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Jessica Backhaus

Die Fotografin interessiert sich vor allem für das Alltägliche. Sie benutzt kein künstliches Licht, sie inszeniert nichts, und ihre Fotografien werden auch nicht am Computer bearbeitet. Ihre Arbeiten fangen einen Moment ein, manche sind lakonisch, andere wiederum sehr lyrisch. Dabei ist sie stets auf der Suche nach dem Schönen. Ihre Interieurs, viele davon in Netno, Polen, aufgenommen, lassen sich auch als Porträts der Bewohner lesen. Neuerdings werden ihre Arbeiten abstrakter. Die Serie „I Wanted To See The World“ – Spiegelungen auf der Wasseroberfläche – erinnert an den Impressionismus und mutet teilweise wie abstrakte Malerei an: sicher das interessanteste Experiment in ihrem Werk.

Jessica Backhaus, in Cuxhaven geboren, hat lange in Paris und New York gelebt und wohnt und arbeitet jetzt in Berlin. Bis zum 21. Mai sind ihre Arbeiten im Berliner Schauraum der Robert Morat Galerie zu sehen, und vom 13. Mai bis zum 25. Juni zeigt die Robert Morat Galerie in Hamburg ihre Werke.

www.robertmorat.de, www.jessicabackhaus.net

Wilhelm Werthern

Le Monde diplomatique vom 08.04.2011,