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„Breaking the Silence“

Zehn Stunden dauerte die Lesung von Texten israelischer Soldaten, die über ihre Erfahrungen in den besetzten palästinensischen Gebieten berichteten. Die Sprecher waren prominente Schriftstellerinnen und Künstler, die ihre Solidarität mit der Initiative Shovrim Shtika („Breaking the Silence“) demonstrierten. Am 6. Juni beging die Gruppe in Tel Aviv den zehnten Jahrestag ihrer Gründung. Seit 2004 schildern junge Frauen und Männer, wie sie in der Uniform der israelischen Armee die palästinensische Bevölkerung schikanieren. Und wie sie sich als Vollstrecker einer Besatzungspolitik fühlen, die sie selbst ablehnen. Nahezu tausend Wehrpflichtige haben ihr Schweigen gebrochen, obwohl sie von vielen, auch in der israelischen Regierung, als „Verräter“ denunziert werden. Auszüge aus ihren Berichten sind in Le Monde diplomatique vom September 2011 dokumentiert. Unter dem Titel „Sprechen über die Besetzung“ würdigt Meron Rapoport, der ehemalige Nachrichtenchef der Tageszeitung Ha’aretz, die Zivilcourage junger Israelis, die ihre Gesellschaft an das verdrängte „Übel der Besatzung“ erinnern.

„Fußballfest“ in Brasilien

Am 12. Juni beginnt die Fußballweltmeisterschaft der Männer. Für das globale Medienfestival wurden teure Stadien gebaut oder aufwendig renoviert, von denen manche schon jetzt als „weiße Elefanten“ gelten. Dass in einigen Städten ganze Favelas den Neubauten weichen mussten, wurde in vielen Vorberichten kritisiert. Weniger bekannt sind die Auswirkungen auf den allgemeinen Immobilienmarkt der brasilianischen Metropolen. Wie sich die Spekulanten auf die WM 2014 und die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro vorbereitet haben, erfährt man aus zwei Reportagen von Jacques Denis, die in Le Monde diplomatique vom Februar 2013 nachzulesen sind. „Maisonette mit Meerblick“ schildert, wie Rios gehobene Mittelschicht in die befriedeten Favelas zieht, und „Die neuen Bosse der Hügel“ porträtiert die staatlichen Ordnungskräfte, die dafür gesorgt haben, dass von Drogenbanden beherrschte Slums zu attraktiven Wohngebieten wurden.

Le Monde diplomatique vom 12.06.2014

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