10.05.1996

Keine Chance in Tanger für Kommissar Colombo

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Keine Chance in Tanger für Kommissar Colombo

Von unserem

Sonderkorrespondenten

HUBERT PROLONGEAU *

AM besten ist es, man kommt mit dem Schiff. Tanger liegt am Horizont, „wie eine weiße Taube auf der Schulter von Afrika“, so sah Henry de Montherlant die Stadt. Tanger, die mythische, internationale, Tanger mit dem bedeutungsvollen Namen.

Doch der Fortschritt will von Nostalgie nichts wissen. Oder glaubt man sich etwa in Tanger, wenn man die Gassen von Beni Makada entlanggeht? Ein ungeordnetes Magma, wo Obdachlose in den Müllhalden wühlen. Dort oben auf den Hügeln, wo die untergehende Sonne noch immer einen der schönsten Ausblicke in zartes Rosa taucht, sind die Lebensbedingungen mehr als erbärmlich. Die Hütten stehen dichtgedrängt an den felsigen Pfaden. Die Abwässer fließen auf offener Straße; im Sommer werden sie zu stinkenden Tümpeln, im Winter zu Rinnsalen, die in die Häuser eindringen. Kinder spielen in der Kloake. Der nackte Hügel ist übersät mit Müll und schwarzen Plastiksäcken, die sich wie Krähenschwärme in den Felsen festkrallen. In der Ferne zeichnet sich das Wellblech des Stadtviertels Saddam ab.

Tanger hat über achthunderttausend Einwohner, vielleicht eine Million. Seit 1975 kommen sie zu Zehntausenden aus dem benachbarten Rifgebirge. Die Neuankömmlinge drängen sich zusammen, wo sie nur können. Bis 1993 gab es hier weder Wasser noch Strom. Inzwischen sind große Wassertanks gebaut worden. Sie decken kaum den Tagesverbrauch, werden aber nur zweimal wöchentlich aufgefüllt.

Das Recht, sich hier niederzulassen, ist eine Handelsware: 5000 bis 6000 Dirham1 muß man dafür dem lokalen Würdenträger bezahlen. Den 150000 Einwohnern von Beni Makada stehen nur zwei Sanitätsstationen und eine weiterführende Schule zur Verfügung. Der überfüllte Bus fährt erst seit kurzem hier herauf – und das auch nur bis zum Kino Tarek, einem Dealer-Treff. Taxifahrer verweigern die Strecke. Die Gegend ist unsicher, die Polizei kommt hier nicht hin. Nur die Hilfspolizisten, die moghaznis, tun das.

Zum Teil grenzen die geteerten Straßen an Brachland. Ein BMW fährt mit quietschenden Reifen an. Drogenhändler haben sich alles, was noch zu ergattern war, unter den Nagel gerissen. Spekulationsgeschäfte und Geldwäsche sind an der Tagesordnung. Auch die Politiker buhlen um diese „verlausten Stadtteile“, wo sich die Spekulation lohnt.

Die islamische Bewegung fällt hier auf fruchtbaren Boden. In Beni Makada gibt es eine offizielle und vier inoffizielle Moscheen. In La Falaise, einem Armenviertel mit Blick auf die Meerenge von Gibraltar, unternimmt der Koranleser Yussef unverschleierte Bekehrungsversuche. Er ist zwanzig und trägt ein T- Shirt mit der Aufschrift „Superman und Batman“. Seine Freizeit verbringt er mit Streifzügen durch die Cafés. „Ich trete ein, setze mich hin und fange an, mit den Leuten zu reden“. Worüber? Über alles mögliche, mit der ebenso diffusen wie allgemein akzeptierten Absicht, zum „wahren Islam“ zurückzufinden. Feindselig wird er nur selten aufgenommen. Abends, wenn alles zur Ruhe kommt, setzen sie sich in den Hütten, die als Cafés fungieren, erneut zusammen. Yussef predigt keine Gewalt, doch andere tun es durchaus. Im selben Stadtteil gelobt Abdeldschai, früher ein Kleinkrimineller, heute Fundamentalist, alle Ausländer zu verjagen, den Alkohol zu verbieten und die Liebe zu Gott durchzusetzen.

