Gestern in LMd, heute in den Nachrichten

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Von rechts außen in die Mitte

In der ersten Runde der französischen Regionalwahlen am 6. Dezember wurde der rechtsextreme Front National (FN) stärkste Kraft, und in der neu gebildeten Großregion Nord-Pas-de-Calais-Picardie haben die Rechtsextremen sogar 44 Pro­zent der Stimmen gewonnen. Zum ersten Mal wird der FN also in einem großen Departement die Regierungsgeschäfte übernehmen. Vor den letzten Präsidentschaftswahlen hat sich Julien Brygo für Le Monde diplomatique in der Gegend nördlich von Paris umgesehen, die Marine Le Pen zu ihrer Hochburg gemacht hat: „Merlieux-et-Fouquerolles. Feldforschung zu Wahlkampfzeiten in der französischen Provinz“ heißt sein im April 2012 erschienener Artikel. In derselben Ausgabe beschrieb Eric Dupin in seinem politischen Porträt „Die rote Marine Le Pen“, mit welchen Methoden sich die Kandidatin des Front National von rechts außen in die Mitte der Gesellschaft katapultiert hat.

Afrikanisch-chinesische Freundschaft

Zum 6. Gipfel des „Chinesisch-Afrikanischen Kooperationsforums“ (Focac )trafen sich Anfang Dezember in Johannesburg 49 afrikanische Präsidenten mit Chinas Staatschef Xi Jinping. Die langjährige Zusammenarbeit soll mit neuen Investitionen, Krediten und Hilfen in Höhe von 60 Milliarden Dollar fortgesetzt werden. Eins dieser großen Infrastrukturprojekte ist der riesige Überseehafen in Lamu. Tristan Coloma berichtete darüber in Le Monde diplomatique vom April 2013: „Ein neuer Hafen für Kenia. Ein panafrikanisches Infrastrukturprojekt soll das Land aus der wirtschaftlichen Misere befreien“. Über chinesische Wirtschaftsinteressen, die Migration aus der Volksrepublik nach Afrika und die Geschäfte der Zuwanderer schrieb Stephen W. Smith im Juli 2015: „Afrikanische Chinesen. Die Absichten der Konzerne und die Hoffnungen der Migranten“. Und Elliot Ross wandte sich in der Aprilausgabe von 2014 der erstaunlichen chinesischen Fußballbegeisterung zu: „Stadien der Freundschaft. China baut in Afrika eine Fußballarena nach der anderen“.

Le Monde diplomatique vom 10.12.2015

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