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Wahlen in Südafrika

Bei den Kommunalwahlen am 3. August musste der regierende ANC starke Verluste hinnehmen. Die größte Oppositionspartei Democratic Alliance (DA) siegte nicht nur in ihrer Hochburg Kapstadt, sondern auch in Port Elizabeth und der Hauptstadt Pretoria. In Johannesburg verlor der ANC die absolute Mehrheit, blieb aber mit 44 Prozent knapp vor der DA. Landesweit kam die DA, die bislang als Partei der Weißen galt, auf 26 Prozent. Der ANC blieb stärkste Partei mit 54 Prozent der Stimmen, die er seinem Rückhalt in den ländlichen Gebieten verdankt. Die Economic Freedom Fighters (EEF) des ANC-Dissidenten Julius Malema kam landesweit immerhin auf 8 Prozent. Dieses Ergebnis ist ein Warnsignal an den ANC und Präsident Jacob Zuma, der im Zentrum eines Korrup­tions­skandals steht. Über die Krise der Post-Mandela-Gesellschaft informieren mehrere in Le Monde diplomatique erschienene Texte. Im August 2013 analysierte Achille Mbem­be unter dem Titel „Südafrikas Erbe“, was aus den Träumen von der Regenbogengesellschaft geworden ist. Im Dezember 2014 beschrieb Alain Vicky den „Crash in Johannesburg“, also die Folgen der Finanzkrise für Südafrikas Wirtschaft und Gesellschaft. Im Oktober 2015 schilderte Naniso Tswai in seinem „Brief aus Soweto“ das „explosive Gemisch aus Hoffnungslosigkeit und nagender Unzufriedenheit“, das in den Townships entstanden ist.

Fußballmarkt

Manchester United hat für den französischen Fußballer Paul Progba an Juventus Turin die Rekordsumme von 120 Millionen Euro gezahlt. Diese erklärt sich zum einen aus dem enormen Anstieg der Honorare, die in der neuen Saison für die TV-Rechte an der englischen Premier League fließen, zum anderen aus dem wachsenden Engagement von Oligarchen aus aller Welt, die in den internationalen Fußball investieren. Über die „neue Ökonomie des Fußballs“ informiert „Wo das Geld spielt“ von Niels Kadritzke, nachzulesen in LMd vom Dezember 2012. Wie das viele Geld, das in der Fußballwelt zirkuliert, die Korruption beflügelt, zeigt Stefan Kühl in seinem Artikel „Das Beispiel Fifa“, der im August 2015 erschienen ist.

Le Monde diplomatique vom 11.08.2016

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