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Ruanda: 20 Jahren danach

Wie immer bei runden Jahrestagen hat das Getriebe des Gedenkens eingesetzt. Was vor zwanzig Jahren in Ruanda geschah, ist aus vielen Gründen ein gedenkwürdiges Geschehen. Nicht zuletzt hat es dazu geführt, das Projekt einer internationalen Strafgerichtsbarkeit zu beschleunigen. Andererseits zeigt die Abwesenheit der französischen Regierung bei den Feierlichkeiten in Kigali, dass die Diskussion über die Verantwortung für den Völkermord an den Tutsi immer noch nicht abgeschlossen ist. Zu beiden Aspekten bietet unser Archiv wichtige Aufschlüsse und Informationen.

Welche Bedeutung der „Fall Ruanda“ für die rechtliche Diskussion um den Tatbestand Völkermord hat, analysiert Michel Galy in Le Monde diplomatique in der Januarausgabe 2014 in seinem Beitrag „Ist es Völkermord?“ Über die Rolle, die Frankreich vor 20 Jahren in Ruanda gespielt hat, informieren zwei Artikel, die schon länger zurückliegen. Unter dem Titel „Täter, Opfer, Kolonialisten“ legt André-Michel Essoungou im Januar 2009 dar, worum es bei der Kontroverse zwischen Paris und der Regierung Kagame vor dem Völkermordtribunal ging. Und Charlotte Braeckman erklärte schon im Januar 2007, worum es damals im Streit zwischen der französischen Justiz und dem ruandische Staatschef Kagame gegangen ist und was der Streit um die „Opération Turquoise“ des französischen Militärs bedeutet, der bis heute noch nicht beigelegt ist.

Klima: Keine Entwarnung

Ende März hat der Weltklimarat IPCC den ersten Teil seines neuen Reports vorgelegt. Er enthält dramatische Befunde, vor allem was die Folgen der Erderwärmung für die Entwicklungsländer, also den Süden unserer Erde betrifft. Wie sich der Klimawandel im äußersten Norden äußert, erfährt man aus dem Bericht von drei schwedischen Naturwissenschaftlerinnen, der im November 2013 in Le Monde diplomatique erschienen ist. „Augen im Eis“ von Miyase Christensen, Annika E. Nilsson und Nina Wormbs ist zugleich eine Reflexion über den Begriff des „Anthropozän“, der ein neues, erstmals „maßgeblich von Menschen geformtes Erdzeitalter“ bezeichnet. Dieser Begriff wird uns – auch in dieser Zeitung – noch lange beschäftigen.

Le Monde diplomatique vom 10.04.2014

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