Kunst

In jeder Ausgabe: KünstlerIn des Monats

In jeder Ausgabe präsentiert die deutschsprachige LE MONDE diplomatique eine/n (zumeist zeitgenössische/n) KünstlerIn mit ausgewählten Werken. So erhalten unsere LeserInnen kleine Einblicke in außersprachliche Darstellungen und Verarbeitungen individueller wie gesellschaftlicher Prozesse. Neben einem kurzen einführenden Text gibt es Hinweise auf aktuelle Ausstellungen und Kataloge zum Weitersehen.

Die Künstlerin ist 1964 in Gummersbach geboren und hat an der Hochschule der Künste Berlin studiert. Ihre Arbeiten sind vielschichtig, auch im wörtlichen Sinn: Sie legt eine Schicht Paraffinwachs auf Papier oder Leinwand und kratzt Zeichnungen von Menschen, Landschaften und Architekturen hinein. Manchmal färbt sie das Paraffin, ansonsten reibt sie die Farbe in die durch die Wachsritztechnik entstandenen Furchen, bevor sie die Bilder mit einer weiteren transparenten dünnen Paraffinschicht bestreicht. Akzente werden mit Ölfarbe gesetzt. Durch diese Technik haben die Arbeiten eine fast dreidimensionale, haptische Qualität, wirken aber gleichzeitig merkwürdig entrückt und etwas unscharf. Oft lassen sie an Traumbilder denken, gehen dabei aber häufig auf ganz konkrete Orte zurück. Heike Jeschonnek lebt und arbeitet in Berlin. Noch bis zum 20. März sind ihre Arbeiten in einer Einzelausstellung im Kunstverein Hattingen zu sehen. Für das Bildmaterial danken wir der Künstlerin.

(www.heike-jeschonnek.de, www.galerie-tammen-partner.de)

Wilhelm Werthern