Mauretanien - was wann geschah

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Mauretanien – was wann geschah

28. November 1960: Ende der französischen Kolonialherrschaft. In der Islamischen Republik Mauretanien errichtet Staatspräsident Moktar Ould Daddah ein Einparteienregime.

1974: Austritt aus der Franc-Währungszone, Einführung der nationalen Währung Ougiya.

1975: Mauretanien schließt mit Marokko und Spanien ein Abkommen über die Westsahara und besetzt im Februar 1976 den Süden des Rio de Oro genannten Gebiets. Widerstand der Frente Polisario.

Juli 1978: Staatsstreich von Oberst Mustapha Ould Mohamed Salek. Waffenstillstandsabkommen mit der Polisario.

5. August 1979: Mauretanien verzichtet auf alle Ansprüche in der Westsahara.

Dezember 1980: Generalstabschef Maawiya Ould Sid’Ahmed Taya bildet eine Militärregierung. Das Projekt einer demokratischen Verfassung wird auf Eis gelegt.

Dezember 1984: Staatsstreich von Oberst Ould Taya.

April 1986: Nach der Veröffentlichung eines „Manifests der unterdrückten Schwarzafrikaner“ kommt es zu Unruhen und Repressionsmaßnahmen.

Februar 1989: Mauretanien wird Teil der neu geschaffenen Union des arabischen Maghreb (UMA).

April 1989: Im Grenzstreit mit dem Senegal kommt es zu Gefechten, die auf beiden Seiten hunderte von Todesopfern fordern.

August 1989 bis April 1992: Keine diplomatischen Beziehungen zwischen Mauretanien und Senegal

12. Juli 1991: Der Entwurf einer Verfassung, die ein Mehrparteiensystem vorsieht, wird in einer Volksabstimmung angenommen. Arabisch wird einzige Amtssprache.

17. Januar 1992: Ould Taya gewinnt die Präsidentschaftswahlen. Die Opposition spricht von Wahlbetrug – auch auch bei den Parlaments- und Kommunalwahlen.

1995–1999: Schrittweise Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Israel. Im Land kommt es zu Protesten.

Dezember 2000: Mauretanien erklärt den Austritt aus der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (Ecowas).

8.–9. Juni 2003: Ein Putschversuch gegen Präsident Ould Taya scheitert.

3. August 2005: Nach einem Staatsstreich wird Oberst Ely Ould Mohamed Vall für eine Übergangszeit von zwei Jahren zum Präsidenten ernannt.

Le Monde diplomatique vom 11.11.2005

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