11.10.2002

Chronologie

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Chronologie

10. August 1920: Der Vertrag von Sèvres sieht ein autonomes Kurdistan im Osten Anatoliens und der osmanischen Provinz Mossul vor. Er tritt nie in Kraft, weil ein türkischer Nationalstaat entsteht. 8. Juli 1937: Die Türkei, Irak, Iran und Afghanistan vereinbaren im Pakt von Saadabad u. a. den gemeinsamen Kampf gegen die kurdische „Subversion“. September 1961: Aufstände im Nordirak unter der Losung: „Autonomie für Kurdistan, Demokratie für den Irak.“ 1970: Die Baath-Partei, die im Irak 1968 an die Macht gelangt ist, gestattet die Bildung der „Autonomen Kurdenregion“; Kurdisch wird zur zweiten Landessprache. 6. März 1975: Im Vertrag von Algier regeln Bagdad und Teheran ihre Grenzstreitigkeiten. Seitdem unterbindet der Iran jede Unterstützung der Kurdenaufstände. 1988: Gegen Ende des Irak-Iran-Krieges beginnt eine Welle der Repression gegen Kurden im Irak. 5. April 1991: Die UN-Resolution 688 fordert das Ende der Repression gegen die Kurden und verlangt von der irakischen Regierung, humanitäre Hilfe für die Kurden zuzulassen. 19. Mai 1992: Freie Wahlen im irakischen Teil Kurdistans, aus denen keine stabile Regionalregierung hervorgeht. Die Demokratische Partei Kurdistans (KDP) kontrolliert den Norden bis zur türkischen Grenze, die Arbeiterpartei Kurdistans (PUK) den Süden bis zur Grenze mit dem Iran im Osten. September 1998: In Washington einigen sich KDP und PUK auf die Bildung einer Übergangsregierung im irakischen Kurdistan. 8. September 2002: Friedensvertrag zwischen KDP und PUK.

Le Monde diplomatique vom 11.10.2002