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gestern in LMd - heute in den NachrichtenUkraine

Die Entscheidung von Präsident Janukowitsch, den Hafen Sewastopol für weitere 25 Jahre an die russische Schwarzmeerflotte zu verpachten, hat das Land erneut polarisiert. Ein differenziertes Bild der Interessenlage der Ukraine zeichnet Mathilde Goanec in: „Der russische Freund – Die Ukraine schaut nach Osten und geht nach Westen“, in der Le Monde diplomatique vom Januar 2010.

Afghanistan

Wie The Guardian berichtet, sind im Sommer heftige Kämpfe um Kandahar zu erwarten. Die Taliban haben ihre Präsenz in der Stadt, in der eine halbe Million Menschen wohnen, massiv verstärkt. Die US-Streitkräfte bereiten eine Offensive vor, die laut Umfragen von 94 Prozent der Bevölkerung abgelehnt wird. Die Regierung Karsai versucht die Konfrontation durch ein Amnestieangebot an die Taliban-Führer abzuwenden. Das lässt neue Spannungen zwischen Kabul und Washington erwarten.

Aufschlüsse über die Ideologie und Strategie der Taliban und das Dilemma der USA in Afghanistan bieten zwei Beiträge, die im November 2009 in Le Monde diplomatique erschienen: Patrick Porter schrieb über „Exotische Feindbilder und moderne Gotteskrieger in Afghanistan“; William Polk analysierte Parallelen zum Vietnamkrieg unter dem Titel: „Die Viet Minh, die Taliban und das amerikanische Trauma“.

Kriegsende

In Moskau, London und anderswo wurde der 65. Jahrestag der Kapitulation des Dritten Reichs gefeiert. Besonders geehrt wurden die letzten lebenden Veteranen der alliierten Streitkräfte. Was wieder einmal vergessen wurde: Die Wehrmacht wurde auch durch Soldaten aus den Kolonien Großbritanniens und Frankreichs besiegt. An sie erinnerte Charlotte Wiedemann in ihrem Beitrag: „Wessen Krieg und wessen Ehre?“, nachzulesen in Le Monde diplomatique vom Oktober 2009.

Le Monde diplomatique vom 14.05.2010,