Mehrere Gruppen sind hier auf diese Weise aktiv. Die beiden wichtigsten, „Gerechtigkeit und Wohltätigkeit“ und „Reform und Erneuerung“, sind auch landesweit aktiv. (Siehe hierzu auch den Artikel von Abderrahim Lamchichi.) Weitere, wie die „Islamische Jugendbewegung“ und „Bildung und Einwanderung“ sind ihnen dicht auf den Fersen. Allzu offensichtliche Erkennungsmerkmale wie Vollbart oder weiße Djellaba lehnt Abdeldschai ab. Yussef dagegen ist unabhängig. Er arbeitet allein vor sich hin, nur an sein Ideal geklammert.

Wie weit die Islamisten tatsächlich schon vorgedrungen sind, ist sehr schwer zu sagen. Das Straßenbild im Stadtzentrum bietet immer noch dieselbe bunte Mischung von Marokkanerinnen in Miniröcken und westlicher Aufmachung neben verschleierten Frauen. Zwar werden die Schleier von Jahr zu Jahr zahlreicher – „aber man darf das nicht verwechseln“, erklärt der Schriftsteller Lotfi Akalay. „Manche Frauen gehen auch verschleiert, um sich vor Anmache und vor Dieben zu schützen.“ Sicherlich ist das so. Dennoch scheint das Argument ein wenig kurz zu greifen, wenn man nach Beni Makada hinaufsteigt oder sich in die Elendsviertel an der Küste wagt.

Startpunkt für die Überfahrt

EINEN Anhaltspunkt gibt es doch, und der ist beunruhigend. Bei den Nachwahlen fürs Parlament am 26. April 1994 hat im Wahlbezirk Tanger-Stadt ein Islamist gesiegt, der unter dem Banner der alten „Partei für Demokratie und Unabhängigkeit“ (PDI) angetreten war. Abdellah Chbabou ist ein gewiefter Demagoge, Imam der großen Moschee und Besitzer des berühmten Café de France. Gemeinsam mit einem Vertreter von „Reform und Erneuerung“ führte er im Mauritania, einem auf Softpornos spezialisierten Kino, eine vielbeachtete Veranstaltung durch, bei der Männer und Frauen getrennt saßen.

Wie es scheint, lag er den echten Wahlergebnissen zufolge an erster Stelle, vor Abderrahman Arbain, dem Mitglied einer tief ins Drogengeschäft verwickelten Familie, und Arsalan. „Das Innenministerium hat angerufen“, erinnert sich ein Mitglied einer Wahlkontrollkommission. „Daraufhin sind Chbabou und Arsalan zugunsten von Arbain zurückgestuft worden, der dann als gewählt galt.“ Getreu dem Grundsatz, daß die Islamisten keinen Wind machen sollen, hat Chbabou sich nicht dazu geäußert.

Bis zur Unabhängigkeit 1956 war Tanger internationale Zone gewesen und hatte von seiner außergewöhnlichen geografischen Lage, just am Tor zu Europa, profitiert. Bezahlt die Stadt heute den Preis für diese Privilegien? Tatsache ist jedenfalls, daß die Schikanen sich häufen. Überall sind Verwaltungsgerichte geschaffen worden – nur nicht in Tanger. Es gibt keine richtige Universität, nur eine Fachschule für Tourismus, kleine Hotelfachschulen und ein paar technische Lehrinstitute. Die neue Autobahn endet in Larache, achtzig Kilometer südlich. Wenn Hassan II. herkommt, um das Schiff zu nehmen, steigt er lediglich am Hafen aus dem Zug, um an Bord zu gehen. „Man bekommt ihn nie zu Gesicht. Wie sollen die jungen Leute denn einen solchen König jemals lieben lernen?“ fragt sich ein Industrieller.

