Artikel drucken zurück

Isabel Schmiga

ist zwar vor allem Bildhauerin, behaut aber keine Steine. Stattdessen zeichnet, klebt, näht und bastelt sie, und das Ergebnis sind wunderbar subversive Skulpturen und Installationen, deren hintersinniger und nicht selten bösartiger Witz, der auch viel mit Sprache zu tun hat, sich meist erst bei genauerer Betrachtung erschließt. Ihre Arbeiten sind oft spielerisch, aber nie verspielt. Auf gänzlich unaufdringliche Weise ist das, was man neudeutsch Gender-Fragen nennt, ein Schwerpunkt ihres Interesses – bei den hier gezeigten hoch aufgerichteten Krawatten ist das besonders klar, aber auch in ihrer Arbeitsweise und ihrer Materialauswahl: falsche Wimpern, Nagellack, Putzeimer und Ähnliches. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Basel und Berlin. www.schmiga.de Wilhelm Werthern

Le Monde diplomatique vom 14.09.2007,