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Drohneneinsatz 2010 Der Londoner Guardian berichtete am 28. Dezember 2010, dass die US-Luftwaffe im abgelaufenen Jahr 115 Kampfdrohnen-Einsätze gegen Ziele in Pakistan befohlen hat, mehr als doppelt so viele wie 2009. Nach Angaben der pakistanischen Regierung wurden dabei 701 Menschen getötet, von denen nur 14 Al-Qaida-Kämpfer gewesen seien – weniger als zwei Prozent. Man mag diesen Zahlen misstrauen, aber auch das Brookings-Institut in New York geht davon aus, dass mindestens neun von zehn Drohnenopfern keine „Feinde“, sondern Zivilisten waren. Auch die militärische Logik des Kampfdrohnen-Einsatzes ist politisch höchst gefährlich. Darüber reflektieren zwei Texte, die in Le Monde diplomatique nachzulesen sind. Im Dezember 2009 erschien: „Aufspüren und vernichten – Drohnen als Waffensystem der Zukunft“, von Laurent Checola und Edouard Pflimlin. Im November 2009 fragte Muhammad Idrees Ahmad „Was die pakistanischen Taliban so stark macht“ und nannte als einen Faktor die Drohnenangriffe.

In Tunesien und Algerien rebellieren Jugendliche gegen ihre autoritären Regime, die ihnen keine Zukunftsperspektive bieten. Die Maghreb-Länder, ihre politischen Konflikte und sozialen Bewegungen genießen in Le Monde diplomatique seit Jahren großer Aufmerksamkeit. Im Februar 2010 kritisierte Francis Ghilès unter dem Titel „Teure Grenzen“ die Wirtschaftspolitik der Regierungen und forderte „mehr regionale Integration für den Maghreb“. Im Juli 2008 schilderten Karine Gantin und Omeyya Seddik die Streiks im tunesischen Bergbaugebiet von Gafsa und die Protestaktionen arbeitsloser Jugendlicher. Und zitierten einen Gewerkschafter mit den Worten: „Die Leute müssen sehen, dass der friedliche Widerstand nicht vergeblich ist, sonst gibt es eine Katastrophe.“

Le Monde diplomatique vom 14.01.2011

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