Trotz allem bleibt Tanger das Symbol des Aufbruchs. Der neunzehnjährige Ahmed ist vor drei Monaten aus Marrakesch heraufgekommen, und nun wartet er. Er weiß sich schon vor der Tür und wird die Klinke nicht wieder loslassen. Er arbeitet in einem Touristengeschäft und verkauft Schmuggelzigaretten. Er wird nach Europa gehen: auf legalem Weg, wenn er es schafft zu heiraten (seine Versuche, die Touristinnen an der Mauer des Paresseux zu verführen, sind deshalb nicht frei von Hintergedanken). Oder illegal, wenn es nicht anders geht. Nachdem im Herbst 1992 die Überwachung der Küsten verstärkt wurde, um den Drogenhandel unter Kontrolle zu bringen, sind die illegalen Ausreisen zurückgegangen.2 Und das berühmte Café El Hafa, früher Ausgangspunkt aller Überfahrten, begnügt sich heute wieder mit dem harmlosen Vorzug, den „schönsten Blick auf die Meerenge“ zu bieten.

Seit fünfzehn Jahren verbringt Larbi El Hemmam seine Tage im Industriegebiet, einer Ansammlung von tristen Gebäuden, die 1980 im Osten der Stadt in Betrieb genommen wurden. „Die Behörden haben Tanger nie verstanden“, sagt er. Die Stadt, die im letzten Jahrzehnt dank der Textilindustrie ökonomisch landesweit an zweiter Stelle lag, ist inzwischen auf den fünften Platz zurückgefallen. Seit zehn Jahren ist nichts mehr unternommen worden, um Investitionen anzuziehen. Dabei gäbe es durchaus Interessenten.

„Der Platz reicht nicht aus“, klagt der Direktor von Seven Up, Saad Dschamai. Das Industriegebiet platzt aus allen Nähten. Ein weiteres, die Zone B, ist im Bau, doch auch dessen Kapazitäten sind schon ausgelastet. Ein drittes in der Nähe von Gzenaya existiert erst als Entwurf.

Drei Banken haben im Hafen Off-shore-Filialen eröffnet. Sie ziehen eine bittere Bilanz. Eine davon, die Banque Nationale de Paris (BNP), erwägt, ihre „Aktivitäten wieder einzuschränken“. Obwohl er an die außergewöhnliche Lage von Tanger glaubt, scheinen Filialleiter Gérard Raffaud „die Möglichkeiten de facto begrenzt“. Die Absicht, schmutziges Geld zurückzuweisen, ist dabei nicht gerade hilfreich: Regelmäßig kommen Männer mit Koffern voller Geldscheine ...

Die Mängel in der Infrastruktur lähmen die Stadt. Im vergangenen Jahr war der Wassermangel das größte Problem. Er hatte unerträgliche Auswirkungen auf das alltägliche Leben und katastrophale Folgen für die Industrie. So war die Coca-Cola-Fabrik monatelang nur zwei Stunden am Tag in Betrieb. Diesen Winter haben anhaltende Regenfälle die Situation verändert, aber für wie lange? 1995 hing Tanger am Tropf – täglich kamen vier Zisternen-Boote aus Jof-Lasfar. Kosten der Notbehandlung: 40 Millionen Dirham.

