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Catrin Bolt

Die 1979 geborene Künstlerin arbeitet in ganz unterschiedlichen Medien und ist nicht einfach zu kategorisieren. Sie macht Videos, Installationen und Skulpturen – und sie fotografiert. Die hier gezeigten Skulpturen sind beides: Objekte und Fotoarbeiten. Die aus Alltagsmaterialien – Polstern, Tischen, Stühlen – hergestellten lakonischen Skulpturen stellen vielfältige Bezüge zur Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts her, bedienen sich dabei aber einer originären Bildsprache. Für die Serie „Skulpturenpfad Art Villa Garikula“ hat die Künstlerin das gesamte Mobiliar eines Hauses in Georgien verwendet, für die Serie MoMA hat sie auf der Straße gefundene Objekte wie einen Monitor (Seite 15) so fotografiert, dass sie wie moderne Museumsarchitektur aussehen. Catrin Bolt lebt und arbeitet in ­Wien und ist durch öffentliche Mahnmale und interaktive Installationen hervorgetreten. Für das Bildmaterial, dessen Copyright bei der VG Bild-Kunst, Bonn, beziehungsweise der Bildrecht GmbH, Wien, liegt, danken wir der Künstlerin.

Wilhelm Werthern

Le Monde diplomatique vom 09.07.2015,