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Gestern in LMd, heute in den Nachrichten

Gestern in LMd, heute in den Nachrichten

Bauboom in Dubai

Am 1. Januar wurde in der Luxusmetropole Dubai der nächste spektakuläre Wolkenkratzer eingeweiht. Der neue 150 Meter hohe „Dubai Frame“ wird als „der größte Bilderrahmen der Welt“ angepriesen. Die Immobilienpreise im Emirat gehen schon seit Längerem durch die Decke. Die angebliche Stadt der Superlative, die einst ein Fischerdorf war, porträtierten Elisabeth Blum und Peter Neitzke in einem Artikel in Le Monde diplomatique aus dem August 2013: „Dubai ist keine Stadt“.

Nord- und Südkorea

Kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele, die vom 9. bis 25. Februar im südkoreanischen Pyeongchang stattfinden, sandte Kim Jong Un statt Raketen ein überraschendes Signal der Entspannung. Zum ersten Mal seit zwei Jahren treffen sich wieder Vertreter beider Staaten zu Gesprächen, in denen es unter anderem um Nordkoreas Teilnahme an der Olympiade geht. Möglicherweise kommen nun doch die „Friedensspiele“ zustande, von denen der südkoreanische Präsident Moon Jae In träumt. Und vielleicht wird es dann auch wieder ein Treffen der „zerrissenen Familien“ geben. Seit der Teilung der Halbinsel vor 65 Jahren gab es nur ein einziges Wiedersehen, das Martine Bulard in der LMd-Januarausgabe 2016 beschrieben hat. In „Koreanische Wiedervereinigung – Prinzip und Praxis“ schildert sie das Auf und Ab der bilateralen Beziehung zwischen „Sonnenscheinpolitik“ und Konfrontationskurs.

Iran

Am 7. Januar erklärten die Revolutions­garden die jüngste landesweite Protestwelle gegen den Klerus und die politische Führung in Iran für beendet. Die islamische Garde ist für ihre Brutalität berüchtigt, sie verfolgt erbarmungslos Oppositionelle und Regierungskritiker – und ihre Mitglieder sitzen seit Jahren an den Schaltstellen in Staat, Wirtschaft und Militär. In ihrem Beitrag „Die Revolutionsgarde im Iran. Organ der Unterdrückung und Wirtschaftsmacht“ analysieren Behrouz Aref und Behrouz Farahany Geschichte und Ideologie der Pasdaran (LMd, Fe­bruar 2010) , die Ajatollah Chomeini 1979 gegründet hat, „um die Revolution und ihre Errungenschaften zu schützen“.

Le Monde diplomatique vom 11.01.2018,