Eine weitere Landplage ist der Schmuggel. Der Direktor der Chemiefabrik Chimique du Nord kann sich gar nicht mehr beruhigen: „Alles, was wir aufbauen, machen sie wieder kaputt. Sowie ein Produkt, das mit 86 Prozent besteuert ist, auf den Markt gebracht wird, nehmen die Schmuggler Proben davon und besorgen es sich in Ceuta oder Melilla, um es dann selbst zu verkaufen.“

Die Straßen der Stadt sind voller Jugendlicher, die geschmuggelte Zigaretten verkaufen und von der Polizei häufiger erpreßt als festgenommen werden. Im Stadtteil Casa Barata wird in einer Markthalle ausschließlich Schmuggelware angeboten. Ganze Familie leben davon. Die Qualität der Produkte läßt zu wünschen übrig. Verderbliche Lebensmittel werden mit geändertem Verfallsdatum verkauft. Vor kurzem wurden nach mehreren Fällen von Lebensmittelvergiftung Tonnen verdorbener Mortadella aus dem Verkehr gezogen.

Am Hafen wird alles durchgelassen, trotz der Rivalität zwischen Zöllnern und Polizisten. Im vergangenen Sommer flog ein internationaler Ring von Autoschmugglern auf. „Bei uns werden fette Schmiergelder gezahlt, um eine Versetzung nach Tanger zu erreichen“, erzählt ein Polizist. „Das Geld ist mit Schmuggel und Dealerei sehr schnell wieder hereingeholt.“

Diese Politik des schnellen Profits hat auch zu einem Rückgang des Tourismus geführt. „Die Leute kommen nicht wieder“, stellt der Leiter eines Reisebüros verbittert fest. „Es wird zuviel spekuliert. Es geht nur darum, den Touristen so viel Geld wie möglich aus der Tasche zu ziehen.“ Vier Hotels mußten in den letzten zehn Jahren schließen, darunter auch das legendäre Villa de France, in dem Henri Matisse abgestiegen war.

Heroin wird in den unteren Bevölkerungsschichten populär

DOCH die größten Probleme verursachen die Gelder aus dem Drogengeschäft. Allein der Boom im Baugewerbe zeigt schon deutlich genug deren Bedeutung. Überall sprießen Gebäude aus dem Boden: auf der zentralen Hauptstraße Boulevard Pasteur ebenso wie in Beni Makada, wo in einer Straße mit siebzehn Gebäuden lediglich sieben Wohnungen belegt sind. Es sind leere Hülsen, die auch leer bleiben sollen. Nach einem Bericht der Nouvelles du Nord, einer jungen und mutigen Lokalzeitung, stehen insgesamt 18000 Wohnungen leer. Sie dienen lediglich der Geldwäsche.3

Tanger war schon immer eine Durchgangsstation für Kif (Marihuana). Doch jetzt sind auch harte Drogen im Umlauf. Die Beschlagnahmungen häufen sich. Ein UNO-Bericht bezeichnet die Stadt als Durchgangsstation für lateinamerikanisches Kokain. Kolumbianer haben sich dort niedergelassen. Unter dem Einfluß vor allem türkischer und niederländischer Drogenringe ist ein Tauschsystem entwickelt worden: Kif wird zum Teil mit Geld und zum Teil in harten Drogen bezahlt.4

Der Drogenkonsum in der Stadt nimmt zu. Während Kokain mit 800 bis 1200 Dirham pro Gramm nach wie vor eine Droge der Reichen ist, gewinnt das nur halb so teure Heroin in den unteren Bevölkerungsschichten immer mehr an Popularität. Es ist in jeder beliebigen Disco zu haben. Im Palace-Hotel und in Les Almohades fungieren Prostituierte als Zwischenhändlerinnen.

Der Tod durch Überdosis ist keine Ausnahme mehr: In den letzen vier Jahren wurden etwa dreißig Fälle bekannt. In Casa Barata, Beni Makada, M'Sallah und Petit Socco ist Heroin leicht erhältlich. Dies wirkt sich unmittelbar auf die Kriminalitätsrate aus: Die Zahl der Handtaschendiebstähle, der Autodiebstähle und der Raubüberfälle ist erheblich gestiegen.

