombewaffnet“ berichtete.


