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Annette Kelm

ist 1975 in Stuttgart geboren; sie lebt und schafft in Berlin. Ihre Fotografie wirkt einerseits lapidar, andererseits inszeniert – es geht ihr nicht um das Dokumentarische, sondern sie zeigt arrangierte Abbilder der Wirklichkeit, wobei die Darstellungen oft schwer einzuordnen sind und rätselhaft wirken. In ihrer konzeptuellen Fotografie greift sie die Konventionen von Genres wie Stillleben, Porträt und Werbefotografie auf und durchbricht sie gleichzeitig. Über die Kontexte der Bilder erfährt man nichts, es lassen sich aber vielfältige Assoziationen und kunsthistorische Referenzen herausarbeiten. Annette Kelm war auf der Shortlist für den Preis der Nationalgalerie für junge Kunst. Bis zum 3. Januar 2010 sind ihre Arbeiten in der Preisträgerausstellung im Hamburger Bahnhof in Berlin zu sehen. Für das Bildmaterial danken wir der Galerie Johann König, Berlin. www.johannkoenig.de Wilhelm Werthern

Le Monde diplomatique vom 09.10.2009,