Die Drogenhändler sind stadtbekannt. Sie führen zwar keinen auffälligen Lebensstil, doch sieht man sie häufig auf der Terrasse des Hotels Minzah zusammensitzen. 1992 hat die Regierung in Rabat eine Reihe repressiver Maßnahmen eingeleitet, um ihren guten Willen unter Beweis zu stellen. Den bekanntesten Drogenbossen wurde das Wahlrecht entzogen, dann wurden sie angeklagt – bis die Verfahren schließlich eingestellt wurden. Auf der Liste standen mehrere Abgeordnete der dem König nahestehenden Regierungspartei RNI (Rassemblement national des indépendants): Mohammed Bourhiz, der 1983 gewählt worden war, und Abderrahman Arbain, der ehemalige Bürgermeister von Tanger. Neben einem guten Dutzend weiterer Namen stand auch der von Abdelhak Bakhat darauf, dem Herausgeber der ältesten Wochenzeitung des Landes, dem Journal de Tanger. Ein Beobachter, selbst ein Kleindealer, hält das Ganze für ein Ablenkungsmanöver, durch das Personen aus der näheren Umgebung des Königs aus der Schußlinie genommen werden sollten. Derselbe Dealer behauptet auch, „bei einer der Cousinen des Königs am Cap Spartel“ Drogen eingeladen zu haben.

Gibt es ein „Kartell von Tanger“5? Mehrere Tatsachen deuten darauf hin. Im Oktober 1992 kamen die „Barone“ der Region zu einer Gipfelkonferenz bei El Hoceima zusammen. Über vierzig Tonnen Haschisch sollen von diesem Ring, der mit der italienischen Camorra und mit Spaniern zusammenarbeitet, auf den Markt gebracht worden sein. Kurz davor war eine Jacht mit mehr als einer Tonne Haschisch beschlagnahmt worden, die Taher Chaker gehörte, dem ehemaligen Vorsitzenden der Industrie- und Handelskammer.

Ein Polizeikommissar mit Spitznamen Colombo, Miloudi Hamdouchi, kam im September 1992 in die Stadt, um aufzuräumen. Ein Jahr später legte er sein Amt nieder, nachdem er die Tochter eines Ministers wegen Drogengebrauchs hinter Gitter gebracht hatte. Den Nouvelles du Nord zufolge konnte er seine Aufgabe nicht zu Ende führen ...

Es scheint, als sei die Stadt bis zur Bewegungsunfähigkeit in ihre Dealereien verstrickt. Wird sie das überleben? Zur Zeit wird an großen Projekten gearbeitet: ein Zentrum für Thalassotherapie am Cap Spartel, ein Spielcasino und ein Hotelkomplex in der Bucht, ein neuer Handelshafen, eine Gasleitung unter der Meerenge und ein internationaler Busbahnhof.

dt. Miriam Lang

1 1 Dirham entspricht ca. 0,20 DM.

2 Vgl. Maurice Lemoine, „Les naufragés de la migration vers le Nord. Les ,Pateras‘ du désespoir“, Le Monde diplomatique, Dezember 1992.

3 Der Drogenhändler läßt ein Gebäude im Wert von einer Million Dirham errichten und gründet anschließend eine Firma, die es für zehn Millionen aufkauft. Neun Millionen sind dadurch gewaschen. Der Vorgang kann mit demselben Gebäude mehrmals wiederholt werden.

4 Zu diesem Thema siehe auch den „Rapport 1995“ des Observatoire géopolitique des drogues, Paris (La Découverte) 1995.

5 Ein Kartell ist eine Vereinigung von Händlern, die für ihren jeweiligen Handelssektor die Preise untereinander absprechen.

* Verfasser von „La Vie quotidienne en Colombie au temps du cartel de Medellin“ (Alltagsleben in Kolumbien in den Zeiten des Kartells von Medellin), Paris (Hachette) 1992.

Le Monde diplomatique vom 10.05.1996, von Hubert Prolongeau