Comics

Die Comic-Welt von LE MONDE diplomatique

Die letzte Seite gehört dem avantgardistischen, kritischen Comic: eigens für die Zeitung gezeichnet, werden hier Bildergeschichten erzählt, die Themen aus Politik und Alltag aufgreifen: meist frech, oft absurd, manchmal melancholisch. Unter anderen waren bisher vertreten: Elvis Studio, Anke Feuchtenberger, Holger Fickelscherer und ATAK.

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Die kommerzielle Datensammelwut macht vor nichts Halt: In Michael DeForges dystopischem Science-Fiction-Comic „Grief Analytics“ erstellen Firmen aus Schluchzern, Schnief und anderen Symptomen für Kummer und Trauer individuelle Tränenprofile, um unsere Eigenheiten noch differenzierter auswerten zu können. Und wer weiß, vielleicht füttern sie damit bald Roboter? Im Internet-Zeitalter wurden schließlich schon ganz andere Technik-Fantasien umgesetzt: „Durch die Oculus-Rift-Brille fühlt sich die virtuelle Realität heute an wie The Matrix“, schreibt etwa der Medientheoretiker und Netzaktivist Geert Lovink in Le Monde diplomatique/April 2017.
Der junge kanadische Künstler Michael DeForge (Jahrgang 1987) hat schon als Kind gezeichnet, damals waren die Peanuts sein absoluter Favorit. Seit Gags (2007), einem im Selbstverlag gedruckten Mini-Comic, hat DeForge viel veröffentlicht, von Beiträgen für Anthologien über wöchentliche Webcomics bis zur Serie Lose, die 2011 mit dem Ignatz Award für herausragende Comics ausgezeichnet wurde.
Mehr Bilder und Geschichten unter www.michael-deforge.com